[Warum und Wieso] Ein Blick Hinter die Kulissen von „Knolles Reise – Abenteuer in Illnau“

Der Ort Oberillnau im Spätsommer mit Bergen im Hintergrund

Autorin: Nicole Bösch
Instagram / HP

Räuchermännchen Knolle aus -ein Waldgeist- wohnt seit vielen Jahren während der Weihnachtszeit bei seiner Menschenfamilie in Illnau.

Doch halt, dieses Jahr möchte er nach Weihnachten nicht wieder zurück in seine Kiste. Als sich die Gelegenheit ergibt, läuft er von zu Hause weg. Während seiner Reise findet er neue Freunde und erlebt die tollsten Abenteuer.

Vor vielen Jahren war ich mit meiner Familie im Schwarzwald im Urlaub. Dort entdeckte ich ein Kinderbüchlein, das in der Region spielt. Unsere Kinder waren noch sehr klein (ca. 2 und 4 Jahre) und mochten nicht gern weit laufen. Also steckte ich das Büchlein in den Rucksack und immer wenn sie keine Lust mehr hatten, las ich ihnen daraus vor und meinte: „… und wenn wir nun noch die Tanne finden wollen, in die der Blitz eingeschlagen hat, müssen wir nur noch um die nächste Ecke.“ Und so konnte ich sie immer wieder motivieren, weiterzulaufen.

In diesem Urlaub kam ich auf die Idee, dass es doch schön wäre, wenn es so ein Kinderbuch auch für Illnau, der Ort in dem wir in der Schweiz leben, gäbe. Denn wir als Zugereiste (mein Mann und ich lebten vorher über 10 Jahre in München) haben selbst erst nach und nach erfahren, was unser neuer Wohnort und seine Umgebung alles zu bieten hatten. Etwa, dass wir einen schönen Wasserfall haben oder auch viele versteckte Weiher.

Da die Kinder noch so klein waren, kam ich nicht wirklich zum Schreiben, zumal ich auch berufstätig bin. Also notierte ich über die Jahre immer wieder neue Ideen, spann einen roten Faden für die Geschichte, die bei jedem Spaziergang in meinem Kopf wuchs. Und dann kam der Wandel der Zeit dazwischen …

Die ersten Schauplätze, die in der Geschichte vorkommen sollten, verschwanden aus dem Ortsbild, wie z.B. ein wunderschönes altes Sägewerk. Da wusste ich, jetzt muss ich die Geschichte schreiben oder es wird nie etwas. Das war ganze 7 Jahre später. Doch dann ging alles ziemlich zügig. Ich begann regelmäßig Schreibworkshops zu besuchen, um das Schreibhandwerk zu erlernen und Gleichgesinnte zu finden. Eine erfahrene Autorin unterstützte mich dabei, die Storyline gut aufzubauen.

Lesung in der Bibliothek Ludothek Degersheim zu Knolles Reise

Ursprünglich war das Buch nur für mich und meinen Freundeskreis gedacht. Doch als ich bei der Firma Christian Ulbricht GmbH & Co. KG nach den Urheberrechten des erzgebirgischen Räuchermännchens „Waldgeist“, das als Vorlage für meine Geschichte dient, fragte, wurde ich überrascht. Die Idee des Buches und die Geschichte stießen dort auf positive Resonanz und die Firma orderte bereits im Voraus eine große Stückzahl von Knolles Reise. Denn das Buch war bis dahin einzigartig – das erste bekannte Kinderbuch mit einem erzgebirgischen Räuchermännchen in der Hauptrolle.

Das war der Zeitpunkt, als ich mir überlegte, das Buch doch der breiten Masse anzubieten. Ich fand eine Illustratorin ganz in der Nähe, die sogar in Illnau aufgewachsen war, und gemeinsam gestalteten wir ein Stück Heimat. Im März 2022 stellte ich Knolles Reise dann ganz offiziell der Öffentlichkeit bei einer Buchvorstellung in meinem Ort vor. Nach und nach traute ich mich auch an Social Media und baue mir so Schritt für Schritt eine kleine Fangemeinde auf. Die Ideen rissen nicht ab und so kam es zu dem zweiten Buch. Ein dritte Geschichte juckt schon in den Fingern und viele weitere Ideen sind noch in meinem Kopf. Ich denke, mit dem kleinen, impulsiven und abenteuerlustigen „Knolle“ wird es nie langweilig werden.

