[Interview] Vivian Tan Ai Hua – Covergenie bei Eiselfen & Mermaid

Vivian arbeitet hauptberuflich als freie Künstlerin und Grafikdesignerin. Dadurch kommt sie mit verschiedenen, kreativen Menschen in Berührung. Egal ob Premadecover, extra angefertigtes Cover oder Grafiken – jedes ihre Werke ist einzigartig.

Aktuell arbeitet sie unter anderem für die Autorin Josefine Gottwald. Sie kümmert sich um die Cover der brandneuen Mermaidreihe und seit Band 5 um die Traumdesigns der Eiselfen.

Ich hatte die Ehre Vivian zum Interview zu treffen, um mehr Infos über ihre Zusammenarbeit und die Arbeit als Coverdesignerin zu bekommen.

Interview: Hallo Vivian, freut mich, dass du Zeit hast. Magst du ein bisschen über dich erzählen? Wer bist du? Was machst du?

Hallo!
Wie viele andere im Geschäft, habe ich einige Zwischenschritte gemacht bis ich da angekommen bin wo ich jetzt bin. Angefangen im Bereich Kunstvermittlung, folgten später Onlinemarketing, Communityaufbau und Buchmarkt mit Schwerpunkt E-Book und Selfpublishing. Schließlich entschied ich mich dazu als Künstlerin und Grafikerin selbstständig zu werden, wobei meine Kunden zumeist aus dem Buchbereich kommen. Ich gestalte also Cover, mache Werbematerial etc.

Interview: Du arbeitest als Illustratorin mit der Autorin Josefine Gottwald zusammen. Welche Aufgaben übernimmst du? Wie habt ihr euch gefunden?

Für Josefine male ich die Bilder für die Cover ihrer Reihen „Eiselfen“ und „Mermaid“, wobei ich bei „Eiselfen“ erst das zweite Coverbild erstellt habe und bei Mermaid von Anfang an dabei sein durfte. Am Ende setze ich auch das Cover, aber die Schriftart und Ähnliches sind vorgegeben und aus anderer Hand.


Josefine hatte über eine Facebookgruppe nach einer neuen Illustratorin gesucht, die die Cover ihrer Reihe „Eiselfen“ fortführen könnte. Ich habe mir die Arbeit angeguckt und mir es zugetraut.

Interview: Oh ha, Covergestaltung ist sicherlich nicht einfach. Wie läuft so ein Auftrag eigentlich ab? Wie viel Zeit vergeht bis zum fertigen Ergebnis?

Das ist unterschiedlich, aber gerade die Cover für Josefine sind arbeitsaufwendig. Eigentlich wollen wir das Ganze innerhalb eines Monats fertigbringen, aber die beiden Cover für die „Eiselfen“-Reihe haben den Rahmen deutlich gesprengt. Ich denke, das liegt vor allem daran, dass ich das Projekt übernommen habe und in dem Stil einer anderen Illustratorin arbeiten muss. Bei dem „Mermaid“-Cover habe ich freiere Hand und muss nicht darauf achten, ob mein Stil auch zu der Arbeit einer anderen passt.

Josefine hat klare Vorstellungen was sie auf ihren Covern haben möchte und welcher Stil. Außerdem nutzt sie die Arbeit an dem Cover für ihren Schreibprozess. Josefine pitcht mir das Buch, stellt mir die Hauptfigur/en vor, die ich auch auf dem Cover darstellen soll. Sie hat genaue Vorstellungen von vielen Einzelheiten und Merkmalen. Das geht über die Augenfarbe der Figuren weit hinaus.

Ein Beispiel: Sie beschreibt mir die Art der Kleidung so weit, dass Muster von Broschen vorgegeben sind und Schlagworte fallen wie Wind im Haar, Trauer im Gesicht, entschlossenes Kinn, Art der Landschaft, Farben …
Ich versuche daraus ein Ganzes zu machen. Und dabei habe ich mich auch schon öfter verrannt, sodass einige Monate ins Land gehen können.

Interview: Wahnsinn, mit der Zeitspanne hätte ich nicht gerechnet. Wie viel Mitspracherecht hast du bei der Gestaltung? Wie viel Vivian Ai Hua steckt beispielsweise im Cover von Mermaid?

Ich denke, in diesem Cover steckt wahrscheinlich genauso viel von Josefine, wie von mir.

Interview: Apropos Mermaid, hast du eine persönliche Verbindung zum Buch? Wie findest du Zugang zu der Geschichte dahinter? Oder lässt du dir erzählen um was es geht?

Josefine ist auch bei dieser Reihe sehr gut vorbereitet. Sie hatte eine visuelle Richtung, z.B. die Farbskala, vermittelte mir ein Bild über die Thematik und Einordnung der Reihe. Das Buch habe ich also noch nicht gelesen, wenn ich an dem Cover arbeite, aber mich reizt die Thematik. Das fängt mit einer kindlichen Vorprägung an. Ich mochte immer Andersens Undine, aber auch in meinem Studium der Kunstgeschichte und der neuen deutschen Literatur habe ich mich mit verwandten Stoffen befasst. Josefine und ich haben da schlicht und einfach dieselben Interessen.

