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[OnTour/Workshop] Sakana Matsuri 2018 – Luxusproblem Platz

Die Sakana Matsuri (HP) ist eine süße, kleine Con im Metronom in Berlin Tegel, die besonders denen entgegen kommt, die sich auf großen Events eher verloren fühlen. Auf ein Gebäude beschränkt und auf 3 Ebenen verteilt, wird hier einiges geboten. Dieses Jahr gab es unter anderem ein tolles Bühnenprogramm, Karaoke, verschiedene Workshops, Händler und Zeichner, erstmalig Shirtdruck mit dem Logo der Sakana, DDR-Dance und Light Painting. Kulinarisch wurde der geneigte Besucher durch die tollen Maids und Hosts von Sweet Heaven mit süßen Leckereien versorgt, herzhaft bei den japanischen Hausfrauen oder aber via kleinen Snacks direkt über den Imbiss der Sakana selbst.

Ich selbst besuchte die Con als Aussteller und Workshopleiter. Für mich persönlich meine mittlerweile 4. Sakana Matsuri. Die Con selbst gibt es zwar seit 2014, jedoch setzte ich 1 Jahr aus, genauer gesagt 2017. Bevor ich also zur diesjährigen Ausgabe komme, hier ein kleiner Vergleich meines Standes von 2014-2016. Den Bericht zur Erstausgabe 2014 findet ihr hier.



Egal, welches Jahr, die Sakana Matsuri (FB) ist und bleibt eher klein. Zwischendrin gab es zwar Veränderungen durch die Mitnutzung des Nebengebäudes, was jedoch, so mein Eindruck nicht gut ankam und nach 2 Jahren wieder verworfen wurde. Ich empfinde jedoch diesen kleinen Rahmen genau richtig. Andernfalls müsste die Sakana, wie viele andere Cons, ständig neue Locations suchen und mit anderen Kostenaufstellungen arbeiten.

Apropos Kosten, der Eintrittspreis für den regulären Besucher belief sich dieses  Jahr auf 9 €. Ich selbst benötigte durch meinen Stand zwar keine Eintrittskarte, empfinde die 9 € dennoch als zu viel. Die Con liegt, je nachdem wo man wohnt, nicht gerade um die Ecke. Zumindest ist man als Besucher recht schnell durch und die Umgebung bietet angesichts der Jahreszeit begrenzte Zusatzoptionen (generell begrenzt). Einen Teil der Besucher schreckte genau dieser Eintrittspreis ab. Es wäre also zu überlegen, ob nächstes Jahr eine Änderung Sinn machen würde. Ich möchte jedoch dennoch nicht unerwähnt lassen, dass im Eintrittspreis ein Verzehrgutschein enthalten war. Im Vorverkauf konnte man sich sogar 2 Verzehrgutscheine sichern.

Da wir gerade bei den Preisen sind, entgegen dem Eintrittspreis an sich, konnten sich die Preise für die Speisen echt sehen lassen. Egal ob beim Maid Cafe, den japanischen Hausfrauen oder dem Imbiss der Sakana selbst empfand ich nichts davon als zu teuer. Ich mein, 1,50 € für einen Schinkenkäsetoast ist ein Witz. Immerhin befanden sich auf diesem Toast Schinken, Käse, Salat, Zwiebel und Remoulade oder was das war. Die Nudelsuppe kostete auch nur 1,50 €. Zwar handelte es sich dabei vermutlich um die bekannten Fertigpackungen, aber man konnte seine Suppe mit Lauch, Kraut, Möhren, Ei, Tofu und Gewürz aufpeppen.

Nun aber genug der Vorworte und auf zum eigentlichen Bericht. Für mich begann die Sakana am Freitag mit dem Aufbau meines Standes und der Vorbereitung des Workshopraumes. Ich habe diesmal sogar daran gedacht Vorabfotos zu machen hihi.

Wie ihr sehen könnt, hatte ich dieses Jahr reichlich Platz. Ok, 2015 und 2016 nicht weniger, aber bedingt durch den veränderten Standaufbau und die neue Platzierung, fühlte es sich anders an als sonst. Problem an der Sache: Je mehr Platz, umso mehr Optionen. Dementsprechend zog sich der Aufbau natürlich in die Länge. Ihr wisst schon,  von A nach B schubsen, dann doch wieder zurück oder ganz woanders hin. Eben das übliche Chaos. Irgendwann hatte ich es jedoch geschafft, mir letzte Infos notiert und konnte den Heimweg antreten, um am nächsten Morgen relativ ausgeschlafen wieder auf der Bildfläche zu erscheinen.

Apropos, da es mir in dem Zusammenhang auffällt und ich es für wichtig erachte, Thema Aussehen. Natürlich entscheidet jeder selbst, was er trägt, ob er sich schminkt und so manches mehr. Jedoch ist es als Händler in meinen Augen umso wichtiger diesen Gedanken zu einem gewissen Teil zu ignorieren. Ich gebe offen zu selbst bereits ungeschminkt auf einem Event gewesen zu sein, aber prickelnd ist es nicht. Es muss kein Mega-Make-Up sein, ebenso wenig ein Abendkleid oder dergleichen. Hübsch angezogen und leichtes Make-Up  – fertig. Ich fühle mich besser, strahle das entsprechend aus und vermeide so auf Fotos auszusehen wie der letzten Honk. (Von dennoch unpassenden Winkeln und so mal abgesehen.)
Erfahrungsgemäß sind die Nächte vor und während Events eher kurz, da liegt es in meiner Verantwortung dem Kunden nicht gerade, um es überspitzt auszudrücken, eine lebende Leiche vorzusetzen. Glaubt mir, der Unterschied ist gewaltig. Ist man als Aussteller zugleich Cosplayer, bietet sich eine Verbindung beider Welten an. Achtet jedoch bitte trotzdem auf eure Gesundheit. Es bringt absolut nichts, wenn ihr DAS Megacosplay auspackt, aber am Ende zusammenklappt oder euer Gepäck nicht vom Fleck bewegen könnt. (Gilt auch für Autofahrer!)

Zurück zum Event selbst und meinen Eindrücken. Ich wusste anhand der Erfahrungen der letzten Jahre, dass es schwierig werden würde und leider sollte sich dieser Eindruck bestätigen. Versteht mich nicht falsch, finanziell gesehen lief es um einiges besser als 2015-2016, jedoch ist der kleckerhafte Besucherstrom überaus anstrengend. Für mich als Verkäufer fühlt es sich so an, als würde gar nichts passieren, obwohl etwas geschah. Natürlich freute ich mich dennoch über jeden Besucher, jeden Einkauf, all die lieben Worte und die zahlreichen Komplimente sowie bewundernden Blicke. Denn, so zumindest meine Meinung, schlimmer als fehlende Einnahmen, ist nicht bemerkt zu werden. Vielen Dank an euch. Danke dafür, dass ihr mich spüren lasst auf dem richtigen Weg zu sein. Danke, dass ihr mir den Mut gebt mich zu entwickeln. Danke, dass ihr bis zum Eventende immer wieder bei mir vorbei gekommen seid.