Das kleine Räuchermännchen „Waldgeist“, das in meiner Geschichte „Knolle“ heißt, „lebt“ schon seit vielen Jahren bei uns in der Familie. Allerdings wird es traditionell nur in der Advents- und Weihnachtszeit aufgestellt. Nach Weihnachten kommt es jeweils in der ersten Januar-Woche wieder zurück in die Weihnachtskiste und in den Keller. So entstand die Buchidee. Das Räuchermännchen wollte eben eines Tages nicht mehr zurück in den dunklen Keller, läuft davon und erlebt Abenteuer in der nahen Umgebung. Da es glücklicherweise pünktlich zum ersten Advent wieder zu seiner Familie zurückgekehrt ist, darf es nun das ganze Jahr über in der Wohnung stehen und muss nie mehr in den Keller. 😉

Neben der Idee, Kinder wieder mehr in die Natur zu locken und auf wichtige Themen aufmerksam zu machen, möchte ich mit den Knolle-Büchern auch grenzübergreifende Verbindungen schaffen. Ich finde es schön, wenn Kinder mehr über die Kultur des jeweils anderen Landes – in dem Fall Deutschland/Schweiz – erfahren und sich damit auseinandersetzen. Das Buch spielt zwar in der Schweiz, die Orte, Tiere usw. lassen sich jedoch sehr gut auch auf einen beliebigen Ort in Deutschland übertragen und finden daher bei den Kindern großen Anklang.

Mittlerweile ist „Knolles Reise“ ein richtiges Familienprojekt geworden. Unsere Kinder, obgleich sie die Buchinhalte mittlerweile zu „babyhaft“ finden, da sie sich an 5- bis ca. 9-Jährige richten, steuern immer wieder gute Ideen für die Geschichten bei und mein Mann hilft bei allen technischen Belangen, für die mir einfach das Wissen und die Geduld fehlen.

Mein Sohn liebt es zu programmieren und hat daher vor einem Jahr ein Knolle-Game – je eine Sequenz zu einem Kapitel – in Scratch entwickelt. Da das der Idee, die Kinder weg vom PC raus in die Natur oder aufs Sofa zum Lesen zu locken, widersprach, hat er auch Wissensfragen eingebaut. Die Idee ist, dass das Kind zusammen mit einem Erwachsenen spielt, der den Text vorliest und ggf. bei der Beantwortung der Fragen behilflich ist.

So entsteht auch eine schöne spielerische Lernsituation und das Kind wird nicht nur vor dem Rechner „geparkt.“ Wenn man Knolles Reise vorher gelesen hat, ist das sicher hilfreich, aber kein Muss. Zudem ist Scratch eine Open Source Software, sodass das Game von jedem Interessierten weiterentwickelt werden kann. Aber natürlich steht das Lesen im Vordergrund und somit freue ich mich schon auf die Buchvorstellung des zweiten Bandes am 19.11.2023 inklusive einer musikalischen Überraschung.

Lesung bei Schkönaer Bücherfreunde zu Knolles Reise

[Bericht] BuchBerlin 2023 – wenn Twitch real wird

Viele Menschen formen Ein Herz und halten dabei ihr Lieblingsbuch hoch.

Kennt ihr diese Tage, an denen einfach alles stimmt, man über sich hinaus wächst und einfach nur lebt? So in etwa fühlte sich die diesjährige BuchBerlin für mich an. Wochenlang darauf hingefiebert, diverse Vorbereitungen getroffen und am Ende kam es teilweise doch anders als gedacht. Aber he, so ist das Leben. Eines ist sicher, die BuchBerlin 2023 hat ihre Vorjahresversion übertroffen.

Doch lasst mich ganz von vorne anfangen. Wie letztes Jahr habe ich den Samstag für gezielte Besuche freigeschaufelt. Das heißt, ich habe mir vorab überlegt, bei wem ich unbedingt etwas kaufen möchte bzw. welchen Stand ich auf keinen Fall verpassen darf.

