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[Kurzinterview] 3-Fragen Talk mit Nicole Bösch

Die Autorin Nicole Bösch präsentiert für ein Interview ihr Buch Knolles Reise Abenteuer bei Tischlein deck dich in einer Küche und hält Knolle selbst in der Hand

Ob Bekanntheit des ursprünglichen Märchens, Themen des Buches oder die Frage nach dem Hörbuch zu Knolle – Nicole Bösch, Autorin von „Knolles Reise – Abenteuer bei Tischlein deck dich“ stellt sich in diesem Interview knallharten Fragen.

Vor einiger Zeit konnte ich außerdem Hinter die Kulissen des Buches blicken.

Interview: Kennen Kinder das Märchen Tischlein deck dich überhaupt noch?

In der Tat, egal, ob in der Schweiz oder in Deutschland kaum ein Kind kennt noch das Märchen der Gebrüder Grimm. Aber spätestens wenn ich die (Schoggi)Goldtaler fallen lasse, wenn es um den Esel geht, dann dämmerts dem ein oder anderen Kind wieder.

Interview: Welche Themen außer Foodwaste werden im Buch noch angesprochen?

In dem Buch wird neben Foodwaste natürlich auch gesunde Ernährung aufgegriffen. Die fünf Sinne werden thematisiert, wenn es um die Haltbarkeit von Lebensmitteln geht und wie man diese erkennen kann. Aber auch die Landessprachen der Schweiz, Nächstenliebe und soziales Engagement sind wichtige Themen in der Geschichte. Dennoch bleiben die von Knolle bekannte Magie und neue Freunde nicht auf der Strecke.

Interview: Wie steht’s um das erste Knolle-Hörbuch?

Die Aufnahme des Hörbuches der ersten Knolle Geschichte „Knolles Reise – Abenteuer in Illnau“ ist komplett fertig eingesprochen. Mittlerweile wurde auch der Refrain des Knolle-Liedes von dem Kinderchor der Musikschule Alato Illnau-Effretikon professionell aufgenommen. Dieser wird mit entsprechend entworfenen Interludes die Hörbuchgeschichte einrahmen und das Hörerlebnis somit noch attraktiver und lebendiger machen.

Dieses Projekt war super spannend, weil ich lernen durfte, was alles dazugehört, um eine Profiaufnahme von einer knappen Minute zu erhalten. Es bedurfte des Chors mit der Chorleiterin, eines Klavierspielers für die Begleitung und einer Aufnahmeleiterin inkl. eines mobilen Tonstudios.

Es war ein sehr bewegendes Gefühl, die selbstkreierten Worte und Töne von einem Profi-Chor zu hören. Drum freue ich mich schon sehr auf die Zeit nach den Sommerferien, wenn wir das gesamte Lied aufnehmen und sogar ein Video drehen werden. Denn letztendlich ist es ein Bewegungslied, das man sich viel besser vorstellen kann, wenn man die Bewegungen auch sieht.

Leider sind wir damit am Ende des Interviews angelangt. Mehr über Nicole Bösch erfahrt ihr über Instagram bzw. ihre Homepage.

[Warum und Wieso] Ein Blick Hinter die Kulissen von „Knolles Reise – Abenteuer bei Tischlein deck dich“

Das Buch Knolles Reise Abenteuer bei Tischlein deck dich wird zwischen Lebensmitteln der Organisation Tischlein deck dich präsentiert

Autorin: Nicole Bösch
Instagram / HP

Lebensmittel – Räuchermännchen Knolle, Mara und Mailo lernen was gesund ist und was nicht. Sie erfahren, dass nicht jeder Geld für tolles Essen hat. Ob ein Zaubertisch wie im Märchen helfen würde? Gemeinsam gehen die Drei auf eine Reise und lernen die Organisation Tischleich deck dich kennen. Dummerweise verliert Knolle seinen Zauberstaub und landet in einer ihm unbekannten Welt. Wird er das Tischlein und den Heimweg finden?

Was hat dich zu „Knolles Reise – Abenteuer bei Tischlein deck dich“ inspiriert?