Neben meinem Stand, durfte ich im Rahmen der Sakana Matsuri einen Workshop leiten. Leider kann ich euch keine Fotos der fertigen Exemplare zeigen, jedoch zumindest den Raum selbst. Ihr seht, reichlich Platz für nähwütige Teilnehmer. Doch, gerade jene stellten sich als Knackpunkt heraus. Wieso? 3 €. Diese bescheidene Summe war Bedingung, um teilnehmen zu können. 3 Euro, die nicht zur persönlichen Bereicherung dienten, sondern zur Anschaffung für künftiges Material. Trotzdem verscheuchte genau dieser geringe Betrag Interessenten.
Wisst ihr wie mies sich das für mich als Leiter anfühlt? Wie weh mir so was tut? Klar, nicht jeder hat Geld. Ebenso kann sich der eine oder andere selbst etwas für 3 € nicht leisten. Alles kein Ding. Aber, reinkommen und schon nach dem Material greifen, aber abhauen sobald der Preis genannt wird – ich spare mir weitere Erklärungen. Die Teilnahmegebühr wurde vorher durch die Con selbst vermeldet und von mir zusätzlich mehrfach erwähnt. Glaubt mir, kein schönes Erlebnis. Hoffentlich passiert mir genau das nicht wieder.
Selbstredend besten Dank an meinen einzigen Teilnehmer, deine Geduld und für unser schönes Dauergespräch. Ich konnte mich schon lange nicht mehr so ausführlich auf einzelne Schüler konzentrieren. Schön, dass du durchgehalten hast. Viel Freude mit deinem kleinen Freund.

Danken möchte zusätzlich meinem Helferlein Ash, eine sehr liebe Person und ganz tolles Mädel. Du hast dich tapfer geschlagen, warst ständig da, hast dich jeweils ordnungsgemäß abgemeldet und mit mir geredet. Für mich ist es Luxus, echter Luxus, einen Dauerhelfer zu haben. Ihr müsst wissen, im Normalfall ist ein Helfer nur zeitweise bei mir, eben während der Kurse oder meiner Pausen. Ich bin Ash daher allein bereits deswegen sehr dankbar. Klasse, dass du dich vor dem Abbau ebenfalls nicht gedrückt hast. Dank dir erledigte sich dieser bedeutend schneller als normalerweise. 4 Hände schaffen eben doch mehr als 2.

Mein Gesamtfazit zur Sakana Matsuri 2018:

1. Pro
– lecker Essen zu angenehmen Preisen
– viel Platz als Händler
– freie Standgestaltung
– friedliche Besucher
– vorab verstärkt Werbung durch Postings
– immer erreichbare Orga
– angenehm warme Halle für Händler
– freier Eintritt für den Standhelfer
– Konzentration auf einzelne Schüler bei Kursen
– als Händler Aufbau am Vortag möglich
– je nach Verwurzelung in der Szene, Treffpunkt für viele Bekannte

2. Kontra
– Eintrittspreis
– schnell durch
– Entfernung je nach Wohnort
– schwindende Schüler bei Kursen mit Gebühr

3. Beides
– klein und gemütlich
– alles in einem Gebäude

Ich werde die Sakana Matsuri 2018 in guter Erinnerung behalten und das aus diversen Gründen. Solltet ihr noch Fragen haben, dann ab damit in die Kommentare. Ich schwelge derweil weiter in Erinnerungen. Vielleicht bin ich nächstes Jahr wieder dabei. Bis dahin könnt ihr euch mein Standvideo ansehen oder einen coolen Conbericht über die Facebookseite der Sakana.

 

[On Tour] 8. LAME Leipzig – KIein, aber fein mit toller Orga

LAME – das ist ein kleines, aber feines Event in Leipzig, welches aller 3 Monate im CVJM stattfindet. Es wird ein kleines Programm geboten, super leckeres Essen, Karaoke, Games, ein Gruppenfoto und vieles mehr. Das Event ist besonders für Besucher geeignet, die in die Szene eintauchen wollen, ohne sich erschlagen zu fühlen. Es ist einfach klein, aber fein. Speziell die Orga empfand ich im Vorfeld als super und immer da, wenn Fragen waren. Mein positiver Eindruck von ihnen wurde während der Veranstaltung selbst noch weiter gestärkt, aber dazu später mehr. Die Besucherzahl war überschaubar, was man leider auch bemerkt hat. Ich konnte mich zwar während des Events nicht wirklich umsehen, aber wenn ich denn mal dazu kam, schien ein Großteil der Besucher im Eingangsbereich zu sein bzw. draußen. Schade, denn dadurch herrschte anderswo flaute und ich persönlich fände es schöner, wenn man das ändern könnte. Es ist äußerst schade, wenn einzelne Bereiche weniger genutzt werden wie beispielsweise der Zeichnerbereich.

Ich war am 17.01.2015 erstmals auf dem Event in der Zeichnermeile vertreten. Wobei, Zeichnerbereich wäre treffender gewesen, denn am Ende saßen wir nur zu dritt dort. Ein weiterer Künstler hätte locker Platz gehabt, da die Tische ausreichend groß waren. Ich beispielsweise hatte mit anderen Tischen gerechnet, aber die vor Ort waren echt top dank ausreichend Platz und Stauraum. Ich würde mir auch, selbst bei solch kleinen Events, auf Dauer mehr Zeichner wünschen oder aber mehr Werbung vorab für sie. Eine klarere Beschilderung wäre auch super. Ok, man konnte sich nicht verlaufen, da die Räumlichkeiten überschaubar waren, und ein Schild war da, aber ein bisschen mehr geht immer. Speziell für uns als Künstler ist es schwer und bunte Schilder waren bzw. sind schon immer ein absoluter Hingucker. Das jedoch nur als allgemeiner Hinweis für alle Veranstaltungsbereiche ohne die Veranstaltung selbst schlecht zu machen. Was mich interessieren würde: Wo war eigentlich der Workshopraum? Der ging irgendwie völlig an mir vorbei.

Für mich selbst ging der Tag als Künstlerin sehr früh los, da ich einige Zeit brauchte, um zum ZOB zu kommen und mit dem Fernbus nach Leipzig zu fahren. Die Busfahrt selbst verlief, wie immer ohne Probleme und ich konnte, etwas Schlaf nachholen. Fernbuse an sich kann ich übrigens jedem empfehlen. Man bezahlt weniger für die Fahrt und schlafen lässt es sich dort auch prima. Ich zahle auf jeden Fall lieber weniger und fahre länger, als kürzer fahren und mehr zahlen. So oder so wurde ich in Leipzig von der lieben Vivi abgeholt, damit wir uns gemeinsam zum Event durchschlagen konnten. Aber he, dadurch habe ich die geilste Hauswand überhaupt gesehen. Und nein, nen Foto gibt es nicht. Schlussendlich fanden wir den Veranstaltungsort und wurden gleich liebevoll begrüßt sowie in den Zeichnerraum geführt, zusammen mit Luna Li. Luna Li ist eine echt tolle Künstlerin, die sehr viel Geduld hat. Im Raum angekommen begann ich sofort mit dem Aufbau und wurde dabei von Vivi unterstützt. Eine echt tolle Abwechslung, denn normalerweise muss ich das alleine machen. Nach einigem Gewusel und ein paar Verwirrungen war es geschafft und mein Stand fertig eingerichtet. Ich nutzte den vorhandenen Platz natürlich aus, denn normalerweise ist das nicht möglich und die Fläche begrenzt. Kleines Wort an die Veranstaltung: Danke, dass ihr da nicht streng wart und behaltet die Tische bei. Die sind für Künstler bestens geeignet.

