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[OnTour/Workshop] Mein Conjahr 2018 – 17 Reisen von groß bis klein Part 3

Willkommen zum letzten Teil meines Jahresberichtes. Die ersten beiden Abschnitte, Part 1 und Part 2, gibt’s als direkte Verlinkung dazu, um eine euch eine lange Suche zu ersparen. Wie immer könnt ihr mir gern Fragen stellen, kritisieren oder loben. Eines noch vorne weg: Die Berichte zu den verbliebenen 3 Monaten fallen sehr lang aus. Ihr solltet also unbedingt Zeit mitbringen.

Oktober – Nicon und Animaco

Nicon – selten so dermaßen chaotische Zustände vor einer Con erlebt. Nicht nur, dass Infos spärlich bis gar nicht gepostet wurden, als Händler / Fanstand hatte man gänzlich verloren. Wieso? Nun, die für Händler zuständige Person war kaum bis gar nicht zu erreichen. Antworten gelangten teilweise nur über Dritte zu den jeweiligen Ausstellern. Später stellte sich Vorort heraus, dass Absprachen nicht eingehalten wurden und Wünsche selbige blieben. Im Ernst, es kann nicht sein das man niemanden erreicht, ewig keine Zusagen verschickt werden und man als Aussteller Infos hinterherrennen muss.
Bei allem Verständnis für ehrenamtliche Arbeit, die wenigsten Fanstände, insofern nicht gerade große Händler, können komplett von ihren Produkten leben. Sie gehen nebenher arbeiten, müssen Ware produzieren, Fahrten buchen, Helfer organisieren und vieles mehr. Das alles geschieht in ihrer Freizeit. Mit dermaßen unzuverlässiger Orga im Hintergrund, lässt sich jedoch nicht vernünftig planen.
Übrigens lustig, wenn unsereins für den Fanstand eine Absage bekommt, aber der Workshop genommen wird. Und oh Wunder, später gab es doch eine Zusage und damit 2 Tische. Kompliment an der Stelle an den Verantwortlichen für die Workshopleiter. Hier konnte ich mich in allen Punkten auf den Menschen dahinter verlassen.

Das Chaos setzte sich während der Con fort. Teilweise Kram vergessen, der durch Neukauf zwar ersetzt werden konnte, aber eben zusätzliche Ausgaben bedeutete. Weiterer Punkt: die so nicht gewünschte Platzierung mit zusätzlichem, abendlichen Teilabbau und Teilaufbau am nächsten Morgen. Ach ja, apropo Querschläger, Sitzplatzierungen die nicht existieren? Kann man verkaufen. Merkt schließlich kein Schwein, zumindest nicht bis Frau ihren Sitzplatz einnehmen will. Ach ja, geänderte Wagenreihungen scheinen zu meinen neuen Hobbys zu gehören.  Zumindest war die Bahn diesmal in der Lage anzusagen welche Wagennummern durch die Umstellung in welchen Bereichen landeten.



Wie dem auch sei, bei all dem Chaos konnte ich mich zumindest vor Ort nicht über den Platz hinsichtlich Fläche beschweren. Ich hatte 2 große Tische und sogar einen dritten Tisch, um ein kleines Warenlager aufbauen zu können. Für gewöhnlich bedeutet das sonst bücken und Koffer öffnen.

Ich hatte eine super liebe Gastgeberin für die Nacht, bei der ich mich entspannen konnte. Sie versorgte mich mit allen Infos und half mir während meiner Workshops an meinem Stand aus. Dank ihr konnte ich diese Kurse wenigstens entspannt angehen. Ich konnte zuckersüße Besucher an meinem Stand verzeichnen, die entweder etwas kauften oder aber sich einfach nur mit mir unterhielten.

