[Kurzinterview] 3-Fragen Talk Vanessa Funk

Ob Vorliebe für das Genre Fantasy, eigener Merch oder Selfpublishing als bewusste Entscheidung – Vanessa Funk, Autorin der Ahawa Lamia Reihe, stellt sich in diesem Interview knallharten Fragen.

Interview: Mit „Ahawa Lamia“ bist du im Bereich Fantasy unterwegs. Was fasziniert dich an diesem Genre? Welche Pläne hast du für die Zukunft?

Ich lese dieses Genre schon seit meiner Jugend am liebsten und daher kann ich in diesem Bereich auch am besten schreiben. Zudem habe ich eine sehr große Fantasie, sodass es mir sehr leicht fällt, neue Welten zu erschaffen oder Fähigkeiten entstehen zulassen, die es so nicht gibt. Außerdem ist es das beste Genre, um aus der Wirklichkeit zu fliehen und dass kann in der heutigen Zeit jeder mal gebrauchen.

Interview: Wie cool, bei dir gibt’s schicken Merchandise. Was genau erwartet mich? Welche Werte stehen hinter deinen Produkten?

Meine sehr gute Freundin, die ebenfalls Buchhändlerin ist, und ich haben uns zusammen getan, um meine eigene Marke zu erschaffen. Hierzu gibt es auch ein eigenes Logo, dass sich auf jedem Merchandise befindet.

Mir war es wichtig, dass sich die Leser auch außerhalb der Bücher mit Ahawa Lamia identifizieren können. Zudem bietet es sich beim Genre Fantasy sehr gut an. Ich liebe meine Produkte und finde es sehr cool, dass ich dies alles ohne einen Verlag geschafft habe.

Aktuell haben wir bereits sehr viele tolle Sachen im Angebot. Das wichtigste sind die Armbänder. Zu jedem Element/Blutlinie gibt es ein eigenes. Durch einen Test auf meiner Webseite kann man erfahren, zu welcher Linie man gehört und kann das dann auch ganz offen zeigen. Oder man wählt einfach die Farbe, die man mag. Es gibt auch zwei Sonderstücke. Eins für die Königsfamilie und eine für die Ahawa Lamia (Königin) selbst. Diese kann man aber nicht immer kaufen, sondern nur zu besonderen Aktionen gewinnen oder zu bestimmten Zeiten erwerben. Dann haben wir noch Lesezeichen, Schlüsselanhänger, Stifteboxen und Magnete. Das Sortiment wird aber immer größer, da ich eine sehr kreative Partnerin an meiner Seite habe.

Hinter den Produkten stehen die Werte: Freundschaft, Mut und Durchhaltevermögen. Genauso Talent und der Wunsch, dass handgemachte Produkte wieder mehr geschätzt werden.

Die Autorin Vanessa Funk hält ihr Buch für ein Interview hoch

Interview: Selfpublishing – herausfordernd und beflügelnd zugleich. Wieso dieser Weg und welche Erfahrungen hast du gemacht?

Ich habe mich sehr bewusst für diesen Weg entschieden. Als gelernte Buchhändlerin kenne ich die Branche und Verlagsverträge sehr genau. Auch hatte ich einige Angebote von Verlagen, aber mir war es wichtig, dass ich die Entscheidungen für meine Bücher selber treffen kann. Im SP liegt das letzte Wort immer bei mir, sei es das Cover, der Text oder der Veröffentlichungstermin. Gerade in der letzten Zeit habe ich auch das Gefühl, dass bei Verlagen nur noch Trend-Themen genommen werden und die Qualität der Geschichte eher hinten ansteht. Es geht meist darum, womit kann ich das meiste Geld machen. Natürlich möchte auch ich Geld damit verdienen, aber ich will auch etwas veröffentlichen, hinter dem ich zu 100% stehe.

Die Herausforderungen beim SP sind besonders die Kosten. Die trage ich alle selbst und das ist nicht gerade wenig. Aber mir ist es wichtig, eine professionelle Arbeit zu machen und daher gebe ich das Geld für Cover, Lektorat und Korrektorat gerne aus. Auch der Verdienst unterscheidet sich nicht groß, da die wenigsten Autoren bei einem Verlag mehr als 1 Euro für ein verkauftes Print bekommen, es sei denn, sie heißen Kerstin Gier oder Sebastian Fitzek.