Ich habe bei privaten Aktivitäten einen Verantwortlichen von Tischlein deck dich kennengelernt, der die Idee aufbrachte, ob mein Knolle, nicht auch mal die Organisation näher kennenlernen und Kindern näherbringen möchte. Tischlein deck dich rettet Lebensmittel vor der Vernichtung und verteilt sie an armutsbetroffene Menschen in der ganzen Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein.

Gesagt, getan. Nachdem alle Verantwortlichen bei Tischlein deck dich im Boot waren, habe ich mich als Freiwillige angemeldet, um die Organisation von Grund auf zu verstehen und das operative Geschäft kennenzulernen. Seither engagiere ich mich immer noch bei der Tischlein-deck-dich-Abgabestelle in Effretikon (CH) und verteile die gespendeten Lebensmittel an die Kundschaft.

Was hat dich motiviert sie zu schreiben?

Das Thema Foodwaste ist ein topaktuelles Thema, wenn man bedenkt, dass in der Schweiz jährlich fast drei Millionen Tonnen und in Deutschland über zehn Millionen Tonnen einwandfreie Lebensmittel weggeworfen werden. Zudem ist es außerordentlich beeindruckend, wie viele Menschen sich aus den unterschiedlichsten Gründen freiwillig engagieren und somit einen wichtigen Beitrag für die Gesellschaft leisten.

Ihnen zu Ehren wurde das Jahr 2026 von den Vereinten Nationen offiziell zum Internationalen Jahr der Freiwilligen ausgerufen. Weltweit und in der ganzen Schweiz finden zahlreiche Aktionen statt, um das ehrenamtliche Engagement sichtbar zu machen und zu fördern. Allein in der Schweiz werden jährlich rund 590 Millionen Stunden unentgeltliche Arbeit geleistet.

Auf was möchtest du mit „Knolles Reise – Abenteuer bei Tischlein deck dich“ aufmerksam machen?

In der Schweiz leben derzeit (2025) 8.2% der Bevölkerung in Armut. Laut Bundesamt für Statistik ist mehr als jede sechste Person armutsgefährdet – das sind insgesamt rund 1.34 Millionen Menschen. Diese Geschichte soll darauf aufmerksam machen und bereits Kinder für die Themen Foodwaste und Solidarität sensibilisieren.

Mir ist  es ein Herzensanliegen, dass wir die Zukunft unserer Kinder sichern, speziell im Hinblick auf einen möglichen Ressourcenmangel. Daher hat die Vermeidung oder zumindest Reduzierung von Foodwaste und die Aufklärung darüber für mich einen hohen Stellenwert. Zudem dürfen soziales Engagement und Nächstenliebe nicht an Bedeutung verlieren.

[Kurzinterview] 3-Fragen Talk mit Antje Welte

Autorin Antje Welte sitzt während des Interviews an einem Steg

Ob Mr. Walther Bear, Mitmach-Lesungen inklusive Schreibewerkstatt oder Genrewünsche außerhalb von Kinderbüchern – Antje Welte, Autorin von „Die kleine Strandkrabbe und der Zauber der Nacht“, stellt sich in diesem Interview knallharten Fragen.

Interview: Mr. Walther Bear – eine wichtige Persönlichkeit in deinem Leben. Wer ist er? Was lässt ihn so bedeutend erscheinen? 

Mr. Walther Bear ist – ganz persönlich gesagt – mein erster Teddybär. Damit ist er der „Draht“ zurück zu mir, als ich noch ein Kind war. Ich finde es wichtig, dass man als Kinderbuchautorin sein eigenes inneres Kind erinnert, weiß, wie man sich in dieser oder jener Situation gefühlt hat, welche Vorstellungen, Träume, Gedanken, Gefühle, Ängste, … man hatte.

Natürlich hat sich die Lebenswelt heutiger Kinder stark gewandelt, verglichen zu der Welt der Siebziger und Achtziger, in der ich aufgewachsen bin. Aber ich glaube, Themen wie Unsicherheit, wenn man neu in eine Klasse kommt oder irgendwo nicht mitspielen darf, Wünsche oder Sehnsüchte, Neugier und Fantasie sind zeitlos.