Meine Kaufkandidaten:

  • Klunkerschatz mit mindestens einem Anhänger für den Weihnachtsbaum
  • Mao Autorin mit „Cookies – ausgekrümmelt zu Weihnachten“
  • Katrin Ils mit einer tollen Kette und meinem Twitchgewinn

Habe ich alle geschafft? Ja, und darauf bin ich verdammt stolz. Jedoch nicht nur auf die erworbenen Bücher und Co, sondern ebenso auf die Menschen dahinter. Teilweise bestand der Kontakt bisher nur über Twitch oder Insta. Manche habe ich lange nicht mehr gesehen. Danke für die Gespräche, euren Zuspruch und vor allem eure bezaubernde Art. Über die Links kommst du zu ihren Social Media Präsenzen.

alle Einkaeufe vom Samstag der BuchBerlin

Meine Herzens- und Wunschmenschis

Natürlich möchte ich euch weitere Stände nicht vorenthalten. Diesmal dreht sich alles um Menschen, die mir aus persönlichen Gründen am Herzen liegen. Zum einen, weil ich nur online Kontakt bestand und zum anderen, weil die BuchBerlin ohne sie keine Messe wäre. Über die Links kommst du zu ihren Social Media Präsenzen.

  • Nordlichtphantasten mit unter anderem Jana Tomy, Noah Stoffers, Hanna Nolden und Janika Hoffmann. Bisher nur bekannt über Twitch oder als Autorin wurde ich menschlich nicht enttäuscht. Superliebe Menschis, Gespräche als würde man sich schon ewig kennen und strahlende Gesichter.
  • Fanny Bechert, die sich am Messesonntag ein Foto mit meiner Prinzessin und ihrem Buch wünschte. Bei ihr findet ihr mitreißende Storys im Bereich Fantasy sowie Romance. Außerdem ist sie als Sprecherin unterwegs.
  • Cosmic Blue, die ich durch einen Coverflashmob über Insta kennenlernte. Sie schreibt Fantasy, cosplayt und veröffentlicht ihre Bücher selbst.
  • Die Schicksalsweber, eine faszinierende Gruppe bestehend aus Jeanette Lagall, Vanessa Carduie und Melissa David. Gemeinsam unterwegs im Bereich Fantasy, aber jede für sich mit einzigartigem Stil. Besonderes Kompliment an Melissa für ihre schicken Kleider an beiden Tagen.
  • Die Kelpies mit tollen Autoren/innen wie Gipfelbasilik, Kommafalter, Poison, Elenora und weiteren. Ich kannte sie allesamt nur über ihre Streams auf Twitch bzw. Instagram. In echt sind diese Menschen jedoch mindestens genauso herzlich wie in ihren Streams. Solltet ihr nächstes Jahr wieder da sein, ich melde direkt Standasyl an XD.
alle Einkaeufe vom Sonntag der BuchBerlin

Holpriger Start in den Sonntag

Ganz schön viele Leute oder? Dementsprechend stand der Sonntag im Zeichen der Ruhe. Letzteres nahm mein Körper offenbar wortwörtlich, da ich erstmals volle Kanne verschlief. Das ist mir noch NIE passiert. Egal, ich habe mich dennoch entschieden zu gehen und die mir verbleibenden Stunden zu nutzen. Also raus aus dem Bett, ausgehfertig machen so schnell es ging und los. Angekommen auf der BuchBerlin wurde ich schlagartig ruhiger. Event, Besucher, Aussteller und Co empfingen mich mit einer Wärme, die mich alles vergessen ließ.

Ja, wirklich alles, denn meinen eigentlichen Plan, am Sonntag alles in Ruhe anzugucken, gab ich auf und stürzte mich stattdessen in einen Mix aus gezielt gucken und spontan halten. Was soll ich sagen? Es hat sich gelohnt. Ich habe dadurch Bücher und Aussteller entdeckt, die mir sonst wahrscheinlich nicht aufgefallen wären. Vielleicht übernehme ich das Prinzip für nächstes Jahr. Ist weniger belastend und eröffnet neue Möglichkeiten.