Mein Kompliment geht an der Stelle erneut an die Orga, besonders wie oben angedeutet an die Helfer vor Ort. Ihr wart immer sehr gut gelaunt und hattet stets ein Lächeln auf dem Gesicht. Es gibt fast nichts Schlimmeres als extrem miesepetrige Helfer. Ein fettes Lob ebenfalls an eure Fürsorge während des Events. Immer wieder kamt ihr zu uns, um zu fragen, ob wir was brauchen würden, ob es gut geht oder wir hunger haben. So erlebte ich das bisher noch auf keinem anderen Event. Ok, so viele kleine Events habe ich noch nicht als Künstlerin besucht, aber speziell Elemente wie diese bleiben im Gedächtnis. Top Versorgung eurerseits. Ich musste auf diese Weise nicht laufen und konnte das Essen nicht vergessen. Apropos Essen, euer Futter war extrem lecker und saugünstig, wenn man es mit anderen Events vergleicht. Ich hatte zwar „nur“ den Obstsalat, einen Cupcake und eine Portion der Canapes, aber very gut oder so. Kompliment also auch an das Küchenteam. Ich weiß zwar nicht, ob ihr die Preise auf Dauer halten könnt, aber an sich kann ich die Speisen nur jedem empfehlen. So, genug vom Essen, zurück zum Stand.

Punkt 13 Uhr ging es los und die ersten Besucher strömten ins Gebäude, später auch nach hinten in den Zeichnerbereich. Neben vielen neuen Gesichtern traf ich einige Freunde wieder bzw. Bekannte. Übrigens einer der tollen Nebeneffekte kleiner Events, da man sich auf den großen Events mitunter erst gar nicht findet oder aber findet, aber keine Zeit für Gespräche sind. Diese Zeit hatte ich aber diesmal, sei es mit Freunden, Kunden oder aber meinem Standhelferlein Vivi. Menschlich gesehen also absolut schicki. Besonderen Dank möchte ich an die beiden Jugendlichen richten, die immer wieder kamen und Lose kauften. Ich weiß zwar leider nicht wie ihr heißt, aber toll das es euch so gefallen hat. Insgesamt liefen die Geschäfte sehr schleppend und nicht wirklich lohnend. Ich wurde bereits während des Events den Eindruck nicht los, dass das ohnehin geringe Angebot meinerseits hätte noch geringer sein können und ich wäre vermutlich trotzdem nicht alles losgeworden. Versteht mich nicht falsch, ich erwartete keinen Riesengewinn, aber nen bissl mehr wäre schon schön gewesen. Wie dem auch sei, Einahmen hin oder her, ihr als Besucher wart trotzdem klasse und deswegen danke ich auch euch für die lieben Worte und euer Interesse. Auch wenn ihr nicht immer etwas kauftet, so konnte ich euch doch ein Lächeln ins Gesicht zaubern und euren Tag versüßen.

Cool war auch die Aktion mit dem Gruppenfoto, zudem alle rangeholt wurden die wollten. Bei jeder LAME wird ein solches gemacht. Die Teilnehmer versammeln sich dazu an der Rückseite des Gebäudes und durften einmal grinsen. Ich persönlich finde das super, denn so manches Event möchte zwar gern ein Gruppenfoto haben und führt das eventuell sogar als Programmpunkt, aber am Ende kommt es aus diversen Gründen nicht dazu. Beim Gruppenfoto kam übrigens selbst der Hauptgewinn meiner Tombola mit aufs Bild. Die Gewinner hielten das Shinyditto nach oben. Fand und finde ich immer noch cool. Bin ja mal gespannt, wie das am Ende auf dem Foto aussehen wird. Im Gedächtnis blieb mir auch ein kleines Mädchen, welche als Elsa verkleidet mit ihrem Papa da war. Die war echt so süß. Wie sich nicht traute was zu sagen, und selbst wenn sie es tat, dann so derbe unschuldig … Karies pur sag ich nur. Ebenfalls im Gedächtnis blieben die Reaktionen mancher Cosplayer auf das Schälchen mit den Gratissüßigkeiten bei mir am Stand. Die nehme ich zwar in letzter Zeit immer wieder mal mit, aber für gewöhnlich bekomme ich die süßen Reaktionen nicht mit.

Irgendwann geht selbst die schönste Zeit zu Ende, damit auch die LAME selbst. Am Abend hieß es für mich Sachen packen und langsam Richtung Heimat bewegen. Schließlich hatte ich noch eine etwas weitere Reise vor mir. Danke an der Stelle für die leckere Bowle zum Schluss. Danke für die lieben Helferlein und die ständigen Rückfragen während des Events. Danke an mein Helferlein Vivi. Danke überhaupt für alle Erlebnisse während des Events. Es war echt ne schöne Zeit und ich kann das Event bedenkenlos empfehlen, aber als Künstlerin ist es für mich aus wirtschaftlicher Sicht nicht interessant. Aber man soll niemals nie sagen, wir sehen und sicherlich wieder.

[On Tour][Workshop] Contopia 2015 – ein letztes Mal

Huch, ich sollte mir angewöhnen die Berichte gleich zu schreiben und es nicht schleifen lassen XD. Nun ist die Contopia in Dortmund bereits eine Weile her und ich habe meine Eindrücke dazu immer noch nicht geschildert. Was ist die Contopia überhaupt? Nun, auf jeden Fall eine Convention, allerdings eine Convention die dieses Jahr letztmalig stattfind und keine Neuauflage erfahren wird. Nach nun mehr 10 Jahren Orgastreß voller Erlebnisse unterschiedlichster Art legt der Organisator seine Arbeit nieder. In den letzten 10 Jahren machte die Contopia einiges durch, bot viele Highlights und wird den meisten noch lange im Gedächtnis bleiben. Wer mehr über die Con wissen will, schaut doch einfach auf deren Homepage, Animexx und bei den üblichen Verdächtigen vorbei. Ich möchte euch zur Abwechslung nicht mit unnötigen Infos zuspammen.