Mr. Bear hat mich durch viele Höhen und Tiefen begleitet und sich seinen Job als mein treues Schreibmaskottchen hart erkämpft – natürlich mit maximal bärigem Einsatz. Zwischenzeitlich habe ich ihm sogar eine eigene Geschichte gewidmet.

Autorin Antje Welte zeigt im Interview ihr Buch Die kleine Strandkrabbe und der Zauber der Nacht

Interview: Du bietest fantasievolle Mitmach-Lesungen an und leitest eine Schreibwerkstatt. Was heißt Mitmach-Lesung? Für wen ist deine Schreibwerkstatt geeignet und was lerne ich dort?

Bei meinen Lesungen, z. B. an Schulen ist es mir wichtig, die Kinder aktiv einzubeziehen. Bei „Charlotte und der blaue Schleicher“ dürfen sie z. B. in die Rolle von Schlangen schlüpfen, lustige Brillen basteln oder als Schlangen-Reporter Gefühle erraten.

In „Antonella Augensterns abenteuerliches Alphabet“ fliegt das ABC-Blatt durch Antonellas Nachbarschaft und landet bei den Schulkindern, die reimen, malen und ihren Vornamensbuchstaben beitragen.

Meine Schreibwerkstätten sind für Grundschulkinder der Klassen 3 bis 5 konzipiert. Mit Schreib- und Erzählspielen führe ich sie an Themen wie Märchen, Fantasie-, Krimi-, Monster- oder Abenteuergeschichten heran. Wir entwickeln gemeinsam interessante Figuren, finden den richtigen Einstieg ins Schreiben und bauen spannende Geschichten auf.

Beim Krimi besprechen wir zum Beispiel, wie man Leser:innen auf falsche Fährten lockt. Am Ende gestalten die Kinder ihre Geschichten in einem selbst gebastelten Heft oder einem Leporello.

Interview: Bisher hast du nur Kinderbücher veröffentlicht. Welches Genre würdest du gern probieren und wieso? Was können wir in Zukunft von dir erwarten?

Ein Jugendbuch-Manuskript habe ich bereits fertiggestellt und plane, es nächstes Jahr im Herbst im Selfpublishing zu veröffentlichen. Aktuell schreibe ich an einem zweiten Jugendbuch. In Zukunft könnte ich mir aber auch vorstellen, ein Sachbuch zum Thema ‚Fantasievolle Kuscheltiere und Figuren nähen‘ zu schreiben. Mal sehen, was Mr. Bear dazu sagt!

Leider ist das Interview damit bereits beendet. Mehr über Antje erfahrt ihr über Instagram bzw. seine Homepage.

[Kurzinterview] 3-Fragen Talk mit Thomas Handl

Illustrator Thomas Handl guckt in die Kamera

Ob Erfahrungen mit dem Projekt Sumpfmumpf, vielfältige kreative Arbeiten oder Hobbys – Thomas Handl, Illustrator von „Der Sumpfmumpf und die Hoffnung“, stellt sich in diesem Interview knallharten Fragen.

Interview: Du bist Illustrator des Buches „Der Sumpfmumpf und die Hoffnung“. Welche Erfahrungen konntest du bei diesem Projekt sammeln?

Dieses Projekt hatte etwas Besonderes an sich, da Alexandra das Buch für ihre krebskranke Freundin geschrieben hat und ihr mit dem Buch Hoffnung schenken wollte. Die Freundin hat den Kampf gegen den Krebs leider in der Entstehungsphase des Buches nicht mehr besiegen können.

Das hat mich wirklich getroffen, obwohl ich diese Person nie kennenlernen durfte. Spätestens ab diesem Zeitpunkt war mir klar: „Dieses Buch muss etwas ganz Besonderes werden!“ Alexandra hatte von Anfang an konkrete Vorstellungen für die Illustrationen z.B. ist Amelie, der Hauptcharakter des Buches, Alexandras Freundin, im Kindesalter nachempfunden.

Das war für mich gar nicht ganz einfach, anhand von ein paar alten Kinderfotos einen Charakter zu entwickeln. Außerdem war dies das erste Buchprojekt, bei dem ich nicht nur illustriert, sondern auch den Buchsatz gestaltet habe.