Apropos bezaubernd, die liebe Anja Jahnke überraschte mit einer besonders berührenden Inspiration. Sie hatte an ihrem Stand ein großes Blatt Papier gespannt und bat die Besucher um ein paar persönliche Worte. Ich habe mich nicht lange bitten lassen und den wohl spontansten Satz meines Lebens verfasst. Nächstes Jahr gerne wieder.

Ich unterschreib auf der Fall of Fame von Anja Jahnke

Die Messe selbst

Genug der Einkäufe und Begnungen, lasst uns doch noch etwas über die Messe selbst sprechen. Neben Ausstellern gab es Lesungen, diverse Mitmachangebote, eine Fotoaktion, Preisverleihungen und gut gelaunte Besucher. Außerdem fand an beiden Tagen eine spannende Rätsel-Rallye statt, bei der wertvolle Edelsteine gestohlen wurden.

Die Aussteller wurden in 4 große Bereiche gegliedert. Zusätzlich konnte man durch weitere Unterteilungen nach Genres wie Kinder- und Jugendbuch sowie queere Literatur und Fantasy seine Lieblinge herausfiltern. Straßennamen und Standnummern boten weitere Orientierungshilfe. Leider waren die Standnummern nicht immer bei allen sichtbar und speziell im Mittelbereich habe ich teilweise die Straßennamen komplett übersehen.

Im Gegensatz zum letzten Jahr gab es diesmal mehr Sitzmöglichkeiten an den Seiten bzw. durch die neue Leselounge sogar mitten zwischen den Ausstellern. Leider in meinen Augen immer noch zu wenig, da die Leselounge eher klein ausfiel und an den Seiten nur wenige Sitze standen. Abhilfe schafften nur die Steinbänke bzw. kleine Verschnaufpausen bei den Ausstellern selbst.

Nachbesserung würde ich mir auch beim Thema Luft in der Halle wünschen. Speziell Samstag war es megawarm und teilweise unerträglich. Gefühlt ging nicht ein einziges Lüftlein. Rausgehen brachte aufgrund der Außentemperaturen eher wenig.

Weitere Neuerung: Lesebereiche nicht mehr ausschließlich in den Räumen direkt beim Eingang, sondern teilweise mittendrin und am Rand. Für die letzten beiden wurden „Kabinen“ aufgebaut und die Stühle „unmittelbar“ vor den Autoren platziert. Leider habe ich es nicht zu einer einzigen Lesung geschafft. Wie sind eure Erfahrungen?

Natürlich kommt keine Messe ohne Werbemittel aus. Die Bandbreite reichte von Lesezeichen über Postkarten bis hin zu liebevoll zusammengestellten Goodietütchen oder aber leckeren Keksen. Besonderes Highlight: kleine Geschenke der Aussteller wie ein Notizbuch oder Schlüssel, die sich als Lesezeichen nutzen lassen. Danke für eure Mühe. Ich werde mir die Goodietüten in den nächsten Tagen genauer ansehen.

Mein Fazit

Die BuchBerlin ist und bleibt eine Buchmesse mit ganz besonderem Charme. Sie ist für mich DIE Gelegenheit schlechthin, um persönlichen Kontakt zu Autoren aufzubauen, mit ihren zu reden und den Menschen hinter der Geschichte kennenzulernen.

Sie bietet zahlreiche Lesungen, verschiedene Programmpunkte und führt Menschen zusammen. Unterstrichen durch Aktionen der Aussteller wie Rätselralleys, Autogramwände oder süß verpackte Geschenke kommt keine Langeweile auf. Viele Menschen formen Ein Herz und halten dabei ihr Lieblingsbuch hoch.

Im Gegensatz zu 2022 wurde die Sitzsituation verbessert, der Aufbau geändert und auf günstigere Verbindungen zwischen den Bereichen geachtet. Dennoch würde ich mir bei den Sitzmöglichkeiten eine weitere Steigerung wünschen und vor allem eine angemessene Belüftung.

Empfehle ich die BuchBerlin als Blogger?