Meiner Erfahrungen sind bisher eigentlich sehr positiv. Ich liebe den Austausch mit den Bloggern und Lesern und ich bin ein absoluter Fan meiner Lektorin. Das Marketing bringt mich hier und da an meiner Grenzen, aber das wäre bei einem Verlag nicht anders, da man auch hier aktiv mitmachen muss. Besonders schlimm finde ich die Vorwürfe, dass man als SPler entweder unprofessionell ist, was in meinem Fall definitiv nicht der Fall ist, sonst hätte ich nicht solche hohen Kosten, oder dass man alles mit einer KI gemacht hat.

In meinen Büchern ist nicht ein einziges Wort von der KI – es ist alles von mir und wird höchstens von meiner Lektorin angepasst oder verbessert. Auch mein Cover kommt von einem Menschen und das wird mir immer wichtig sein.

Natürlich verwende ich für den Content hier und da ein KI generiertes Bild, dies ist aus Zeit und Kosten leider nicht anders möglich. Es ist sehr schade, dass man sich, obwohl man so viel Zeit, Geld, Tränen und Mühe in diese Bücher steckt, bei denen man nicht wirklich was verdient, immer wieder rechtfertigen muss. Ich bin für jede Kritik offen und nehme auch immer Vorschläge an, aber nicht von Menschen, die weder mich noch meine Bücher kennen. Dafür habe ich mir zu viel Arbeit gemacht, denn in erster Linie arbeite ich für meine Leser.

Leider sind wir damit am Ende des Interviews angelangt. Mehr über Vanessa Funk erfahrt ihr über Instagram bzw. ihre Homepage.

[Kurzinterview] 3-Fragen Talk mit Nicole Bösch

Die Autorin Nicole Bösch präsentiert für ein Interview ihr Buch Knolles Reise Abenteuer bei Tischlein deck dich in einer Küche und hält Knolle selbst in der Hand

Ob Bekanntheit des ursprünglichen Märchens, Themen des Buches oder die Frage nach dem Hörbuch zu Knolle – Nicole Bösch, Autorin von „Knolles Reise – Abenteuer bei Tischlein deck dich“ stellt sich in diesem Interview knallharten Fragen.

Vor einiger Zeit konnte ich außerdem Hinter die Kulissen des Buches blicken.

Interview: Kennen Kinder das Märchen Tischlein deck dich überhaupt noch?

In der Tat, egal, ob in der Schweiz oder in Deutschland kaum ein Kind kennt noch das Märchen der Gebrüder Grimm. Aber spätestens wenn ich die (Schoggi)Goldtaler fallen lasse, wenn es um den Esel geht, dann dämmerts dem ein oder anderen Kind wieder.

Interview: Welche Themen außer Foodwaste werden im Buch noch angesprochen?

In dem Buch wird neben Foodwaste natürlich auch gesunde Ernährung aufgegriffen. Die fünf Sinne werden thematisiert, wenn es um die Haltbarkeit von Lebensmitteln geht und wie man diese erkennen kann. Aber auch die Landessprachen der Schweiz, Nächstenliebe und soziales Engagement sind wichtige Themen in der Geschichte. Dennoch bleiben die von Knolle bekannte Magie und neue Freunde nicht auf der Strecke.

Interview: Wie steht’s um das erste Knolle-Hörbuch?

Die Aufnahme des Hörbuches der ersten Knolle Geschichte „Knolles Reise – Abenteuer in Illnau“ ist komplett fertig eingesprochen. Mittlerweile wurde auch der Refrain des Knolle-Liedes von dem Kinderchor der Musikschule Alato Illnau-Effretikon professionell aufgenommen. Dieser wird mit entsprechend entworfenen Interludes die Hörbuchgeschichte einrahmen und das Hörerlebnis somit noch attraktiver und lebendiger machen.