Amelies mit Luftballonring und Ventil aus dem Interview mit Thomas Handl
@Copyright Thomas Handl

Interview: Illustration, Design, Fotos, Videos – breit gefächert und vielfältig. Welcher Bereich macht dir besonders viel Spaß und warum?

Mit Illustrationen und Zeichnungen hat meine Liebe zum kreativen Gestalten begonnen. Illustrieren macht mir den größten Spaß, da einem keinerlei Grenzen gesetzt sind und man so unwahrscheinlich viele Techniken und Möglichkeiten hat, ans Ziel zu kommen.

Interview: Kreativität ist ein tolles Element, aber nicht alles. Was macht den Menschen hinter dem Künstler Thomas aus? Welche Hobbys begleiten dich?

Neben den ganzen kreativen Tätigkeiten ist meine Familie der größte und schönste Punkt in meinem Leben. Meine fast 2-jährige Tochter und meine Verlobte sind mein größter Anker. Sie geben mir Kraft und stärken mir den Rücken in jeder Situation, egal wie schwer sie ist. Zusammen werkeln wir im Hinterhofgarten und erfreuen uns an Tomaten, Gurken, Bohnen, Tomatillos, Chilis und vielem mehr. Das Gärtnern ist ein schöner Ausgleich zur Arbeit am Schreibtisch.

Ich habe das große Glück, das meine Hobbies sehr eng mit meiner Berufung verknüpft sind und so liebe ich es zu malen und zu zeichnen oder mit der Kamera unterwegs zu sein und tolle Momente festzuhalten.

Leider ist das Interview damit bereits beendet. Mehr über Thomas erfahrt ihr über Instagram bzw. seine Homepage. Mehr Infos zum Buch selbst findest du hier.

[Kurzinterview] 3-Fragen Talk mit Matilda Heinen

Illustratorin Matilda Heinen als Karikatur im Interview

Ob Zusammenarbeit mit Daniela Heinen, künstlerische Ambitionen oder Hobbys – Matilda Heinen, Illustratorin von „Das Geheimnis der fliegenden Weihnachtszeit“, stellt sich in diesem Interview knallharten Fragen.

Interview: Du bist Illustration und Coverdesignerin des Buches „Das Geheimnis der fliegenden Weihnachtszeit“ – ein gemeinsames Projekt mit deiner Mutter. Wie kam es dazu? Welche Erfahrungen hast du gemacht?

Na ja, ich wusste ja, dass meine Mutter ein Buch schreibt, und dafür einen Illustrator braucht. Irgendwann hat sie mich tatsächlich dann auch gefragt, ob ich diese Rolle übernehmen möchte.

Zum Hintergrund, ich habe schon immer gezeichnet und gemalt, und dementsprechend hatte die Mama die Idee, meine Zeichnungen für das Buch zu benutzen und das Ganze zu einem „Mutter-Kind-Projekt“ zu machen. Da ich zu dem Zeitpunkt nur Teilzeit gearbeitet habe, dachte ich mir nur: „Warum nicht?“  Also haben wir es umgesetzt.

Die Arbeit an sich war ein interessantes Erlebnis, und ich habe sehr viel dazugelernt. Besonders die Kommunikation hat einige Schwierigkeiten für mich bereitet, da ich es bis dato überhaupt nicht gewohnt war, so viel Input und vor allem so viele Vorgaben zu haben, die ich erfüllen musste.

Außerdem ist der gewählte Zeichenstil nicht der komfortabelste für mich, da ich eigentlich sehr selten Objekte zeichne. Aber im Endeffekt hat alles funktioniert und wir sind beide wirklich sehr glücklich mit dem Buch.

Interview: Ich bin neugierig. Wo bist du künstlerisch noch unterwegs? Was reizt dich daran?

Zusammengefasst: Ja. Ich mache so viele unterschiedliche künstlerische Dinge, dass es wirklich schwer ist, aus dem Stehgreif alles aufzuzählen. Meine liebsten Hobbys im künstlerischen Bereich: das Zeichnen (eigentlich immer nur digital), Malerei mit Acrylfarbe, Modellieren, Modellbau und Minifiguren 3D-Drucken sowie diese nachbearbeiten und anmalen für mein Hobby Pen and Paper.