Ja, absolut ja. Die Anmeldung ist denkbar einfach. Du gibst deinen richtigen Namen sowie den deines Blogs an. Anschließend werden die Meldungen gesammelt bearbeitet und du bekommst bei Annahme ein Bloggerticket zugeschickt. Dieses druckst du dir selbst aus. Mit dem ausgedruckten Ticket gehst du zur Messe und lässt dich dort bestätigen.

Ab jetzt liegt alles Weitere in deiner Hand. Ab jetzt liegt alles Weitere in deiner Hand. Du entscheidest, was du auf der Messe machst, wen du besuchst und vor allem wie lange du da bleibst. Es ist auch dir überlassen wie ausführlich du bereits während der Messe berichtest und wie dein Fazit hinterher ausfällt.

Meine Aktionen nach der BuchBerlin

  • Storys an beiden Tagen mit Verlinkungen zu den Autoren
  • Einkäufe am Tagesende in der Story zeigen
  • hinterher ein großer, zusammenfassender Bericht
  • Reels mit Fotos von beiden Tagen
  • Reel mit Einzelaktion einer Ausstellerin

Du hast noch Fragen zur Messe oder meinen Erlebnissen?
Dann ab damit in die Kommentare.

Motivation und Interview zu „Chronik der verschwundenen Götter“

Die Reihe Chronik der verschwundenen Götter mit der Autorin daneben

Motivation und Interview – Blick Hinter die Kulissen

Zu meiner Trilogie „Chronik der verschwundenen Götter“ hat mich vor allem die Frage inspiriert, welche Auswirkungen es hätte, wenn die Instanz, die alles erschaffen, zusammengehalten und beschützt hat (hier bei mir die sechs Götter) plötzlich spurlos verschwinden würde.

Würden rechtschaffene Menschen die Seiten wechseln?

Würde von selbst die Ordnung erhalten bleiben oder alles im Chaos versinken?

Würden Menschen in Hoffnungslosigkeit versinken oder versuchen, eine Lösung zu finden?

All diesen Fragen gehe ich in meiner Geschichte nach und ich hoffe, dass so mach einer zum Nachdenken gebracht wird, wie er oder sie selbst handeln würde, wenn wirklich alles auf dem Spiel steht.

Ob Götter im Alltag, Chatgespräche als Stilmittel oder ihre Arbeit als Lehrerin – Christine Weber, Autorin von „Chroniken der verschwundenen Götter“ stellt sich in diesem Kurzinterview knallharten Fragen.

Verschwundene Götter, Chaos überall, Angst – in deiner Welt ist alles durcheinander. Wie wichtig sind Götter oder ähnliche Aspekte in deinem täglichen Leben?

Ich bin im christlichen Glauben erzogen worden und bin nach wie vor gläubig. Ich denke, dass (bedingungslose) Nächstenliebe viel Unrecht wieder aufwiegen kann und bemühe mich so oft wie möglich eine kleine gute Tat zu vollbringen.

Du nutzt Chatgespräche zwischen deinen Figuren als besonderes Extra für deine Follower. Wie kommst du auf die jeweiligen Themen? Und wie aufwendig ist sowas?

Das ist so eine Sache mit der Themenfindung: Ich muss nur an einen Charakter aus dem Buch denken und schon fallen mir zig Geschichten ein. (lach) Alle Charaktere alle haben ihre Eigenheiten, ihre Stärken und Schwächen und diese gegeneinander auszuspielen oder auch mit Absicht zwei Charaktere gegenüberzustellen, die sonst nicht so viel miteinander zu tun haben, macht am Ende den Humor dieser Chatgeschichten aus. Die App, mit der ich die Storys erstelle, ist sehr einfach gehalten. Sobald man eine Idee hat, spinnt sich die Geschichte quasi von allein.

Lehrerin und Autorin – wie schwierig ist der Spagat? Wirkt sich dein Job auf deine Bücher aus und umgedreht?

Der Spagat ist recht groß, da beide Jobs sehr zeitaufwendig sind. Da das Schreiben nicht mein Hauptberuf ist, muss es leider oft hintanstehen.