Für mich selbst war die Contopia eine der kompletten Arbeitsconventions, sprich mit Stand und Workshop sowie vorheriger Helfersuche und einer Anfahrt via Fernbus. An sich also wie immer. Die Contopia fand vom 6. – 7. Juni statt und bot an allen Tagen ein volles Programm. Unter anderem konnte man Klassiker wie Showacts bewundern, an Wettbewerben teilnehmen, Workshops besuchen oder aber die zweite Minibühne nutzen. Wir Künstler fanden unsere Plätze im Eingangsbereich, sodass die Leute dort als Erstes durchmussten. Witzigerweise hier eine versteckte Info: Es gab vorher keine Standzuweisungen. Wirklich, niemand hatte die einzelnen Parteien eingeteilt. Yes, holt die Ellenbogen raus und stellt die Kulleraugen an. Quatsch, hört sich schlimmer an, als es ist. Ich für meinen Teil hatte bei Ankunft freie Bahn, da wir recht früh ankamen. (Ich hatte bei einem sehr lieben Freund übernachtet.)

Abgesehen davon bestand meine Aufgabe darin für meine allerliebste Mangaka und Göttin JD-Ayane* den Platz neben mir zu besetzen, da wir beieinandersitzen wollten. Fläche für mein Helferlein Taku* wollte und musste ebenfalls geschaffen werden. Insgesamt präsentierte sich der Eingangsbereich bei meiner Ankunftszeit noch als recht leer. Prima, umso mehr Ruhe für den Aufbau zwischen dem Gewusel der restlichen Helfer. Diesmal fand ich schneller als sonst zum Ende und war noch „weit“ vor den Besuchern fertig, konnte sogar ein wenig schwatzen und echt entspannt den Tag angehen. Danke an der Stelle an die Mädels vom Nachbarstand für das Tüchlein. Nur mit den Postern im Hintergrund wäre es doch etwas seltsam geworden.

Die Besucher selbst erschienen wenig später auf der Bildfläche, wenngleich weniger zahlreich als erwartet. Kein Wunder bei mehreren, unterschiedlich großen Conventions an einem Wochenende. Ungeachtet konnten wir als Zeichner aufgrund unserer Position die vorbeigehenden Cosplayer bestens beobachten. Zudem nähte ich nebenher ein wenig und zeichnete, um die zur Verfügung stehende Zeit zu nutzen und nicht wie der letzte Depp auszusehen. Seien wir ehrlich, die Kauflust der Besucher hielt sich in Bezug auf die Anzahl. Der Grund dafür wurde weiter oben beschrieben. Dennoch habe ich mich über jeden Besucher gefreut und liebe euch für eure süße Art. Ihr seid echt immer wieder oberniedlich und nicht zu verachten. Nebenher konnte ich auf diese Weise mit meinem Helferlein quatschen und die coole Ayane anhimmeln XD. Zudem bot mir speziell Taku die Gelegenheit hin und wieder die Gegend zu erkunden, da wir uns für diesen Tag keine konkrete Vertretungszeit ausgemacht hatten. Für mich eine willkommene Abwechslung, denn normalerweise komme ich nur während meiner Workshops oder aber einer festgelegten Zeit weg. Insgesamt verlief der Consamstag ruhig und ohne besondere Ereignisse.

Hingegen sollte der Sonntag, was ich da aber noch nicht wusste, zu einer halben Katastrophe werden, dazu später mehr. Die Nacht von Samstag auf Sonntag – so schnell werde ich die nicht vergessen. Um Zeit zu sparen, übernachteten wir auf dem Congelände. An sich nichts Schlimmes, aber wenn du frierst und von zwei Seiten angeschnarcht wirst, ja dann sieht es anders aus. Da brauchte selbst ich zur Abwechslung morgens einen Kaffee. (Normalerweise trinken ich keinen. Es sagt also einiges aus.) Nun denn, Nacht hin oder her, zurück zum Geschäft und den wichtigen Dingen des Lebens oder auch Tag 2 der Convention. Aufbauen musste ich heute, im Gegensatz zu gestern, nicht mehr, maximal ein wenig umräumen und auffüllen, da die Tombola Federn gelassen hatte. Jedoch, nicht nur die Tombola hatte Federn gelassen, auch mein Helferlein. Eigentlich sollte Taku mir heute wieder aushelfen, eigentlich zumindest. Irgendwann, gefühlt nach einer halben Ewigkeit, kam ihrerseits die ersehnte Rückmeldung. Wecker überhört + Fahrzeit lang = ich ohne Helfer. Super, so mitten im Tagesablauf und ohne die Chance darauf die innere Panik ausbrechen lassen zu dürfen. Wen nehme man jetzt auf die Schnelle? Ein anderer Händler? Eher ungünstig. Einen anderen Künstler? Nicht wirklich. Ein Helfer? Bingo. Danke an die liebe Maus, die sich spontan bereit erklärte mich zu vertreten und mir auszuhelfen. Ich hoffe, ich hab dich damit nicht überfordert.

Katastrophe 1 überstanden, kommen wir zu Katastrophe 2 – immer noch im Workshopbereich. Es zeigte sich auch hier, dass ich einmal mehr den Raum selbst komplett vorbereiten muss, obwohl in meinen Augen die Convention in den Pausen zwischen den einzelnen Kursen selbst dafür zu sorgen hat, zumindest was Tische und Stühle angeht. Beides durchaus vorhanden, aber die Tische am Rand und die Stühle in der Mitte. Sprich, bereits anwesende Workshopschüler einbinden, runter zur Orga. Ich hoffe, dass sich das nicht zu einer Epidemie entwickelt. (In vergangenen Berichten zeigte sich dieses Problem ebenfalls.)

Einmal mehr konnte ich in dem Fall jedoch auf die Unterstützung meiner Schüler bauen, sodass sich die Verzögerung in Grenzen hielt und wir fast pünktlich beginnen konnten. Zwei von meinen Schülern kannte ich diesmal sogar bereits aus dem Dangokurs während der Chizuru (Bericht). Die beiden wollten unbedingt noch mal mitmachen und hatten sich den Termin deswegen vorgemerkt. Ich persönlich finde das echt süß, denn Wiederholungstäter hatte ich bisher nur zur Hanami (Bericht) dieses Jahr. Die Menge an Schülern hielt sich diesmal in Grenzen. Nicht, dass niemand kam, im Vergleich zu bisherigen Kursen war‘s jedoch schlicht weg ruhiger.

Nach dem Kurs ging es für mich zurück zum Stand, um dort erneut Besucher glücklich zu machen und meine Vertretung abzulösen. Schließlich wollte ich die letzten Stunden genießen. Der restliche Tag verlief ohne Katastrophen und ich konnte in Ruhe die Contopia ausklingen. Zwischendrin blieb sogar minimal Zeit zum Stalken und Mäuschen spielen bezüglich Bühne. Dazu komme ich während einer Arbeitscon normalerweise ebenfalls nicht. Doch, so schön wie das alles war und so süß die letzten Besucher waren, es half nichts, die Contopia schloss ihre Tore, und während die Besucher bereits ihren Heimweg antraten, arbeiteten wir noch fleißig. Die Helfer ab, beseitigten Müll und unternahmen auch sonst alles, damit die Arbeiten zügig erfolgten. Ich schloss mich dem nach dem Abbau meines eigenen Standes ebenfalls. Es ist echt bewundernswert wie effektiv und schnell eine Con in sich zusammenfällt und man das Gebäude plötzlich anders wahrnimmt. Kompliment an der Stelle an die Helfer. Danke für euch und eure Mühen. Danke auch die leckere Pizza für alle, selten so satt gewesen. Und nicht zu vergessen danke für die lustige Verteilung übrigen Sachen am Ende. Viel mehr gibt es an der Stelle nicht zu erzählen. Die Rückfahrt am nächsten Tag erspare ich euch XD.