Ab und zu nähe ich auch, aber nur relativ selten. Ich mache eigentlich immer irgendwas, nie bin ich nur am „Chillen“ im klassischen Sinne. Selbst beim Serienschauen bin ich dabei am Basteln oder Malen.

Interview: Kunst ist ein tolles Element, aber der Mensch so viel mehr. Mit welchen Hobbys lenkst du dich ab? Hast du eines davon besonders gern?

Wie oben erwähnt, Pen and Paper(Also Tabletop Rollenspiele mit Freunden) ist ein relativ großes Hobby von mir außerhalb von Kunst. Ansonsten spiele ich (mehr oder weniger regelmäßig) Tischtennis im Verein. Ich höre viel Musik und singe auch, allerdings würde ich das jetzt nicht so als vollwertiges Hobby zählen, da es oft parallel zu anderen, künstlerischen Hobbys läuft.

Zugegebenermaßen geht allerdings auch ein sehr großer Teil meines Tages für meine Ausbildung als Technischer Modellbauer sowie die Fahrt dorthin drauf, sodass ich relativ wenig Zeit habe, mich mit verschiedenen Sachen zu beschäftigen.

Was ich jedoch oft mache ist Kochen. Ich kreiere Rezepte und oft mache ich Pasta mit diversen Zutaten direkt im Teig selbst.

Leider ist das Interview damit bereits beendet. Mehr über Marlen erfahrt ihr über Instagram bzw. ihre Homepage.

[Kurzinterview] 3-Fragen Talk mit Lotte und Tobi

Autorin Daniela Heinen hält ihr Buch Das Geheimnis der fliegenden Weihnachtszeit in die Kamera

Lotte und Tobi, Hauptfiguren des Buches „Das Geheimnis der fliegenden Weihnachtszeit“ stellen sich in diesem Interview den wirklich wichtigen Weihnachtsfragen. Ob Schokokalender, Christkind oder Krippenspiel – wir wollen alles wissen.

Interview: Wie fandet ihr, dass Mama plötzlich keine Schokokalender mehr für euch gekauft hat?

Tobi: Als wir morgens aufgestanden sind und keine Schokokalender an der Wand hingen, haben wir erst gedacht, Mama hätte es vergessen.

Lotte: Ja, und da war ich richtig traurig und gleichzeitig auch dolle wütend!

Interview: Was dachtet ihr über Mamas Idee mit dem neuen, gemeinsamen Adventskalender?

Lotte: Ich fand das ganz, ganz doof! Weil ich erst dachte, ich bekomme dann nur einen halben Adventskalender.

Tobi: Ja, Mama musste uns ihren Adventskalender erst erklären. Aber als wir verstanden haben, dass für Lotte UND mich zusammen etwas in den Säckchen ist, war es okay.

Lotte: Genau. Und der erste Zettel war dann auch gleich richtig toll!

Illustration von Matilda Heinen für den 6. Dezember aus dem Buch Das Geheimnis der fliegenden Weihnachtszeit von Daniela Heinen

Interview: Bei euch kommt an Weihnachten das Christkind. Wie ist das bei euren Freunden? Glaubt ihr, dass der Weihnachtsmann nur eine Erfindung ist?

Tobi: Das ist unterschiedlich. Bei meinem besten Freund Kai kommt der Weihnachtsmann. Und bei meinem Freund Mohammad kommt gar keiner, der ist nämlich Moslem und feiert kein Weihnachten.

Lotte: Bei meiner Freundin Ami kommt das Christkind. Aber es ist ja auch egal, ob Weihnachtsmann oder Christkind!

Tobi: Genau! Mama hat gesagt, die beiden teilen sich die Arbeit. Weil es so viele Kinder auf der Welt gibt, dass sogar das Christkind mit allen Helferengeln es nicht schaffen würde, jedem ein Geschenk zu bringen.

Lotte: Genau. Und der Weihnachtsmann hat ja einen super schnellen Schlitten. Wegen den Rentieren und Rudolph mit der roten Nase. Damit kann er bestimmt viel schneller fliegen als das Chistkind mit seinen Flügeln, also übernimmt er bestimmt die Kinder, die ganz weit weg wohnen.

Interview: Ihr habt beide beim Krippenspiel in der Kirche mitgemacht. Warum?