Dieses Projekt war super spannend, weil ich lernen durfte, was alles dazugehört, um eine Profiaufnahme von einer knappen Minute zu erhalten. Es bedurfte des Chors mit der Chorleiterin, eines Klavierspielers für die Begleitung und einer Aufnahmeleiterin inkl. eines mobilen Tonstudios.

Es war ein sehr bewegendes Gefühl, die selbstkreierten Worte und Töne von einem Profi-Chor zu hören. Drum freue ich mich schon sehr auf die Zeit nach den Sommerferien, wenn wir das gesamte Lied aufnehmen und sogar ein Video drehen werden. Denn letztendlich ist es ein Bewegungslied, das man sich viel besser vorstellen kann, wenn man die Bewegungen auch sieht.

Leider sind wir damit am Ende des Interviews angelangt. Mehr über Nicole Bösch erfahrt ihr über Instagram bzw. ihre Homepage.

[Warum und Wieso] Ein Blick Hinter die Kulissen von „Knolles Reise – Abenteuer bei Tischlein deck dich“

Das Buch Knolles Reise Abenteuer bei Tischlein deck dich wird zwischen Lebensmitteln der Organisation Tischlein deck dich präsentiert

Autorin: Nicole Bösch
Instagram / HP

Lebensmittel – Räuchermännchen Knolle, Mara und Mailo lernen was gesund ist und was nicht. Sie erfahren, dass nicht jeder Geld für tolles Essen hat. Ob ein Zaubertisch wie im Märchen helfen würde? Gemeinsam gehen die Drei auf eine Reise und lernen die Organisation Tischleich deck dich kennen. Dummerweise verliert Knolle seinen Zauberstaub und landet in einer ihm unbekannten Welt. Wird er das Tischlein und den Heimweg finden?

Was hat dich zu „Knolles Reise – Abenteuer bei Tischlein deck dich“ inspiriert?

Ich habe bei privaten Aktivitäten einen Verantwortlichen von Tischlein deck dich kennengelernt, der die Idee aufbrachte, ob mein Knolle, nicht auch mal die Organisation näher kennenlernen und Kindern näherbringen möchte. Tischlein deck dich rettet Lebensmittel vor der Vernichtung und verteilt sie an armutsbetroffene Menschen in der ganzen Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein.

Gesagt, getan. Nachdem alle Verantwortlichen bei Tischlein deck dich im Boot waren, habe ich mich als Freiwillige angemeldet, um die Organisation von Grund auf zu verstehen und das operative Geschäft kennenzulernen. Seither engagiere ich mich immer noch bei der Tischlein-deck-dich-Abgabestelle in Effretikon (CH) und verteile die gespendeten Lebensmittel an die Kundschaft.

Was hat dich motiviert sie zu schreiben?

Das Thema Foodwaste ist ein topaktuelles Thema, wenn man bedenkt, dass in der Schweiz jährlich fast drei Millionen Tonnen und in Deutschland über zehn Millionen Tonnen einwandfreie Lebensmittel weggeworfen werden. Zudem ist es außerordentlich beeindruckend, wie viele Menschen sich aus den unterschiedlichsten Gründen freiwillig engagieren und somit einen wichtigen Beitrag für die Gesellschaft leisten.

Ihnen zu Ehren wurde das Jahr 2026 von den Vereinten Nationen offiziell zum Internationalen Jahr der Freiwilligen ausgerufen. Weltweit und in der ganzen Schweiz finden zahlreiche Aktionen statt, um das ehrenamtliche Engagement sichtbar zu machen und zu fördern. Allein in der Schweiz werden jährlich rund 590 Millionen Stunden unentgeltliche Arbeit geleistet.

Auf was möchtest du mit „Knolles Reise – Abenteuer bei Tischlein deck dich“ aufmerksam machen?

In der Schweiz leben derzeit (2025) 8.2% der Bevölkerung in Armut. Laut Bundesamt für Statistik ist mehr als jede sechste Person armutsgefährdet – das sind insgesamt rund 1.34 Millionen Menschen. Diese Geschichte soll darauf aufmerksam machen und bereits Kinder für die Themen Foodwaste und Solidarität sensibilisieren.