Fazit der Con:
K
lein, süß und gemütlich. Für mich persönlich unterschied sie sich nicht von anderen Cons, jedoch weiß ich welch emotionaler Wert für viele der Helfer in ihr steckt. Es ist schade, dass es die Contopia in Zukunft nicht mehr geben wird, aber ihr habt eure Erinnerungen, tolle Momente und das Wissen anderen eine tolle Zeit ermöglicht zu haben. Für mich selbst hat sich die Con sich die Con aus wirtschaftlicher Sicht erstmals nicht gelohnt, da keinerlei Gewinn raussprang, eher im Gegenteil. Wie es gewesen wäre, wenn weniger Cons an diesem We gewesen wäre? Wer weiß…

PS: Ich durfte zur Contopia erstmals Maki-Sushi und das ist so lecker. Jer, jetzt kenne und liebe ich 2 Sorten aus dem Bereich. Privater Randomfakt ende.

[On Tour/Workshop] Franco 2015 – Ist das Workshopraum 1?

2015 war das Jahr der neuen Conventions und fremden Ecken Deutschlands. Als eine der Stationen innerhalb dieser Reise, enterte ich erstmals die Franco. Die Franco ist eine süße Eintagescon in Bamberg und lockt mit einem breiten Angebot aus Showacts, diversen Wettbewerben, Bring & Buy, Maid Cafe, Workshops und mehr. Die Wege zu den einzelnen Punkten zeigten sich als erfreulich kurz, da alles in einem Gebäude stattfand und keine Megastockwerke dazwischen standen. Ich selbst stand mit den anderen Händlern im großen Eingangsbereich, der wirklich einiges an Platz bot. Leider war es uns als Händler nicht möglich Säulen oder aber Wände zu benutzen. Ich würde mich freuen, wenn sich in dem Punkt in Zukunft etwas ändert, denn Banner wirken erst hinter dem Künstler wirklich gut und Regale mitnehmen ist aufgrund der Entfernung und Mobilität nicht immer möglich. Es gibt mittlerweile genug Optionen für Klebeflächen ohne Rückstände zu hinterlassen. Sicherlich ist das Spannen von Schnüren ebenfalls eine Idee, aber dafür werden Befestigungsoptionen benötigt. Wie dem auch sei und ehe ich ausschweifend werde, weiter im Text.

Meine Anreise begann bereits am Freitag, da dafür doch einige Stunden draufgingen und alles andere Selbstmord gewesen wäre. Zum Abend hin erreichte ich nach einer, sagen wir mal sehr verschlafenen Fahrt, Bamberg und wurde dort von der lieben Foxsister sowie Federvieh im Empfang genommen. Zur Erklärung: Ich schlief das erste Mal bei einer anderen Künstlerin. OMG, mein erstes Mal und dann noch so liebe Mädels. Klar, dass der Abend nicht stupide ausklingen konnte, sondern beim Griechen endete. Allerdings, preislich nicht unbedingt etwas für den kleinen Geldbeutel. Versteht mich nicht falsch, jeder soll leben und leben können, wer jedoch sehr genau seine Finanzen im Auge behalten muss, der kommt an seine Grenzen. Ich entschied mich letztendlich für eine leckere Pizza, die sich echt sehen lassen konnte. Danke Mädels für diesen tollen Einstiegsabend mit euch.

Da jedoch, bei aller Freude, der Mensch so etwas wie Schlaf benötigt und selbst nachtaktive Künstler sich dem beugen müssen, ging es später zurück zur Wohnung und den letzten Vorbereitungen für die morgige Con. Dinge wie Kakaokarten beschriften, Listen ausdrucken und umräumen standen unter anderem auf den Plan. Die Nacht selbst verging viel zu schnell und der Wecker klingelte gefühlt viel zu früh. Narf, immer diese unmöglichen Uhrzeiten. Aber he, der Kakao am Morgen, super lecker. Danke an der Stelle für die Gastfreundschaft Foxi, inklusive Freund versteht sich. Danke für die Fahrerei mit dem Auto. Wer Conventions aus der Sicht eines Händlers oder Künstlers erlebt hat, der weiß aus eigener Erfahrung, dass diese einiges dabei haben können und irgendwann wird es einfach umständlich.

Später als ursprünglich beabsichtigt konnte unsere muntere Truppe endlich Richtung Convention starten und ein Alltag der etwas anderen Sorte beginnen. Mein Platz befand sich direkt im Zentrum des Eingangsbereiches, mit Blick auf die anderen Händler, rauf zum Bring & Buy und runter zu den Zeichnern. Nun, das wirkliche Chaos entstand erst jetzt, denn alles raus aus dem Koffer, hin und her räumen, ist nicht wirklich die beste Methode. Decke rauf, Decke wieder runter, Dango da, Sticker hier – gleiches Spiel und Ergebnis. Jedoch, man mag es kaum glauben, am Ende stand alles fast pünktlich, abgesehen von der Deko, an seinem Platz. Letztere fand unter den Augen der Besucher ihren Weg an die entsprechenden Stellen. Insgesamt betrachtet gestaltete sich der Aufbau, wie immer eigentlich, als chaotisch und eine Stunde als viel zu knapp, aber das Endergebnis passte zumindest in meinen Augen zu mir und meinem Wesen.

Jetzt wo alles stand, konnte ich mich komplett auf die Besucher konzentrieren und ihnen helfen. Die Besucher der Franco selbst zeigten sich interessiert, fragten nach und erkundigten sich, zeigten sich insgesamt jedoch als absolutes Neuland und die Kaufkraft hielt sich in Grenzen. Soweit wie ich es sehen konnte, sind Händler mit angebotenen Waren wie den meinen, eher in der Unterzahl. Ich würde mir da mehr Vielfalt wünschen, denn das was ich sonst an Händlern sah, glich in großen Teilen dem was von anderen Cons bekannt ist. Dennoch verbuche ich die Franco für mich als Erfolg, da ich diese erstmals besuchte, an sich soweit alles stimmte und vorher aus diesem Grund kein Vergleich möglich war.