Apropo Workshop, ganze 2 Stück sollten es zur Nicon werden. Leider fiel gleich der erste Kurs aufgrund mangelnder Teilnehmer aus. Warum niemand kam? Ich weiß es nicht, zumindest nicht mit Sicherheit. Ich vermute jedoch die späte Uhrzeit und das Thema selbst. (Späte Kurse können durchaus funktionieren!) Im Normalfall findet ihr bei mir nur Nähkurse, diesmal jedoch nicht. Es sollte ein Bastelkurs für Leseecken werden.  Scheinbar kein Thema für Cons, denn der zweite Versuch ging leider in Punkto Teilnehmerzahl ebenfalls ziemlich unter. Gut für die anwesenden Bastler, da sie sich so gleich mehrere Exemplare sichern konnten.  Ich werde das Thema trotz dieser Schlappe weiterhin anbieten und als festen Bestandteil meines Programmes behalten.



Nur wenige Wochen später folgte mit der Animaco eine Heimatcon. Allerdings wusste ich zu dem Zeitpunkt noch nicht, dass es die letzte Animaco  sein sollte. Richtig gehört, die Animaco an sich existiert nicht mehr. Der Verein dahinter bleibt bestehen, aber statt der Animaco gibt es nun DIE MEX. Zusammen mit dem berliner Verein MMC, werden beide Organisatoren in Zukunft eine große Con auf die Beine stellen. Doch zunächst zurück zur allerletzten Animaco überhaupt, für mich wie immer mit Stand und mehreren Workshops (Bericht 2014). Und ebenfalls wie immer, zumindest unter Berücksichtigung der letzten Jahre, mit Platzierung im Schließfachgang. Aber he, diesmal wenigstens direkt in der ersten Einbuchtung. Eine Steigerung der besonderen Art.

Überhaupt fühlte es sich während der gesamten Convention sehr seltsam an zu wissen, dass es dieses Event nie wieder geben wird. Nie wieder in dem Gebäude und nie wieder in der Form. Erstaunlich wie viele letzte Male einem in diesen Minuten durch den Kopf schießen. Ein letztes Mal Aufbau am Vorabend im Fontanehaus mit den üblichen, seinen Besitzer veräppelnden Regalteilen. Natürlich ebenfalls mit ständig umzuhängenden Kleinteilen, prüfenden Blicken und fehlenden Kleinteilen. Eben der ganz normale Aufbauwahnsinn. Im Gegensatz zu sonst hatte ich diesmal allerdings Helferlein dabei.



Wie die folgenden 3 Contage selbst waren? Nun, ich könnte ausführlich werden, aber ihr kennt die Berichte zu vergangenen Events. Besucherströme schwankten, Käufe wurden getätigt, Worte gewechselt oder einfach nur bestaunt. Bedanken möchte ich mich an der Stelle besonders für die Komplimente, lieben Worte oder simple Nachfragen. Sie bedeuten mir sehr viel, denn ohne sie wäre Geld nur Geld. Ich wüsste sonst nicht, dass ich euch auch so erreichen kann.  Selbstredend gilt mein Dank allen Workshopteilnehmern. Ihr habt die Kurse wie immer gerockt. Egal ob Flaschengeister oder brandneues Thema Konsolen aus Stoff – ihr wart mit vollem Eifer dabei. Momente wie diese beflügeln mich darin ständig neues Material zu besorgen und den Kurs für euch zu verbessern. Ebenso Danke an mein Helferlein WigSaloon und meine Familie. Gerne wieder.

Zusätzlich bot sich mir während der Animaco erstmals die Gelegenheit mit der Autorin Josefine Gottwald zusammenarbeiten zu können. Ok, stimmt so nicht ganz, aufmerksame Leser meines Blogs kennen die Autorin bereits von diversen Rezensionen(Eiselfen Kodex) oder einem Charakterguide zu Kriegers des Horns, aber so sicherlich nicht. Ich hatte die Ehre Romane ihrer Reihe „Krieger des Horns“ (Übersicht Amazon) an meinem Stand verkaufen zu dürfen. Dazu gab es tolle Goodies wie passende Lesezeichen oder Sticker. Danke an alle, die das Angebot nutzten. In Zukunft sind definitiv weitere Projekte geplant.