Mir ist  es ein Herzensanliegen, dass wir die Zukunft unserer Kinder sichern, speziell im Hinblick auf einen möglichen Ressourcenmangel. Daher hat die Vermeidung oder zumindest Reduzierung von Foodwaste und die Aufklärung darüber für mich einen hohen Stellenwert. Zudem dürfen soziales Engagement und Nächstenliebe nicht an Bedeutung verlieren.

[Kurzinterview] 3-Fragen Talk mit Arden Skye

Das Buch Tim und Keiji und der magische Adventskalender von Arden Skye vor hübscher Weihnachtsdeko

Kreative Vielfalt, Gründe für Tim und Keiji sowie Sensitivity Reading – Arden Skye (Tim & Keiji und der magische Adventskalender) stellt sich in diesem Interview knallharten Fragen.

Vor einiger Zeit konnte ich außerdem Hinter die Kulissen des Buches blicken.

Interview: Zeichnen, Fotografie, Bearbeitung, Design, Video, Social Media – Vielfalt ohne Ende. Welcher Bereich macht dir besonders viel Spaß und wieso?

Schwer zu sagen. Ich mach ja nicht alles gleichzeitig, sondern immer das, wonach ich gerade Lust habe oder muss, wegen Arbeit/Aufträge. Erstes hängt von meiner Stimmung ab, weswegen das „Wieso” auch variieren kann.

Grundsätzlich find ich an sich nichts besser als das andere, alles hat seinen Nutzen. Unterschiedliche Bereiche, die mich in meiner Kreativität auf verschiedene Weise aufblühen lassen und jeweils andere Herausforderungen mit sich bringen.

Genauso wie bei Sprachen, artikuliert sich eine Person jeweils anders in den Feldern, bringt eine (vielleicht verborgene) Facette oder Stimme zum Vorschein. Ich find’ das schon sehr interessant und möchte daher gerne alle möglichen künstlerischen Hobbys erlernen, mich selbst damit kennenlernen.

Interview: Adventskalender finden jedes Jahr wieder reißenden Absatz. Warum sollte man dein Buch „Tim & Keiji und der magische Adventskalender“ unbedingt lesen?

Zum Einen wegen der fantastischen Winterwelt, in die Tim und Keiji jeden Abend reisen. Darin versteckt sich so einige Magie, je weiter du gehst. Allerdings kein kunterbuntes Chaos wie eine Achterbahnfahrt auf der Dult, sondern eher langsam herantastend, passt sich dem Alltagsleben der beiden außerhalb des Adventskalenders an.

Natürlich deutlich spannender als Schule und deren Freizeit, da das alles neu für sie ist. Das lädt meiner Meinung nach ebenso Ältere ein, mit dem Buch warm zu werden und ist nicht nur für Kinder, wie das Cover sowie der Klappentext scheinen mag. (In den Stichwörtern steht bereits, dass es eine all-age, also eine Geschichte für jedes Alter ist. Ich zieh’ da ungern eine Grenze – und anders als Lego darfst du ebenfalls älter als 99 sein. ;))

Zum Anderen ist es queernormativ, ein Setting, das mir besonders am Herzen liegt. Wer gut aufpasst, sieht allerdings, dass nicht gesamt Deutschland queernormativ lebt, sondern bloß die Schulklasse und Freundesgruppe sowie Familien der Hauptcharaktere. Zumindest in der realen Welt. Das Winterwunderland ist durch und durch queernormativ und eine „heile Welt” sozusagen.

Wie funktioniert das, ohne Romantik im Fokus? Queerness ist schließlich nicht nur Romantik und Sex. Es gibt keine Coming-Outs, denn keine Person nimmt an, dass jemand cis-hetero ist, selbst einige Mikrolabel sind bekannt, Gossip schließt auch andere Orientierungen ein, Pronomen werden richtig benutzt, … und mehr könnt ihr selbst nachlesen.

Ebenso ist es feministisch. Bevor du eine Augenbraue hochziehst und dich wunderst, wie das geht, wenn die meisten Hauptcharaktere männlich sind: das war schon Absicht. Wir alle wissen, wie eine feministische Welt für Frauen ausschauen und was es mit ihnen machen würde – im positiven Sinne. Wenige Leute vergessen daher oft, dass jedes Geschlecht von Feminismus profitiert, darunter ebenfalls Männer und Jungs.