Ich denke, durch meine Arbeit als Lehrerin profitiere ich von genauem Beobachten und exaktem Formulieren. Umgekehrt freut es mich immer, wenn meine Schülerinnen und Schüler Interesse an meinen Büchern zeigen und ich so den einen oder anderen Lesemuffel zum Lesen animieren konnte. Sogar die Liebe zum Schreiben habe ich bei einigen (neu) entfacht, was wirklich wundervolle Momente waren. Eine wirklich schöne Frage, über die ich noch nie wirklich nachgedacht habe. Danke dafür!

Leider sind wir damit auch schon am Ende angelangt. Mehr Infos zu Christine findest du auf Instagram.

Motivation und Interview zu „Die Fraktionen – Naturale“

Autorin Lisa Fantasy neben ihrem Buch Die Fraktionen Naturale

Autorin: Lisa Fantasy
Meta / Instagram / Homepage

Anira und Tamon verweigern sich ihrem eigenen Leben.

Anira, da sie sich vor ihren Gaben versteckt und Tamon, weil er die Regeln seiner Fraktion, den Naturalen, nicht gut findet.

Zusammen entdecken die beiden eine Bedrohnung die weit über jedem Unheil steht. Beide müssen um ihre Heimat Splitter zu retten Ängste überwinden und Gefahren in den Tiefen der Wildnis bekämpfen.

Alles begann mit der Frage „Was wäre, wenn mit dem Ende des Maja-Kalenders die Welt wirklich untergegangen wäre. Nur anders als gedacht und mit Magie ^^. Ein Gedankenpfad war daraufhin „Die Fraktionen – Naturale“.

Was wäre, wenn die Natur sich ihren Platz wieder zurückholt und uns Menschen auf unseren Platz verweist?
Wie würde sich die Menschheit dann entwickeln und wie käme die Magie in Spiel?

Als Erstes entstanden bei diesem Gedankenspiel die vier verschiedenen Fraktionen, die verschiedene menschliche Gruppierungen zusammenfassen. Und dann habe ich mich mit der Idee befasst, wie würden die Menschen sich wieder in der Natur zurechtfinden, jetzt, wo sie jederzeit ihnen alles nehmen konnte. So entstand der Rahmen der Welt, in der meine Geschichte stattfindet.Die Menschen sind nicht mehr so zahlreich vorhanden, doch sie haben sich einen neuen Platz mit und in der Natur aufgebaut – und dieser wird dann in meiner Geschichte bedroht ^^

Ob Phantastik als Genre, ein Leben außerhalb der Autorenwelt und eigenem Podcast – Lisa Fantasy, Autorin von „Die Fraktionen – Naturale“ stellt sich in diesem Kurzinterview knallharten Fragen.

Du schreibst im Bereich Phantastik. Welche Untergenre fesseln dich besonders und wieso?

Ich gestehe – ich mag Romantasy. Mit Liebesgeschichten alleine kannst du mich nicht locken, aber gib ihr fantastische Elemente und ich bin interessiert. Aber nicht die klassische Variante mit starkem Kerl und schwacher Frau. Das finde ich überholt. Ich mag es, wenn beide Figuren eine eigene Stärke haben und sich daraus Probleme ergeben, denn in einer Beziehung geht es auch darum, nachzugeben.

Außerdem muss viel drumherum passieren. Sprich, die Liebesgeschichte ist ein Hauptteil, doch es brauch noch einen weiteren – Krimi, Thriller, Action – Hauptsache es passiert etwas und zwar nicht nur zwischen den beiden Parteien ^^ Ansonsten lese ich am liebsten Urban Fantasy. Ab und an darf es auch High Fantasy sein, aber da muss mich der Schreibstil reinziehen, sonst ist es bald aus.

Wie sieht dein Leben außerhalb der Autorenwelt aus?

Ich arbeite in Teilzeit, habe Familie und bin in vielen Vereinen aktiv. Und ich lerne gerne immer wieder etwas Neues. Aktuell erschaffe ich, unter Anleitung, eine eigene Kunstsprache. Nicht so ausgefeilt wie beim Herrn der Ringe, aber gut genug, dass kleine Unterhaltungen möglich werden. Und nachdem ich eine Lektoratsweiterbildung gemacht habe, helfe ich anderen Fantasy-Autoren dabei, das Beste aus ihren Geschichten zu machen. Langweilig wird es mir also nie ^^

Du hast einen eigenen Podcast. Worum geht’s dabei und warum sollte man unbedingt reinhören?