November – Yayuco, Sakana Matsuri,  BuchBerlin

Nur ein Wochenende später folgte die Yayuco. Die Yayuco ist eine süße Con im Herzen Dachaus, spezialisiert auf Yaoi und Yuri. Während im unteren Bereich sämtliche Conaktivitäten stattfinden, ist der obere Bereich für die Schlafräume reserviert. Ok, mit Ausnahme von 2 Workshopräumen. 2018 – für mich die vierte Yayuco. Berichte zu 2014 könnt ihr hier (Workshop) und hier (Event) nachlesen. Zurück ins Jahr 2018. Wie bereits 2016 nicht nur mit Stand und Workshops, nein, zusätzlich mit einer Reparaturstation für Cosplays. Sprich, Besucher konnten zu uns kommen und wir kümmerten uns um die Sorgenkinder. Im Gegensatz zu 2016 hatten wir geschätzt die 3-fache Menge an Anfragen zu verzeichnen.

Der Verkauf an sich – von je her schwierig. (Zumindest aus meiner Sicht.) Da die Yayuco eine Con speziell für Yaoi und Yuri ist, verkaufen sich entsprechende Artikel besonders gut. Nicht, dass andere Sachen gar nicht gehen, aber bei Themencons würde ich ebenfalls eher nach Produkten zum Conthema suchen. Wie dem auch sei, für mich und meine Produkte gehört die Yayuco zu den problematischen Cons. Die Besucher selbst sind deswegen nicht weniger niedlich. Im Gegenteil, sie schauen genauso interessiert, loben oder fragen nach. Ich mag meine Menschis. Dennoch, für mich wird es wohl keine Yayuco 2020 geben. Verbunden mit allen Gesamtkosten, der Entfernung und davor / danach stattfindenden Events ein nicht zu unterschätzender Kraftakt.



Doch, lasst mich noch ein bißchen was zu 2018 erzählen. Der Stand – dazu gab es bereits Infos. Reparaturstation – ebenso bereits erwähnt. Workshops – angeschnitten, aber noch nicht näher beleuchtend. Dieses Jahr hatte ich Mamegomas und Flaschengeister im Gepäck. (Hm, ganz schön oft genutztes Thema hihi.) Der erste Kurs fand am Confreitag unmittelbar nach Eröffnung statt und der zweite Kurs am Sonntag nach dem Frühstück. Beide waren etwa gleich gut besucht und ermöglichten mir tolle Gespräche mit den Schülern. Ok, Sonntag etwas schwierig, da bedeutend voller. Scheint so, als würden sich Flaschengeister zu einem der Dauerbrenner meiner Themen entwickeln. Klasse, dass sich meine Schüler immer wieder gern auf Experimente einlassen.



Ob ich danach Ruhe hatte? Nein, denn nur 2 Wochen später wollte die Sakana Matsuri, seit 2014 jährlich stattfindend, ebenfalls besucht und erkundet werden. Ich kenne sie seit ihrer ersten Ausgabe 2014, damals noch als aus der Sicht des Ausstellers, 2018 nach einem Jahr Pause, aus der Sicht des Ausstellers und Workshopleiters. Wer mehr über meine Erlebnisse wissen möchte, kann sich gern den sehr ausführlichen Bericht dazu durchlesen und ihn mit 2014 vergleichen.



Die BuchBerlin schloss sich direkt ein Wochenende später an. Die BuchBerlin, mittlerweile drittgrößte Buchmesse in Deutschland, erfreut sich wachsender Beliebtheit. Jährlich folgen immer mehr Besucher der Einladung, um in tollen Büchern zu schmökern und mit Autoren ins Gespräch zu kommen. Kombiniert mit zahlreichen Lesungen, Kinderbetreuung und vielen, besonderen Buchschätzen kommt hier jeder auf seine Kosten. Wer mehr zur Messe wissen möchte, wird auf der Homepage schnell fündig.