Ich schreibe gern Geschichten, die diese Seite hervorheben, und zeigen, wie schön die Gesellschaft sein könnte, wenn niemand unter dem Patriarchat leiden müsste. Hätte es dieses Buch zu meiner Jugendzeit gegeben, hätte es mir vermutlich sehr geholfen, besser mit meinen Emotionen klarzukommen. So hoffe ich, dass es stattdessen anderen Jungs beziehungsweise Jugendlichen aller Geschlechter helfen kann.

Das Buch Tim und Keiji und der magische Adventskalender von Arden Skye liegt für ein Interview neben einem Hund

Interview: Du bietest Sensitivity-Reading („sensibles Lesen”) an. Was steckt dahinter? Welche Tipps hast du für künftige Sensitivity-Reader?

Recherche betreiben! Selbst bei Themen, die dir besonders nahestehen, die dich vielleicht durchs ganze Leben begleitet haben und du das Thema in Person bist, können eigene Traumata oft anderserlebte Erfahrungen ausblenden oder versehentlich ignorieren bzw. nicht zu Kenntnis nehmen. Damit erzielst du das genau Gegenteil: führst Vorurteile fort.

Schreibende haben sich sicher mit dem Thema davor beschäftigt und Webseiten durchgelesen, die ganz anders zu deinen Erfahrungen sein können. Es ist wichtig, sich nicht zu sehr in der eigenen Welt zu vergraben. Tief ein- und ausatmen, bevor du der oder dem Schreibenden dein Feedback zusammenstellst.

(Recherche muss nicht zwingend das Internet hier meinen, sondern ebenfalls deine Eltern nach Rat zu fragen, wenn es beispielsweise ein rassistisches Thema ist, das in einer früheren Generation spielt.)

Ebenfalls musst du nicht über alle Themen, in denen du dich auskennst oder selbst erlebt hast, Sensitivity-Reading anbieten. Es wäre zwar hilfreich, doch du musst auch auf deine eigene Gesundheit und Grenzen schauen. Wenn es dich zu sehr triggert, deine Vergangenheit durch etwas Geschriebenes nochmal zu erleben, dann musst du das nicht durchmachen.

Leider sind wir damit auch schon am Ende angelegt. Mehr über Arden und ihre Projekte erfahrt ihr über ihre Instaaccounts Autorin / Art oder Kofi. Oder ihr besucht ihr Discord.

[Warum und Wieso] Ein Blick hinter die Kulissen von „Tim & Keiji und der magische Adventskalender“

Das Buch Tim und Keiji und der magische Adventskalender von Arden Skye liegt für Warum und Wieso vor hübscher Weihnachtsdeko und zeigt den Klapptext

Autorin: Arden Skye
Instagram

Ein Adventskalender mit Magie statt Schokolade …

Die besten Freunde Tim und Keiji erleben eine zauberhafte Überraschung, als sie einen geheimnisvollen Adventskalender bekommen, hinter dessen Türchen sich keine Naschereien verbergen. Stattdessen werden die beiden in ein Winterwunderland teleportiert, wo sie jeden Tag ein wundervolles Abenteuer erwartet. Sie lernen nicht nur die fantastischen Bewohnenden und ihre friedliche Welt kennen, sondern erfahren auch mehr über sich selbst, ihre Freundschaft und darüber, was wichtig ist im Leben.

Märchenhaft-magische 24 Kapitel, spielend in einer queernormativen Gesellschaft, reich an Diversität mit verschiedenen Kulturen und Behinderten-Repräsentation. Ein Wohlfühlbuch für die ganze Familie!


(Der Text entspricht dem Klapptext. Rechte liegen bei der Autorin / dem Verlag.)

Hinter den Kulissen

In erster Linie hab’ ich’s für mich selbst geschrieben, eine Idee, die in meinem Kopf schwirrte und aufs Papier gebracht werden musste. Nicht mehr, nicht weniger. Später wurde es dann zu einem Wohlfühlbuch, das ich zu meiner Jugendzeit gebraucht hätte, sodass ich ans Veröffentlichen dachte. Mit den ganzen Weltkrisen momentan, fand ich das als guten Zeitpunkt.