Alles fing an, weil eine Freundin mich fragte, ob es meine Kurzgeschichten aus den Newslettern nicht auch zum Anhören gäbe. Jeden Monat gibt es für meine Abonnenten eine neue Kurzgeschichte, welche in meinem aktuellsten und sonst noch eher geheimen Projekt spielt. Die Idee gefiel mir, doch ich wollte auf meinem Podcast nicht nur mich zu Wort kommen lassen. Also lud ich Gäste ein, mit denen ich mich unterhalte und die dann eine eigene Kurzgeschichte vorlesen.

Eine weitere Freundin fragte daraufhin, warum ich nicht auch darüber rede, wie meine Welten entstanden sind. Ich machte daraus zwei Teile. Einmal rede ich über die Welt eines meiner Werke und ein anderes Mal beantworte ich Fragen, die mir als Autorin gestellt werden. Wer also gerne mehr über mich und meine Geschichten erfahren und dass z.B. im Auto oder beim Walken machen will und Fan von Fantasy ist, der bekommt auf meinem Podcast einiges zu hören.

Leider sind wir damit auch schon am Ende angelangt.

[Interview] 3-Fragen Talk mit Stephanie Domascke

Die Autorin Stephanie Domascke hält ihr Buch Merle und die Krone des Schlangenkönigs in die Hand. Dabei steht sie vor einer Wand.

Ob Auftakt zur Merlen-Reihe, künftige Pläne oder bloggen als Hobby – Stephanie Domascke, Autorin von „Merle und die Krone des Schlangenkönigs“ stellt sich in diesem Kurzinterview knallharten Fragen. Vor einiger Zeit konnte ich außerdem hinter die Kulissen des Buches blicken.

Mit Merles mystische Abenteuer Band 1 hast du den Sprung in die Autorenwelt geschafft. Wie fühlst du dich? Was hast du unternommen, um veröffentlichen zu können?

In erster Linie bin ich erleichtert, dass alles glatt gegangen ist und gleichzeitig noch ein bisschen ungläubig, dass ich wirklich ein Buch veröffentlicht habe. Wie gesagt, es war ein lebenslanger Traum von mir, ein Buch zu veröffentlichen. Nur hatte ich lange Zeit nicht den Mut dazu und habe es vor mir hergeschoben. Letztes Jahr habe ich mich dann endlich dazu durchgerungen, es anzupacken. Seither fließt fast jede Minute meiner Freizeit ins Schreiben, Überarbeiten oder in meine Instagramposts.

Davon abgesehen steckt in so einem Buch auch eine Menge Geld: Cover, Lektorat, Korrektorat usw. Es hat eine Weile gebraucht, bis ich zu dem Schluss gekommen bin, dass es in Ordnung ist, für meinen Traum so viel Geld in die Hand zu nehmen. Andere Leute schütteln darüber sicher nur mit dem Kopf, aber so hat jeder eben seine ganz eigenen Träume. Und zu schreiben ist meiner.

Wie viele Geschichten wird es insgesamt von Merle geben? Kam nie der Gedanke es bei nur einem Band zu lassen?

Merle war von Anfang an als Buchreihe geplant. Im Moment habe ich Ideen für mindestens fünf Bände, die ich umsetzen werde, wenn das Interesse an Merles mystischen Abenteuern groß genug ist. Es gibt jede Menge interessanter Sagengestalten und Orte, die ich gerne mit euch zusammen erkunden würde.

Parallel dazu ist mir aber auch die persönliche Entwicklung der Charaktere wichtig. Merle, Felix und Adrian sind mir unglaublich ans Herz gewachsen und zum Teil haben sie noch einen weiten Weg vor sich. Jeder von ihnen hat seine Schwächen und manchmal kriselt es auch heftig zwischen ihnen. ZU zeigen, wie sie sich nach und nach zusammenraufen und zu einem Trio zusammenwachsen, ist für mich genauso spannend zu erzählen, wie die Geschichte drumherum.