Interview: Danke für die Erklärung. Hast du vor Josefine bereits mit anderen Kreativen zusammengearbeitet? Könntest du dir vorstellen in dem Bereich aktiver zu werden?

Ich arbeite hauptberuflich in diesem Feld. In diesem Monat habe ich beispielsweise das Cover für einen Lokalkrimi gestaltet, illustrierte ein englischsprachiges Kinderbuch, habe ein weiteres Cover gemalt und Werbebanner erstellt.

Interview: Ich sehe gerade, du führst selbst einen Blog. Leider liegt der letzte Eintrag bereits einige Zeit zurück. Hast du vor ihn wieder aufleben zu lassen? Wenn ja, mit welchen Beiträgen ist zu rechnen?

Oh ja, ich nehme mir immer wieder vor einfach drauf los zu schreiben, doch immer kommt etwas dazwischen. Die Tage an denen ich täglich gebloggt habe sind lange Vergangenheit. Aber ja, ich möchte wieder bloggen. Ich schrieb bisher vor allem über Kunst und Kultur und Marketing.

Interview: Oh nein, wie schnell die Zeit vergeht. Wir sind am Ende angelangt. Hast du abschließend Tipps für andere Coverzeichner, die diesen Beruf ebenfalls ergreifen möchten?

Ich sehe mich eigentlich nicht in der Lage tolle Ratschläge zu geben. Vielleicht so was wie: Rechne durch was du selbst ausgibst und du im Monat verdienen musst, um dir diesen Job leisten zu können. Von irgendwas muss man die Miete und Versicherungen zahlen und selbstständig sein ist nicht immer einfach. Das sollte man bedenken, ansonsten verliert man die Freude an der Arbeit.

Danke für deine Zeit, die zahlreichen Bilder und den Blick hinter die Kulissen.

Ich habe zu danken.

Übrigens, mehr zu Vivian gibt’s auf ihrer Homepage oder über ihre Facebookseite.

[Interview] Stefanie Steenken – von Poesie und Poetry Slam

Abgelegt – Stefanies zweiter Gedichtband. Diesmal beschäftigt sie sich mit den Themen Verlassen, Verlieren und Verlieben. Viele ihrer Texte gewähren Einblicke in Stefanies privates Leben, zeigen den Menschen dahinter. Damit zeigt sich die Poetry Slamerin offener denn je.

Ich hatte die Ehre, die Autorin mit meinen Fragen löchern zu dürfen. Im Interview erfahrt ihr Einiges über Stefanie als Person, ihre Zusammenarbeit mit der Künstlerin Heike Niderehe und ihre Schreibmotivation.


Interview: Hallo liebe Stefanie, seit Kurzem ist dein zweiter Gedichtband „Abgelegt“ erhältlich. Dabei dreht sich alles ums Verlassen, Verlieren & Verlieben. Was inspiriert dich beim Schreiben deiner Texte?

Hallo liebe Lisa, ich freue mich über deine Fragen! Ich liebe Fragebögen! Also los geht’s! Was mich inspiriert? Meine Emotionen. Mein Leben. Ich verarbeite viel beim Schreiben. Ich habe das Gefühl, es muss raus. Vieles ist fertig in meinem Kopf. Gedanken, die zu Zeilen werden. Zu Geschichten. So entsteht fast alles, was ich zu Papier bringe.

Interview: Apropos Inspiration, was ist dir beim Schreiben besonders wichtig? Auf was achtest du?

Auf mein Gefühl. Ich bin kein Profischreiber. Ich mache viel ganz intuitiv, nicht nur beim Schreiben. Natürlich habe ich auch schon mal einen Schreibworkshop besucht, war auf Seminaren rund ums Schreiben und Verlegen und lasse meine Texte auch lektorieren. Ich will ja schließlich Profi werden. Wenn dann Fachleute von meinen Zeilen begeistert sind motiviert mich das total. Das macht mir ein gutes Gefühl auf dem richtigen Weg zu sein. Ich denke, am wichtigsten ist mir meine Authentizität.

Autorenfoto von Stefanie Steenken mit der Hand auf einem Pferderücken als Beitrag für ein Interview
@Hannah Nolte

Interview: Laut deiner Facebookseite bist du als Poetry Slamerin unterwegs. Was genau bedeutet Poetry Slam überhaupt? Was kann ich mir darunter vorstellen?

Poetry Slam ist ein Dichterwettstreit mit drei Kriterien.

1. Der Text muss selbst geschrieben sein.
2. Keine Requisiten.
3. Maximale Zeitangabe (meistens so 6 Minuten).

Man battelt sozusagen gegeneinander, das Publikum wählt aus. Entweder mit Punkten oder per Applaus. Je nach Größe der Veranstaltung gibt es zwei Runden. Also 8 Teilnehmer treten beispielsweise gegeneinander an.