Es ist queernormativ, feministisch, magisch und umweltfreundlich – dazu beim 3-Fragen-Interview noch mehr –, ohne, dass diese Themen direkt in dein Gesicht geklatscht werden. Subtil, was für die Charaktere alltagsnormal ist, eine Welt, in der ich selbst gern leben wollen würde. Sozusagen ist das Buch Therapie für mich, ein Rückzugsort mit positiver Stimmungskanone – und hoffe, dass es genauso auf Lesende wirkt.

Beim Überarbeiten der Geschichte habe ich mich des Öfteren von Slice of Life (Alltagsleben) sowie CGDCT („Cute girls doing cute things“) Animes inspirieren lassen.

Warum und Wieso

„Iyashikei“ ist ein bekanntes Genre in Japan, bei dem ich hoffe, dass es sich auch im Westen ausbreitet. Kurzum geht es darin um Geschichten, in denen das langsame Alltagsleben im Vordergrund steht und friedvolle Gesellschaften zeigt. Sehr kontrastreich zu den beliebteren Genres wie Action, Drama, Young Adult, Abenteuer, High Fantasy Sagen und ähnlich.

Gerade in einer Welt, in der die jüngsten Generationen mit mehr und mehr Infos überflutet werden und wir kaum mehr Stille genießen können, ist dieses Handlungsschema eine wunderbare Möglichkeit, ein wenig abzuschalten und zurück zum Boden zu finden.

Komplett Iyashikei ist TuKudmA zwar nicht, ich habe es teilweise noch an das westliche Jugendroman-Genre angepasst, aber es geht in die Richtung.

[Kurzinterview] 3-Fragen Talk mit Julia Nachtigall

Autorin Julia Nachtigall hält für ein Interview ihr Buch Ork au Chocolat unter freiem Himmel in die Kamera

Über Besonderheiten von Orks, ihre Arbeit als Zauberkünstlerin oder Boote als Schauplätze – Julia Nachtigall, Autorin von „Ork au Chocolat“, stellt sich in diesem Interview knallharten Fragen.

Außerdem durfte ich zuvor Hinter die Kulissen ihres Werkes blicken.

Interview: Ork au Chocolat verbindet Orks und Schokolade. Was ist das Besondere an Orks?

In vielen Geschichten werden Orks als grobschlächtige und barbarische Antagonisten in Szene gesetzt.

Doch in Ork Au Chocolat widerlegt die junge Orkin und Chocolatier Galina, zusammen mit dem frechen Minielfen Ciriel diese Vorurteile. Denn Galina ist eine sehr empathische Orkin, die sich um das Wohl anderer sorgt, eine feine Nase und ein Gespür für Lebensmittel, besonders Schokolade, hat und sich der Herausforderung stellt, ihre neu entdeckte Milchmagie zu bändigen.

Die Geschichte ist süß, cozy und sehr witzig, was hoffentlich auch schon aus dem Cover, gestaltet von bkatzdesign, mit Illustrationen von Saikawamayoschi hervorgeht.

Galina ist ab und an tollpatschig, da steht sie zu und auch das Thema Vorurteile gegenüber Orks wird in Ork Au Chocolat spielerisch behandelt.

Neben Orks spielt auch ein Elf eine große Rolle. Denn Ciriel ist ein Mini-Hilfself, der in einer Müslipackung wohnt und seit Geburt an Galinas Seite ist. Mit seinen witzigen Sprüchen lenkt er Galina davon ab, zu verkrampft mit ihrer Magie umzugehen und hilft ihr mit der Milchmagie, wobei der ein oder andere Unfall unvermeidlich ist.  

Nebenbei geht Galina noch einen Deal mit einer Froschfrau ein, die Handelsvertreterin für Gewürze ist und Gerüche auf ihre ganz eigene Weise interpretiert und arbeitet mit ihr zusammen an einer besonderen Schokoladenkreation für das Dorffest.