Du bist auf Instagram als Autorin / Bloggerin aktiv. Wie wichtig ist dir der Kontakt zur Buchwelt? Was müsste deiner Meinung nach dort besser laufen?

Bookstagram ist eine tolle Community, das kann ich nicht anders sagen. Ich wurde von Anfang an herzlich von den Leuten dort aufgenommen und habe bisher nichts anderes als Unterstützung erfahren. Ich fühle mich dort als Autorin genauso gut aufgehoben wie als Leserin und Bloggerin. Ich kann nicht zählen, wie viele Bücher ich inzwischen gekauft habe, weil ich dort darüber gestolpert bin. 

Manchmal denke ich, dass man innerhalb dieser Buchblase ein wenig zu behütet ist, denn auf dem freien Buchmarkt weht ein ganz anderer Wind, vor allem für Selfpublisher wie mich. Wir werden leider immer noch mit viel Skepsis beäugt. Daher bin ich eigentlich ganz froh, dass auf ich auf Instagram so viele Gleichgesinnte gefunden habe, die mich unterstützen und mit denen ich mich austauschen kann.

Leider sind wir damit auch schon am Ende angelangt. Mehr über Stephanie Domascke erfahrt ihr über Instagram bzw. ihre Homepage.

[Warum und Wieso] Ein Blick Hinter die Kulissen von „Merle und die Krone des Schlangenkönigs“

Der Schlangenkönig aus Merle und die Krone des Schlangenkönigs als Steinfigur

Autorin: Stephanie Domaschke
FB / Instagram / HP

Merle ist 13, als sich ihr Leben komplett verändert. Ihre Mutter will wieder heiraten. Als wäre das nicht genug, steht der Umzug in eine neue Umgebung bevor. Merle muss nicht nur mit einem Mann klar kommen, der glaubt ihr Papa zu sein, sondern ebenso mit ihrem absolut nervigen Stiefbruder Adrian.

Allerdings gibt’s da auch den Nachbarsjungen Felix, ein super Stadtführer und toller Schulfreund. Bei einer dieser Touren begegnen die 2 auf der Slawenburg einem unheimlichen Kerl. Noch seltsamer sind nur die überaus anhänglichen Schlangen.

Es dauert nicht lange bis Adrian, Merle und Felix in einem spannenden Abenteuer rund um eine sorbische Saga stecken. Eine Geschichte voller Rätsel, starker Gefühle und Nervenkitzel.

Das ist eine spannende Frage. Geschrieben habe ich schon ab er zweiten Klasse und lustigerweise war mein erstes eigenes Werk auch ein Kinderkrimi. Als Kind wollte ich unbedingt Detektivin werden.

Anscheinend habe ich diesen Wunsch nicht vergessen, denn „Merles mystische Abenteuer“ in gewisser Weise eine Krimigeschichte für Kinder, wenn auch mit fantastischem Einschlag. Ich liebe Fantasy, ganz egal ob für Kinder oder für Erwachsene. Ich bewege mich aber gerne abseits er ausgetretenen Pfade.

Heutzutage bekommt man oft den Eindruck, dass es außer Elfen, Orks, Vampiren und magischen Zauberschulen in Fantasy-Büchern kaum noch etwas anderes gibt. Dabei sind unserer Fantasie ja quasi keine Grenzen gesetzt – und meiner schon gleich gar nicht.

Daher konnte ich es nicht lassen, meinen Merle-Büchern einen fantastischen Anstrich zu geben, zumal es in Merles Heimat, der Lausitz, viele interessante und unbekannte Sagen gibt. Sie sind eine wahre Fundgrube und es war naheliegend, die eine oder andere Sagengestalt in die Geschichte einfließen zu lassen und ihr so auch außerhalb der Lausitz zu mehr Bekanntheit zu verhelfen.

Trotzdem sind die Geschichten noch nahe genug an der Realität, dass ein Kind sich mit ihnen identifizieren und ins Träumen geraten kann. Und wer kann schon sagen, wie viele fantastische Dinge es da draußen gibt, von denen wir keine Ahnung haben?