Ich selbst lernte die BuchBerlin 2017 als Ausstellerin kennen. Ursprünglich nur eingeplant  als Workshopleitern für die BuchBerlin Kids am Tag zuvor, ergab sich der Stand eher zufällig. Natürlich wollte ich es dieses Jahr wissen und setzte alles auf eine Karte. Wohlwissend, dass die BuchBerlin nicht mit Leipzig oder Frankfurt vergleichbar ist und ich definitiv nicht mit meinem gewohnten Zielpublikum rechnen kann. Die BuchBerlin ist eine reine Buchmesse ohne Anbindung an Cosplayer und fast komplett ohne Bezug zu Mangas. Schnittstelle ist da eher der Fantasybereich bzw. Gayromane.

Wie dem auch sei, zurück zur Hauptattraktion, also mir. Quatsch, mir fiel nur gerade kein vernünftiger Übergang ein. Doch, 90 cm sind wenig, verdammt wenig. Mehr hatte ich nicht. Aufgrund der Standpreise und meiner finanziellen Verhältnisse, konnte ich mir lediglich die halbe Variante leisten. (Vom Sortiment her wäre es kein Problem die gesamte Fläche zu füllen.) Allerdings, wenn man so tolle Nachbarn wie Klunkerschatz hat, wird selbst der getacktete Aufbau a 2 Stunde mit 30 Minuten Kulanz erträglich.


Auf dem Bild seht ihr mich mit meiner Standnachbarin Klunkerschatz.

Die Messe selbst entsprach hinsichtlich Verdienst meinen Erwartungen bzw. lag leider sogar darunter. Für mich hat sich die BuchBerlin als Aussteller nicht gelohnt, deutlich nicht gelohnt. Menschlich alles Bestens dank super Nachbarn und Helferlein am Sonntag sowie Gesprächen während meines Erkundungsganges.

Zusätzlich bot sich mir während der BuchBerlin erneut die Gelegenheit mit der Autorin JosefineGottwald zusammenarbeiten zu können. Nach ihrem ersten Stopp im Rahmen der Animaco, begleitete mich ihre Reihe „Krieger des Horns“ zur Messe. Selbstredend mit passenden Goodies wie Lesezeichen oder Sticker. (Generell die mit meistgenutzten Goodies bei sämtlichen Ständen.) Dabei stand weniger der komplette Abverkauf sämtlicher Exemplare im Vordergrund, sondern die Präsentation selbst. Danke an alle, die das Angebot nutzten. In Zukunft sind definitiv weitere Projekte geplant.



Dezember – Weihnachtszauber Jam Berlin

JamBerlin – ein Verein aus Berlin mit dem Ziel die japanische Anime, Manga, Cosplay und Kulturszene in der Region zu unterstützen. Jeder soll hier ungestört seinen Hobbys und Interessen nachgehen können. Außerdem bietet JamBerlin monatliche Treffen wie das BAT oder Specialevents. Zu diesen Specials gehört ihr jährlich stattfindender Weihnachtszauber. Ein süßes Event mit ausgewählten Ausstellern, Programm, leckeren Speisen, besonderen Workshops und großer Wichtelaktion. Alles im Zeichen von Weihnachten, süßem Glockenklang und schönen Stunden.

Für mich die letzte Gelegenheit 2018 als Aussteller aktiv mitwirken zu können und anderen ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern. Wobei dieses Jahr eher die Besucher selbst bei mir für ein fettes Grinsen sorgten. Nicht, weil sie etwas bei mir kauften, sondern vielmehr weil sie sich bedankten. Ja, sie bedankten sich bei mir für ihre beim Cosplaywettbewerb gewonnenen Preise. Richtig gelesen, ich sponserte für den Wettbewerb, bei dem die Teilnehmer eine kurze Performance mit Weihnachtsbezug hinlegen mussten, einige Preise. Nichts Besonderes, aber durch den Dank für mich das beste Geschenk überhaupt. Dank seitens der Gewinner ist, selbst wenn sie wissen von wem die Preise sind, nicht selbstverständlich. Vielleicht darf ich den Zauber des Wörtchens „Danke“ in dem Zusammenhang noch öfter erleben.