Es ist viel los in Duphia, dem Ort, in dem Galina zusammen mit Ciriel auf einem Hausboot wohnt und für das Dorffest eine besondere Schokoladenkreation vorstellen soll. Das setzt sie selbst unter Druck, dass ihre Milchmagie freigesetzt wird. Sie gibt alles, um zu verhindern, dass die Milch unkontrolliert in Wallung gerät oder sich verändert, damit sie Ciriel nicht verletzt.

Was ist eigentlich Milchmagie?

Milch bewegen zu können habe ich mir als sehr große Herausforderung vorgestellt, aber was wäre, wenn sich die Milch in Butter oder Joghurt verändert und wie kann ich das in Szene setzen?

Ohne zu spoilern kann ich verraten: Die Milchmagie-Szenen haben beim Schreiben besonders viel Spaß gemacht, weil ich die Bilder dazu immer vor Augen hatte und seitdem frage ich jeden, vor dem ein Glas Milch steht:

Weißt du eigentlich, wie gefährlich Milchmagie ist?
Wenn du das merkwürdig findest: Lies Ork Au Chocolat.
Oder eine andere Frage: Kannst du dir einen Mini-Elfen vorstellen, der in einem Donut-Schwimmreifen in Milch schwimmt und mit seiner Orkfreundin übt, die Milch zu beherrschen?

Den Testlesenden hat es auch viel Spaß bereitet, Ork Au Chocolat zu lesen. Es wird lustig, manchmal etwas skurril, aber nie langweilig.

Das Buch Ork au Chocolat liegt mit Süßigkeiten auf grauem Hintergrund

Interview: Zauberei und Magie – Teil deiner Arbeit als Zauberkünstlerin. Wie hast du zu diesem Hobby gefunden? Was für Shows bzw. Möglichkeiten bietest du?

Zauberei und Schreiben sind meine beiden Hobbys, mit denen ich meine Kreativität auslebe. Ich darf hier erstmalig eine Besonderheit ankündigen, also eine exklusive Info:

Zu Ork Au Chocolat wird es bald ein eigenes kleines Zauberprogramm geben.
Zum Beispiel werden Pralinen verschwinden, erscheinen und in etwas anderes Köstliches verwandelt. Eine Zuschauerin darf eine Pralinensorte wählen, die dann auf magische Weise vorhergesagt wird. Mit der Müslipackung von Ciriel, entworfen von Saikawamayoschi, wird auch noch gezaubert. Das plane ich aktuell für Lesungen als Auflockerung und möchte das, wenn es gut läuft, auch als eigenes Programm für die Tischzauberei verwenden.

Das Format „Lesung und Magie“ zeigt schon, dass Schreiben und Zauberei sich gut ergänzen kann und hervorragend zusammen passt.

Wie ich zur Zauberei gefunden habe?

Schon als Kind habe ich begeistert, wie alle anderen Kinder, meinen Zauberkasten auseinandergenommen und die ersten Kunststücke vorgeführt.

Wir hatten im Hort eine „magische Woche“, in der ein professioneller Zauberkünstler jedem Kind ein Kunststück beigebracht hat, das wir am Ende der Woche in einer Zaubershow vorgeführt haben.

Jahre später bin ich durch einen Zeitungsartikel auf den magischen Zirkel von Deutschland aufmerksam geworden und habe von meinen Eltern einen Schnupperkurs in einer Zauberschule geschenkt bekommen. Einmal angefangen, konnte ich nicht mehr aufhören. Seit 2012 bin ich Mitglied des magischen Zirkels von Deutschland und 2013 Mitglied im Ortszirkel Duisburg Oberhausen, wo wir uns monatlich austauschen, neue Formate wie den „magischen Mittwoch“ planen und umsetzen und uns mit unserer geliebten Zauberei beschäftigen.

Ich selbst liebe es, bei Veranstaltungen im Close-up-Bereich zu zaubern. Das heißt, ich komme zu den Gästen an die Tische und führe die kleinen Wunder direkt vor den Augen der Zuschauer:innen vor und sie sind dann Teil der Show. Das ist für mich das besondere an der Zauberei: Menschen zum Staunen bringen und sie durch meine Geschichten, verbunden mit Zauberei zum Lachen zu bringen und vom Alltag abzulenken.