Ich war jedoch nicht nur als Händler da. Nein, die Con lud mich vorab dazu ein einen meiner Workshops zu halten. Getreu dem Jahresthema sollten es Dangos sein. Während mein Helferlein mich vorne am Stand vertrat, machte ich mich auf den Weg nach hinten in den Workshopraum. Jor, genau da lag der Hase im Pfeffer. Wieso? Nun, ein Nähkurs benötigt Arbeitsfläche, Stühle und Tische, nach Möglichkeit noch Ablagefläche für das Material. Dumm nur, wenn all diese Dinge an sich zwar da sind, aber nicht aufgebaut. Klar, nicht jeder Kurs braucht Tische, aber dennoch erwarte ich von einer Con, dass zwischen den Kursen genug Zeit ist, um den Raum für den nächsten Leiter vorzubereiten. Es ist und kann nicht Aufgabe des Kursleiters sein, sich auch noch darum kümmern zu müssen. Dinge wie diese gehen von der Kurszeit ab und je nach Thema kann das richtig böse ausgehen. Gott sei Dank zeigten sich meine Schüler dem gegenüber als nicht übel nehmend und seitens der Con wurde schnell reagiert, sodass kurz darauf alles seinen gewohnten Gang nahm. Zunächst Begrüßung, Nachfrage wer das Thema kennt, Hinweis aufs Material, Hinweis auf die Spendenkasse und co. Irgendwo ist es ja doch immer gleich. Der Kurs selbst war sehr gut gefüllt und mit zahlreichen Teilnehmern besetzt, unter anderem auch Jungs. Klasse, dass ihr euch ebenfalls traut.

Leider konnte ich keines der Ergebnisse fotografieren, aber ihr könnt euch sicher sein, dass echt zauberhafte Exemplare entstanden und jeder auf seine Weise besonders ist. Aufgrund der Selbstständigkeit der Schüler und deren schneller Auffassungsgabe blieb Zeit für das ein oder andere persönliche Gespräch. Kompliment übrigens an die weniger Näherfahrenen der Runde. Ihr habt euch wacker geschlagen. Danke auch für eure Rückmeldung bezüglich des fehlenden Materials. Ich werde mich sobald wie möglich darum kümmern bzw. ist ein Teil davon bereits umgesetzt. Ein Hinweis an die Con selbst: Bitte sorgt in Zukunft für Ventilatoren oder Ähnliches, insofern möglich. Die Luft im Workshop war, im Vergleich zum Rest, anstrengend. In dem Zusammenhang ebenso ein Hinweis an den Futterbereich: Die Nudelpfanne ist im Preis echt heftig gewesen, denn die bekomme ich für weniger im normalen Handel, inklusive Fleisch. Schade, dass diese zur Zeit meines Workshops bereits ausverkauft war, denn ich hätte sie mir trotzdem geholt, da ich einfach mal massiven Hunger hatte, aber vorher nicht dazu kam. Eventuell wäre es von Vorteil die Menge der einzelnen Sachen entsprechend dem Verhalten der Besucher anzupassen. Danke in dem Zusammenhang noch mal an meine Schüler. Ich musste zwischendrin ja doch das eine oder andere Mal raus.

Viel zu schnell verging die Zeit und für mich hieß es zurück zum Stand, meine Helferlein ablösen, nachfragen wie es lief und meinen Platz wieder einnehmen. Ok, Zeit für einen kurzen Erkundungsgang blieb ebenfalls. Kurz ist hier das Stichwort. Das Händlerangebot überzeugte nicht wirklich, Bring & Buy schloss zu dem Zeitpunkt bereits und erste Zeichner flogen aus. Apropos Zeichner, recht abgeschottet unten im Keller. Ich würde mir für nächstes Jahr, trotz des direkten Blickes auf den Bereich, ein cooles Schild oder Ähnliches wünschen, um den Bereich aufzupeppen. Schließlich ist der beste Künstler ohne Besucher nichts. Die letzten Momente bei mir am Stand waren eher ruhig und gesittet. Der ein oder andere schaute noch vorbei, man sprach miteinander und ließ den Tag ein wenig Revue passieren. Überraschenderweise drückte mir einer der Helfer eine niedliche Dankesurkunde in die Hand, super süße Idee übrigens, und später eine der Orgas einen Umschlag mit einer kleinen Überraschung in die Hand.

Ersteres kannte ich bisher gar nicht und zweiteres ist in dem, was es gab, quasi eine absolute Ausnahme. So schön, wie es auch immer ist, irgendwann folgt das, was immer kommt – der Abbau. Während meine lieben Zeichnermädels ihre Sachen von unten bereits raufbrachten, war ich noch mittendrin. Der Abbau als solcher ging jedoch schneller und nahm weniger Zeit in Anspruch, sodass wir schließlich den Heimweg antreten konnten, um den Abend ruhig ausklingen zu lassen. Sorry Leute, aber nach einem harten Contag stand uns nicht mehr der Sinn wie ursprünglich geplant wegzugehen, sodass der Abend mit einem sehr schönen Film vor dem Fernseher endete und einen Tag später das Wochenende selbst mittels Heimfahrt dank Flixbus.

Insgesamt ist die Franco eine süße Eintagescon, die einiges zu bieten hat und für Fans in der Region eine klasse Anlaufstelle. Ein paar Punkte wie nicht nutzbare Wände, die Raumausstattung bei Workshops oder aber Speisenverhältnisse lassen sich anpassen. Für mich als Händler ist die Franco durchaus eine Con, die ich im nächsten Jahr wieder besuchen könnte. Eine meiner Schülerinnen will mich auf jeden Fall wieder da haben XD.

[On Tour] Comicmesse April 2015 – gaaaanz viele Comics

Comicmesse? Moment mal, Comics und meine Produkte, passt das überhaupt? Und was ist die Comicmesse überhaupt? Nun, die Comicmesse ist ein süßes Event für Comicfans in Berlin, die im Frühjahr und im Winter stattfindet. Sie widmet sich dem Thema Comics und ihren Künstlern sowie ein wenig dem Mangabereich, Hauptaugenmerk ist und bleibt jedoch die Comicwelt selbst. Im Ellington Hotel können dabei auf verschiedenen Etagen unterschiedliche Künstler bewundert, wobei der Großteil der Anbieter, gesehen von der Maße her, im oberen Bereich sitzt. Viele Künstler zeichnen live vor Ort und erzählen euch von ihrer Arbeit. Schaut doch einfach bei der nächsten Veranstaltung vorbei. Meines Wissens nach findet die nächste Comicmesse am 28. November dieses Jahr statt. Perfekt also, ehe es in die Winterpause geht.

Trotz dieses Themenunterschiedes beschloss ich einmal testweise die Comicmesse als Aussteller zu besuchen, ursprünglich zusammen mit der Künstlerin DanseMacabre- dark romance. Letztere konnte am Ende zwar nicht, aber vielleicht klappt es ja ein anderes Mal. Die Kommunikation im Voraus verlief absolut zufriedenstellend und problemlos. In dem Punkt ist die Comicmesse empfehlenswert. Das gleiche Bild zeigte sich bei meiner Ankunft im Gebäude und der Platzzuweisung. Dankenderweise saßen die Mangakünstler auf einem Fleck und nicht verstreut. Im Falle einer Verstreuung befürchte ich, dass sie untergegangen wären, da das Hauptaugenmerk nun mal auf Comics liegt. Durch die Abwesenheit meiner Mitstreiterin hatte ich den Tisch gänzlich für mich und die Fläche war absolut top. Ich konnte auf jeden Fall alles unterbringen und musste nichts stapeln.