Danke möchte ich an dieser Stelle auch meinem Bruder und meinem Papa sagen. Beide begleiteten mich zur Weihnachtsfeier. Danke für eure Zeit, den raschen Aufbau am Vortag sowie den ebenfalls raschen Abbau am Eventtag. Dank euch konnte ich genießen und Weihnachten selbiges sein lassen. Vielleicht lässt sich das wiederholen.

Das war er also, mein großer Jahresrückblick. Vieles ist 2018 geschehen. Es gab kleine und große Events, wenige Kurse und Umbauten. Das Sortiment wurde erweitert und geändert. Für 2019 sind weitere Änderungen geplant. Vieles soll besser werden oder aber optimiert. Ich bin gespannt wohin mich mein Weg führen wird. Meine abschließenden Fragen für euch:

1. Welche Events werdet ihr 2019 besuchen?
2. Was sollte man 2019 auf keinen Fall verpassen?
3. Was ist euer großes Projekt für dieses Jahr?

[OnTour/Workshop] Mein Conjahr 2018 – 17 Reisen von groß bis klein Part 2

Während Part 1 die Monate Januar bis April abdeckte, geht es diesmal um die Monate Mai bis September. Part 3 wird dementsprechend Oktober bis Dezember behandeln. Ich wollte euch keinen ellenlangen Dauertext zumuten und habe mich daher für eine Trennung entschieden.

Mai – Mizacko

Die Mizacko ist schwierig, sehr schwierig, besonders in puncto Werbung. Die Abstände zwischen den Postings variieren, manche Infos werden erst gar nicht gepostet und im Facebookevent dominieren Besucherbeiträge. Versteht mich nicht falsch, jeder entscheidet selbst darüber wie viel Zeit er in einzelne Plattformen steckt und ich bin beiweitem kein Experte, aber gerade für regelmäßige Infos gilt die Homepage nicht als erste Anlaufstelle.

Zusätzlich ist es generell schwierig vorab mit künftigen Besuchern in Kontakt zu treten. Reaktionen erfolgen selten und wenn dann versetzt. Dafür kann jedoch der Veranstalter selbst nichts. Über die Orga für meinen Bereich kann ich mich nicht beklagen. Leider ist es als Künstler nicht möglich mehr als einen Tisch zu bekommen.  In meinen Augen sehr schade, denn nicht jedem Künstler reicht ein Tisch. Der Händlerbereich ist preislich gesehen keine Alternative. Aber, und da gibt es nichts zu meckern, die Mizacko versucht trotzdem ihren Künstlern Erweiterungen in Form von Regalen zu ermöglichen. Ist zwar angesichts der Raumgröße für den Künstlerbereich nicht viel, aber besser als nichts.

Finanziell ist die Mizacko für mich schwierig. Nicht, weil die entsprechenden Fans fehlen würden, sondern vielmehr weil die Besuchermenge eine andere ist. Besonders wenn wie dieses Jahr, mal wieder zahlreiche andere Events am gleichen Wochenende stattfinden. Die Mizacko schaut da in jeglicher Hinsicht in die Röhre.



Juni – Micoro no Demaco und Open Door Convention

Die Micoro no Demaco gilt als echter Geheimtipp in der Szene und ist klein, sehr klein. Ich sehe sie daher weniger als Convention, sondern viel mehr als Event. Sicher, Workshops, Bühnenprogramm, Händler – alles Bereiche einer klassischen Con, jedoch in anderer Größenordnung. Die Demaco (Bericht 2013) findet jedes Jahr in einem Jugendclub statt. Deren Mitarbeiter unterstützen den Hauptorganisator am Eventtag selbst.  Sehr liebenswerte Leute, zumindest die meiste Zeit. Richtung Abbau hin kann das schon mal anders aussehen.