Über meine Homepage können Interessierte gerne Kontakt aufnehmen und sich über Termine informieren, sowohl für Lesungen, als auch für Zauberei und hoffentlich ganz bald schon für Kombitermine „Lesung und Magie“.

Autorin Julia Nachtigall hält für ein Interview Zauberzubehör in der Hand und steht dabei vor einer schwarzen Wand

Interview: Boote spielen in all deinen Büchern eine große Rolle. Warum eigentlich? Welche Schauplätze würdest du gern noch ausprobieren und wieso?

Ork Au Chocolat spielt zu einem sehr großen Teil auf „Schorkverliebt“. So heißt die Chocolaterie, die Galina auf dem Hausboot betreibt, auf dem sie zusammen mit Ciriel wohnt.

Neben ihrer Mutter, die ein Lebensmittelboot betreibt, gibt es noch ihre Freundin Isolde, die Koboldin ist und ein Bäckereiboot betreibt und viele andere Wesen mit eigenen Handelsbooten.

Galina verkauft nicht nur auf schwimmenden Märkten ihre Schokolade, sondern schippert auch zu anderen Märkten in der Umgebung. Diese schöne Stimmung, die sich zum Beispiel beim Feierabendmarkt ergeben hat, faszinierte mich von Anfang so sehr, wie die Idee, jedem Kapitel ein Lebensmittel als Überschrift zu geben, das dann eine besondere Rolle spielt.

Kurzer Themenwechsel:

In meinem Thriller Eyetracking, der im März diesen Jahres im Blutmondverlag veröffentlicht wurde, geht es dem Genre entsprechend ernster zu. Der Psychothriller zum Thema Eyetrackingstudien und virtuelle Realitäten spielt auf einer abgelegenen Insel, auf die die Protagonistin Isabella und die anderen Teilnehmenden mit einem Boot gebracht werden. Isabella nimmt dann an den ersten VR-Illusionen teil und ihr wird schnell klar: Nichts ist wie es scheint.

Es gibt Klippenszene, Strandszenen und Wasserszenen und erst kürzlich ist mir da die Parallele aufgefallen.

Hier der Klappentext zu Eyetracking:

Virtuelle Realitäten haben Isabella schon immer fasziniert. Deshalb nimmt sie die Einladung zu Eyetracking-Studien auf einer abgelegenen Insel an und wird damit Teil eines bahnbrechenden Experiments. Doch was als harmlose Forschungsreise beginnt, wird bald zu einem Albtraum. Unfälle geschehen, Teilnehmer verschwinden spurlos – und Isabella wird klar: Nichts ist, wie es scheint. Die Grenze zwischen Illusion und Realität zerfließt, während ein unsichtbarer Jäger die Gruppe systematisch ins Visier nimmt. Wem kann sie noch vertrauen, wenn ein einzelner Blick entscheidend sein könnte? Mit jeder Stunde wächst Isabellas Verdacht, dass das grausame Spiel mehr mit ihrer Vergangenheit zu tun hat, als sie ahnte. Doch die Zeit rennt.

Auch in meinem Debütroman, der Dystopie Butterlie – eine Lüge zu viel, erschienen im Edition Paashaas Verlag, spielt Wasser, bzw. der bevorstehende Wassermangel in der Zukunft eine große Rolle.

Welche Schauplätze ich noch einmal ausprobieren möchte?

Aktuell plane ich eine weitere Cozy Fantasy Geschichte, die in einem Wellnesshotel spielt. Wahrscheinlich wird es eine Ermittlung im Hotel geben, und zwar von einem Wesen, dem man Wellnessbehandlungen erstmal nicht so zutraut. Auch hier wird dann das Thema Wasser wieder eine Rolle spielen, aber anders. Mehr möchte ich noch nicht verraten, denn da bin ich gerade noch in der Planungsphase. Die Figuren werden aber wieder „einzigartig, ausgefallen und sehr liebenswert“ (Zitat einer Testleserin, die alles von mir gelesen hat)

Leider ist das Interview damit bereits beendet. Mehr über Julia erfahrt ihr über Instagram bzw. ihre Homepage.