Ungeachtet der Fläche muss ich an der Stelle doch einen negativen Punkt aufführen. Die Comicmesse geht nur 4 Stunden und ein Tisch kostet 45 €. Für kleine Händler wie mich ist das viel Geld und angesichts der Länge und des Themas eher unwirtschaftlich. Wer also den kleinen Mangabereich bei einem der kommenden Events verstärken möchte, der sollte über eine Kooperation mit einem anderen Künstler nachdenken, um die Kosten etwas zu strecken. Inzwischen weiß ich durch eine Rücksprache was in etwa die Veranstalter für Kosten haben und das Hotel als Veranstaltungsort möchte ebenfalls sein Geld haben, aber dennoch wäre eine allgemeine Senkung oder aber Unterteilung nicht verkehrt. Jedoch bringt das natürlich nichts, wenn der Veranstalter hinterher dadurch weniger Einnahmen verbuchen kann und dadurch seine Unkosten nicht mehr decken.

Ebenfalls eine Idee Wert wäre die Option den Zeichnern zu ermöglichen hinter sich ihr Banner, Poster oder Ähnliches aufhängen zu können. Es gibt zwar Wandflächen, diese sind jedoch immer sehr schnell weg und damit unerreichbar. Ebenso weiß ich, dass es noch mehr Kosten verursachen, würde entsprechende Stellwände oder Ähnliches zu besorgen. Es wäre dennoch schön, wenn es in Zukunft für den Mangabereich eine entsprechende Lösung gäbe. Gerade im Zeichnerbereich kann man mit einer zusätzlichen Präsentation hinter sich einiges erreichen. Ansonsten ist es schon ein wenig ungünstig vor sich einen Händler zu haben, der entsprechend hoch baut, um seine Ware unterbringen zu können. Vielleicht wäre es in dem Zusammenhang sowie in Bezug auf das Wandproblem gut, die Mangazeichner eher in den Eingangsbereich zu setzen. Auf diese Weise könnten Zeichner beispielsweise mittels Steckregalen selbst für zusätzliche Fläche sorgen, ohne die Personen hinter sich zu verdecken.

Doch, genug von der Kritik an der Stelle, denn es war bei weitem nicht alles negativ. Bedingt durch die Tischbreite konnte ich mich natürlich ausbreiten, sodass sich das Gesamtbild am Ende von bisherigen Ergebnissen unterschied. Zusätzlich hatte ich mir eine kleine Arbeitsfläche freigehalten, um in dieser Zeit nähen zu können. Ich persönlich bevorzuge es auf diese Weise meine Arbeit live zeigen zu können. Abgesehen werden so stumpfes Rumsitzen verhindert und die Leute zu Fragen angeregt. Die Besucher der Comicmesse selbst waren äußerst nett und interessiert. Insgesamt gesehen kam ich mir mit meinen Handwerkssachen dennoch ein wenig fehl am Platz vor, zumal ich die Einzige in der Form gewesen sein dürfte. Ich denke, als reiner Mangazeichner hat man da doch eher Erfolg. Die Masse an zu verkaufenden Comics war riesig. Ich konnte selbst zwar nicht wirklich schauen, aber das was ich sah, ließ sicherlich einige Herzen höher schlagen. Für Comicfans ist diese Messe wirklich ideal. Ein wenig schade fand ich, dass auch hier Plüschfiguren zu Animes sowie entsprechende Figuren und co kaufbar waren. Speziell diese Produkte findest du auf jeder Con und ich würde mir seitens der Händler mehr Vielfalt wünschen. Mir ist klar, dass einerseits Ware erst gekauft werden muss und es Geld kostet, anderseits war nichts Neues dabei. Dies tat der allgemeinen freundlichen Atmosphäre des Events keinen Abbruch. Hier fühlte sich wirklich jeder wohl.

An der Stelle erneut eine kleine Anregung meinerseits. Über Facebook und co wurde vorher entsprechend Werbung gemacht, aber da ist noch Luft nach oben. Hier könnte man die Bewerbung vorab steigern und mehr rausholen, damit nicht nur Stammbesucher wissen, was geht und ständig neue Leute angelockt werden. In dem Zusammenhang wünsche ich mir eine breitere Bewerbung des Mangaanteils des Events. Keine Sorge, sie soll sich nicht komplett darauf beschränken, denn es ist nun mal eine Comicmesse und wird es auch bleiben, aber ohne Werbung keine Wirkung. Möglichkeiten wären hier beispielsweise eine Vorstellung der Mangazeichner oder aber eine allgemeine Beschreibung zu den anwesenden Personen. Ich bin der Meinung, dass man dadurch vorab Mangafans dazu animieren, kann die Messe zu besuchen und sich in dem Zusammenhang über Comics zu informieren. Ich persönlich kann mit Comics wenig anfangen, weiß aber von einigen, dass sie diese sehr mögen. Allerdings kenne ich die Möglichkeiten der Messe nicht und weiß von daher nicht, inwiefern da eine entsprechende Werbung möglich ist. Der Ansatz dazu ist auf jeden Fall supi.

Cosplayer konnte ich ebenfalls entdecken. Nicht viele, aber es waren welche da und ein paar Ausnahmen von ihnen direkt, passend zum Thema, als Comichelden. Insgesamt hatte ich in meiner Zeichnerecke viel Spaß und konnte neben meiner Näharbeit und anwesenden Kunden interessante Gespräche führen. Schade, dass ich bei meinen Mitkünstlerin nicht wirklich ausgiebig schauen konnte. Ich muss mir dafür, wenn ich denn noch mal da bin, echt mehr Zeit nehmen. Die Zeit selbst verging mal mehr und mal weniger wie im Fluge. Am Ende kam jedoch das, was immer kommt, der Abbau des eigenen Standes. Jedoch nicht nur ich, sondern auch der aller anderen Stände und Gegebenheiten im Gebäude. Die Veranstaltung wurde quasi noch am Tag komplett aufgelöst. Kompliment an der Stelle für den reibungslosen Ablauf. (Zumindest hab ich den noch als reibungslos in Erinnerung.)

Fazit:
Bei mir bleibt ein gemischtes Gefühl zurück. Zum einen war es eine interessante Erfahrung mit reibungsloser Kommunikation und neuen Eindrücken, andererseits gibt es noch Verbesserungsmöglichkeiten, um das Event weiter zu optimieren. Als Mangazeichner hat man es innerhalb des Events schwer, als Comicfan jedoch könnte man keinen besseren Ort finden. Stöbert doch einfach nächstes Mal selbst durch die bunten Hefte.

[On Tour] Ongaku Matsuri Sommer 2015 – Platz ist eine Sache für sich

Die Ongaku Matsuri ist in Berlin und Umgebung als Animedisco bekannt, welche jeweils im Winter und im Sommer stattfindet. Dabei lockt die Winterausgabe zusätzlich mit einem Cosplaywettbewerb sowie einem Gamesroom. Die Sommerausgabe hingegen ist besonders für Fans der DCM interessant. Beide Versionen bieten ein tolles Maidcafe, Showacts, ein mobiles Fotostudio, eine kleine Auswahl an Händlern und einiges mehr. Wer am Vorprogramm interessiert ist oder gern die Disco besuchen möchte, der ist hier auf jeden Fall richtig.