Besucher der Demaco können sich über ausgewählte Händler, Zeichner und Fanstände freuen. Selbstredend Workshops, nicht zu vergessen Showgruppen und diverse Wettbewerbe, teilweise mit Verbindung zum örtlichen Einzelhandel. Desweiteren können die Sportflächen im Außenbereich genutzt werden. Der Eintritt ist human gestaltet. Allerdings, so lieb wie ich die Leute dort habe, gerade bei weiter Anreise und damit verbundenen Fahrkosten, lohnt sich ein Besuch in meinen Augen nicht.

Ich hatte es zwar bereits im Zuge der Mizacko angemerkt, muss es hier jedoch noch mal wiederholen: Werbung bzw. regelmäßig posten. Die Abstände zwischen einzelnen Postings sind entweder sehr groß oder quasi nicht vorhanden. Ich empfehle an der Stelle die Planungsfunktion von Facebook oder aber Teilung des Beitrages von einer anderen Plattform.

Ungeachtet dessen kann ich die Demaco vorbehaltlos gerade Eventanfängern empfehlen. Ebenso Fans aus der Nähe. Ihr habt dort definitiv die Gelegenheit ausgiebig mit den Zeichnern zu reden und der jährlich stattfindende Überraschungswettbewerb macht seinem Namen alle Ehre.



Die Open Door Convention – klein, süß und Abschlussprojekt eines Freiwilligen Kulturellen  Jahres. Nicht meines Jahres, aber dem einer wundervollen Persönlichkeit. Jeder FSJ’ler muss am Ende seines Jahres ein eigenes Projekt umsetzen. Paula nutze die Chance und verband ihr Leidenschaft für Mangas und co mit ihrer Arbeit. Die Open Door Convention kostete keinen Eintritt und bot eine Zeichnermeile, verschiedene Workshops, Vorträge, Wettbewerbe, einen kleinen Flohmarkt, eine Bastelecke und leckeres Essen. Ich selbst unterstütze Paula mit einem Workshop und als Jurymitglied für den Cosplaywettbewerb.

Aufgrund der Menge an Besuchern konnte ich sogar ausgiebig mit jedem einzelnen Schüler sprechen. Leider schaffe ich genau das sonst nicht immer. Wir sprachen über Cosplay, bisherige Näherfolge und allgemein über Hobbys. Fast schon wie Freunde bzw. einfach wie Menschen, die sich gut verstehen. Für mich mit einer der schönste Punkte kleiner Events, die eben nicht mit ihren großen Geschwistern vergleichbar sind.

Highlight war für mich jedoch der Cosplaywettbewerb selbst. Ich stand selbst jahrelang aktiv durch Showgruppen oder Cosplaywettbewerbe auf der Bühne. Mittlerweile fehlt mir die Zeit dafür und bin ins Jurylager gewechselt. Ich liebe es die Cosplays vor den Bühnenauftritten genauer unter die Lupe zu nehmen. Ich liebe es bei Auftritten genauer hinzusehen und mich von neuen Serien verzaubern zu lassen. Ich liebe die Diskussionen mit meinen Mitjuroren und die Preisverleihung im Anschluss. Nicht immer zählt das aufwendigste Kostüm. Mitunter sind es gerade unauffällige Details, die in der Vorbewertung unter Ausschluss der Öffentlichkeit zu Tage treten, die den Ausschlag geben. Genauso gut kann der Auftritt die ausschlaggebenden Punkte aufs Konto befördern.

Juli – Ongaku Matsuri Sommerevent + Otakus Berlin Sommerfest

Oh je, die Ongaku Matsuri – eine immer wieder stattfinde Disco mit Vorprogramm, zeigte mir dieses Jahr in ihrer Sommerausgabe eines: Es ist verdammt bescheiden keinen Helfer zu haben und immer wieder darauf hingewiesen zu werden, dass nur noch x Minuten bis zur Eröffnung sind. Wirklich keine gute Sache. Weder für die eigenen Nerven, noch für die eigene Laune oder aber die innere Ruhe. Natürlich konnte ich den Aufbau am Ende mehr oder weniger fristgerecht beenden. Abgesehen davon blieb mir speziell diese Ausgabe als besonders plapperfreudig im Gedächtnis. Also weniger das Event selbst, als vielmehr meine Standnachbarn. Extrem ungewohnt so viel zu schwatzen.