Tobi: Ich mache das schon ganz lange.

Lotte: Ich auch!

Tobi: Ja, aber ich bin älter, also mache ich das länger. Ich finde das so schön an Heiligabend, wenn wir in die Kirche gehen und dann im Krippenspiel die Geschichte von Jesus Geburt erzählen können.

Lotte: Ja, und ich bin ein tolles Schaf. Und diesmal bin ich sogar die Schafchefin, weil ich das so gut kann. Alle anderen Schafe mussten mir hinterherkrabbeln.

Tobi: Es ist auch so feierlich. Die Leute in der Kirche haben sich dann alle so fein angezogen. Und wir singen ganz viele Weihnachtslieder. Das kribbelt vor Freude immer in meinem Bauch.

Lotte: Und außerdem vergeht der Tag dann schneller! Ich finde es nur doof, dass das Christkind immer genau in der Zeit kommt, in der wir in der Kirche sind.

Illustration von Matilda Heinen für den 9. Dezember aus dem Buch Das Geheimnis der fliegenden Weihnachtszeit von Daniela Heinen im Interview

Was liebt ihr an der Vorweihnachtszeit am meisten?

Lotte: Dass so viele Lichter in den Häusern leuchten. Und Plätzchen backen. Nein, am meisten liebe ich Weihnachtslieder!

Tobi: Ich mag am liebsten, dass wir in der Adventszeit versuchen, nur ganz wenig zu streiten. Und dass wir so viele Sachen zusammen machen. Und Weihnachtsbücher vorgelesen bekommen. Eigentlich mag ich an der Vorweihnachtszeit alles.

Lotte: Ich auch. Nur nicht, dass es so lange dauert, bis Weihnachten ist.

Interview: Wie geht es bei Euch denn nach Heiligabend weiter? Wie verbringt ihr den ersten und zweiten Weihnachtstag?

Tobi: Am ersten Weihnachtstag fahren wir mit Mama zu Oma und Opa. Die Oma kocht dann immer ganz leckere Sachen.

Lotte: Und das Christkind hat auch bei den Omas und Opas ein Geschenk für uns abgegeben!

Tobi: Am zweiten Weihnachtstag holt Papa uns ab. Nachmittags fahren wir dann zu der anderen Oma und dem Opa, also zu den Eltern von Papa. Da gibt es schon wieder leckeres Essen.

Lotte: Stimmt, wir essen jeden Tag woanders.

Tobi: Genau. Und dann bleiben wir ein paar Tage und Nächte bei Papa. Erst an Silvester bringt Papa uns wieder zu Mama.

Illustration von Matilda Heinen für den 24. Dezember aus dem Buch Das Geheimnis der fliegenden Weihnachtszeit von Daniela Heinen

Interview: Mögt ihr euch als Geschwister? Was findet ihr am jeweils anderen gut und was nervt euch?

Lotte: Ich mag Tobi meistens fast immer. Aber ich finde es doof, wenn er sich mit seinen Freunden trifft und ich nicht dabei sein darf. Und er will immer Fußball spielen, das finde ich langweilig!

Tobi: Dafür finde ich deine Tierfiguren langweilig! Und manchmal nervt es mich, dass Lotte nie stillsitzen kann. Immer redet sie und immer hampelt sie rum.

Lotte: Gar nicht wahr! Das machen nur mein Mund und meine Beine!

Tobi: Ich mag an Lotte, dass sie fast nie Angst hat. Und dass sie oft lustige Sachen sagt. Und dass sie die gleichen Weihnachtsbücher mag, die ich auch mag.

Lotte: Und ich mag an Tobi, dass er mir immer hilft, wenn ich etwas noch nicht alleine kann. Z.B. wenn ich etwas vom Schrank haben will, das zu hoch liegt. Oder wenn ich ein Buch vorgelesen bekommen will und Mama keine Zeit hat, dann liest Tobi mir vor. Das ist toll!

Leider ist das Interview damit bereits beendet. Mehr über Lotte, Tobi und Daniela erfahrt ihr über Instagram bzw. ihre Homepage.

Mehrere Exemplare des Buches Das Geheimnis der fliegenden Weihnachtszeit von Daniela Heinen im Interview