Leider sind die Räumlichkeiten des Gebäudes stark begrenzt und durch die aktuell immer noch andauernde Bauphase zeigte sich auch zur Sommerausgabe am letzten Samstag wieder einiges an Problemen. Eine komplette Etage fiel weg, sodass es ausgesprochen kuschlig wurde. Der Außenbereich war zeitweise nicht im gewohnten Ausmaß nutzbar. Der erstmals ermöglichte Zeichnerraum bekam den Platzmangel ebenfalls zu spüren. Es fehlte an Tischen, welche erst mal besorgt werden mussten und aufgeräumt ist was anderes. Zudem gab es keine Hinweisschilder zu den Zeichnern. Letztendlich kümmerten sich die Zeichner darum, damit es welche gab. Eine der Zeichnerin verriet mir zudem, dass vor Ort die Orga wohl nicht mal was von den Zeichnern wusste. Die Tische an sich welche am Ende besorgt empfand ich nicht als ideal.
Ich hätte mir da längere Tische gewünscht, aber dafür weniger Breite, sprich weniger Fläche nach hinten weg. Bedingt durch die räumliche Fläche, konnten die Zeichner nicht wirklich dekorieren und sich damit präsentieren. Die Präsentation des Angebotes selbst empfand ich, abgesehen von 2 Ausnahmen, auch nicht als sonderlich prickelnd. Insgesamt bezweifle ich, dass die Zeichner überhaupt großartig Umsatz verbuchen konnten. Man könnte auch sagen, dass sich die Zeichner vorkamen, als würden sie in einer Besenkammer sitzen. Ich weiß nicht, ob die Ongaku in Zukunft erneut einen Zeichnerraum ermöglichen wird, aber wenn, dann besteht da definitiv Nachholbedarf. An sich ist die Idee selbst absolut top.

Ich selbst saß als Händler im Erdgeschoss und muss diesmal leider meckern. Ich stand erneut, zur Winterongaku gab es bereits ein ähnliches Problem, nicht auf der Liste als Händler, obwohl ich mich vorab ordentlich angemeldet hatte. Zudem wusste man diesmal nicht mal, wo ich sitzen sollte und eine Erwähnung im Event selbst gab es für mich ebenfalls nicht. Ich habe durchaus Verständnis für stressige Situation und mir ist klar, dass jeder ein reales Leben hat, aber 2x ist für mich einfach zu viel. Ich erwarte von einem Veranstalter, dass ich nach einer ordentlichen Anmeldung keine Probleme bekomme und mir nicht erst am Tag selbst einen Platz suchen muss. Ich hoffe sehr, dass sich das in Zukunft bessert, denn die Ongaku an sich mag ich als Händler.
Nun, trotz der Probleme gleich zu Beginn, klärte sich die Situation bezüglich Platz sehr schnell, sodass ich mit dem Aufbau beginnen konnte und es sogar Platz für mein Regal gab. Ihr glaubt gar nicht, wie schnell die Zeit vergehen kann. Gefühlt kaum angekommen hieß es auch schon, dass die Leute reinkommen. What? Dabei hatte ich nicht mal Lose. Zur Erklärung: Ich hatte zwar die Gewinne dabei, aber die Perlen vergessen. Also schön auf die Schnelle Lose nacharbeiten und produzieren. Die taten es am Ende auch, aber ich bleibe dennoch lieber bei meinen Perlen.

Wie dem auch sei, die Besucher stürmten herbei und die Sommerongaku konnte beginnen. Wenig später traf auch mein Helferlein, die Künstlerin Ellenor Berlin ein. Sie hatte sich auf mein Gesuch gemeldet und durfte als Gegenleistung bei mir ihre Sachen auslegen. Anders als geplant saß die süße Maus letztendlich die gesamte Zeit bei mir, sodass wir ausgiebig miteinander reden konnten. Für mich eine sehr schöne und erfrischende Abwechslung, denn normalerweise bin ich allein. Ich hoffe, dass es für die Künstlerin ein tolles Erlebnis war und ihr ein Event aus der Sicht des Händlers zeigen konnte. Die Besucher meines Standes selbst waren wie immer Zucker und im Gegensatz zu den letzten Erfahrungen, liefen diesmal die großen Sachen gut, dafür jedoch die Tombola nicht so recht. Für mich Neuland, denn besonders die Tombola läuft normalerweise von selbst. Allerdings, Verkäufe wie beispielsweise die erste Dangotasche, machen das alle mal wieder weg. Auf jeden Fall machte sich ein Unterschied im Vergleich zur letzten Sommerongaku bemerkbar.

Bei der Gelegenheit traf ich zahlreiche bekannte Gesichter und weniger bekannte zu teilweise kurzen Gesprächen. Echt lustig wie anders so mancher in dem oder dem Cosplay aussah. Dank meinem Helferlein, konnte ich zwischendrin ein wenig bummeln gehen und mich umsehen. Ursprünglich hatte ich mir diese Zeit nur für den Zeichnerraum eingeplant, meinen Eindruck dazu schilderte ich bereits weiter oben, war dort jedoch sehr schnell wieder draußen und betrachtete den Rest. Eigentlich wollte ich mir draußen am Grill etwas holen, empfand die Preise im Vergleich zu den Portionsgrößen allerdings als Witz. Wer da satt hätte werden wollen, hätte nen bissl was ausgeben müssen oder gleich einen Abstecher Pizzaservice. Top hingegen das Maidcafe im Innenbereich. Ich genoss dort leckeren Schokokuchen, einen Nutellamuffin und Eiskakao. Alles geschmacklich top und für mich preislich absolut ok. Speziell der Nutellamuffin schmeckte köstlich. Danke auch an die süße Maid, die mir noch vor Beginn Onigiris vorbei brachte. Die wurden übrigens von Nigi Berlin geliefert. Und danke dafür, dass ihr mir meine spätere Kuchenbestellung an den Stand gebracht habt. Echt nen super Service. Bitte so bleiben.

Insgesamt würde ich die Ongaku aus geschäftlicher Sicht für mich als Erfolg verbuchen. Luft nach oben ist natürlich immer. Es wäre für die Zukunft schön, wenn die oben angesprochenen Probleme gelöst werden könnten und damit eine deutliche Steigerung in puncto Qualität eintritt. Ebenso wäre es von den Besuchern überaus nice, wenn sie für Gespräche nicht immer vor den Tisch stehen bleiben würden. Mir ist bewusst, dass es platzmäßig teilweise einfach nicht anders ging. Jedoch wird dadurch anderen Besuchern die Sicht auf den Stand selbst genommen und damit die Gelegenheit sich genauer umzusehen. Ich bin immer wieder überrascht, was auf so einem Event geht und was nicht. Mal schauen, wie die Winterausgabe wird.