Beim Sommerfest von Otakus Berlin gab ich lediglich einen meiner Workshops zum Besten. Ich weiß, ich war hinsichtlich Workshops 2018 ausgesprochen faul und nicht wirklich aktiv. Vielleicht kann ich das 2019 wieder ändern? Wie dem auch sei, Flaschengeister sollten es werden. Süße und einzigartige Flaschengeister, ganz wie ihre Besitzer. Für erneut die Gelegenheit mit meinen Schülern quatschen zu können. Wie das Event sonst so war? Nun dazu kann ich nicht viel sagen, da mich persönlich das Rahmenprogramm nicht reizte.



September – Comicgarten Leipzig

Der Comicgarten wird jährlich von einem kleinen Team ehrenamtlich organisiert und sieht sich nicht als nicht als kommerzielles Event. Der Comicgarten möchte allen Besuchern eine schöne Zeit ermöglichen. Niemand soll ausgeschlossen werden, weil es am Geld scheitert. Ich selbst kenne den Comicgarten seit 2013 aus der Sicht des Ausstellers. Seitdem hat sich nichts geändert, denn das Konzept bleibt gleich. Comiczeichner präsentieren ihre neuesten Werke und fertigen Originalzeichnungen an. Es gibt Lesungen, Auftritte, ein Quiz und einen Cosplaywettbewerb. Cosplayer sind gern gesehene Besucher des Gartens, werden jedoch auf der Suche nach themenrelevanten Ständen enttäuscht. Programmtechnisch gibt es für die nur den Cosplaywettbewerb, welcher von wechselnden Teams organisiert wird. Direkt neben der Gaststätte, Veranstaltungsort des Comicgartens, gibt es einen Park mit tollen Kulissen.

Der Comicgarten ist ein kleines Event, bekannt unter Comicanhängern und unterschiedlich gut besucht. Als Aussteller lässt sich immer ein Ansprechpartner finden, aufgrund der Teamgröße muss jedoch mit Wartezeiten gerechnet werden. Gleiches gilt für Postings oder Werbung. Wobei im Bereich Werbung die finanziellen Mittel nicht vorhanden sind. Ich selbst unterstütze den Comicgarten seit 2 Jahren im Bereich Cosplay. Weitere Unterstützer und Helfer für den Orgakreis werden immer gesucht.



Als Aussteller empfiehlt es sich nicht von sonst was für Ausnahmen auszugehen. Der Comicgarten ist, wie bereits weiter oben erwähnt, ein kleines Event mit unterschiedlichen Ausstellern und besonders abhängig von der Besuchermenge. Viel mehr eignet sich der Comicgarten für lange Gespräche mit den Zeichnern. Gleiches gilt für die anwesenden Cosplayer. Ich selbst nutzte den Comicgarten 2018 genau dafür. Durch die Organisation des Cosplaywettbewerbes stand der Verkauf für mich so oder so hinten an. Danke an der Stelle an alle Teilnehmer, unsere Jury und den Garten selbst als Austragungsort. Vielleicht gibt es 2019 eine Neuauflage.

Wahnsinn wie schnell die Monate dahinfliegen. Wir sind bereits wieder am Ende von Part 2 angelangt. In wenigen Tagen erwartet euch mit Part 3 der letzte Abschnitt aus 2018.

Wie immer hier noch ein paar Fragen als Anregung für Kommentare:

1. Jahresrückblicke – wie steht ihr generell dazu?
2. Habt ihr selbst schon mal welche verfasst / es in Zukunft vor?
3. Bevorzugt ihr kurze Beiträge mit weniger Text, aber dafür mehr Bildern?
4. Oder darf es ein längerer Text sein mit entsprechend geringerer Bilderanzahl?