Runde 1: Die besten 4 kommen eine Runde weiter und dürfen noch mal mit einem anderen Text. Wer dann in der Finalrunde die meisten Punkte (oder Applaus) erhält, trägt den Pokal nach Hause. Der „Pokal“ besteht im Übrigen meistens aus einem Jutebeutel mit Dingen, die niemand braucht. Oder aus Rum.

Interview: Danke für die Erklärung. Wie bist du zum Poetry Slam gekommen? Was reizt dich daran?

Reizen? Der Rhythmus. Das steckt mir im Blut. Ich konnte schon immer gut dichten. Das hab ich von meinem Vater geerbt. Tun muss ich dafür nichts. Es ist schon da. Ich muss es nur aufschreiben. Viele kleine Zettelchen liegen in sämtlichen Schubladen hier herum und wollen in Form gebracht werden. Die Arbeit besteht dann darin, es zu einem kompletten Text zusammenzubauen. Das ist wie puzzeln. Irgendwann ist es fertig.

Autorenfoto von Stefanie Steenken in einem Pferdestall als Beitrag für ein Interview
@ Hannah Nolte

Interview: Du wolltest dieses Jahr auf Tour, aber dank Corona ist alles anders. Leider bedeutet das auch für dich Einschnitte. Oder findet die Tour trotzdem statt?

Nein, leider ist dieses Jahr alles aus Sicherheitsgründen abgesagt worden. Bisher jede Lesung, jede Veranstaltung. Aber das ist in Ordnung. Auch die Leipziger Buchmesse im März hab ich sausen lassen, bereits bevor sie abgesagt worden ist. Das ist mir zu heikel. Auch ich muss mich schützen.

Interview: Das finde ich sehr vernünftig und richtig von dir. Gesundheit ist kostbar. Ich bin trotzdem neugierig, wie würde so ein Tourabend aussehen?

Ein Tourabend, das klingt toll. Bisher waren es ja „nur“ Auftritte. Ich bin wahnsinnig nervös, jedes Mal. Aber das Schöne ist, man sieht es nicht. Wenn ich es hinter mir habe verfliegt alles, die ganze Anspannung. Ich trete immer gern als Erste auf, damit ich wieder durchatmen kann. Dann kann ich auch viel besser den anderen Teilnehmern zuhören.

Interview: Wie schade, wird die Tour denn nächstes Jahr nachgeholt? Oder kannst du dazu noch nichts sagen?

Das weiß ich noch nicht. Es war ja keine Tour an sich, sondern einzelne Veranstaltungen. Einige holen wir nach, andere entfallen gänzlich. Aber es kommen ja immer wieder neue hinzu.

Ich muss und mag ja an Reichweite gewinnen, daher bin ich immer interessiert und engagiert an Events teilzunehmen. Schaue wo was los ist und unterstütze auch Einrichtungen, mit denen ich zusammenarbeite, indem ich vor Ort bin, das Veranstaltungsprogramm mitgestalte, dort dann auch lese oder Texte vortrage.

Mein erster Solo-Abend, also ein ganzes Programm nur von und mit mir, ist am 19.11.2020 in der Bücherei Oranienburg geplant. Aber durch die Gesundheitskrise kann noch niemand wissen, ob es tatsächlich stattfinden kann. Natürlich halte ich euch auf dem Laufenden!

Seite 73 aus Abgelegt als Beitrag für ein Interview
@ Original Stefanie Steenken / Bearbeitung Lisa Erbe

Interview: Lebst du eigentlich komplett vom Schreiben? Oder übst du nebenher noch einen anderen Beruf aus? Wenn ja, was für einen?

Nein. Bisher gebe ich mehr fürs Schreiben aus, als ich damit einnehme. Aber ich bin optimistisch, dass mal irgendwann irgendwas zurückkommt. Außerdem würde ich es auch ganz genauso machen, nur für mich, weil es das ist, was ich eben gerne mache. Schreiben macht mich glücklich.

Ich arbeite freiberuflich für eine Hausverwaltung. Das ist super, weil ich mir die Zeit frei einplanen kann. Davon lebe ich. Davon kann ich meine Brötchen bezahlen. Und kleine Schokoladentäfelchen für die Blogger!

Interview: Hihi, von den Täfelchen hatte ich selbst einige Exemplare in meiner Bloggerbox. Genug der Süßigkeiten, zurück zu den Fakten. Heike Niderehe ist für die tollen Bilder in deinem Buch verantwortlich. Woher kennt ihr euch?

Heike und ich haben in Spanien zusammen gearbeitet. Das ist 26 Jahre her. Ich war sieben Jahre dort, Heike zehn. Den Kontakt haben wir nie verloren, auch nicht als wir beide wieder nach Deutschland zurückgekehrt sind. Ihre Kunst fand ich schon immer großartig.

Als ich anfing, mir Gedanken zu machen, wer meine Bücher illustriert, das Cover gestaltet und dergleichen, hab ich stets gedacht, ihre Werke passen nicht zu meinem Schreibstil. Oder zu meiner Wohnung. Eher schlicht, modern und schwarz-weiß, da passen irgendwie keine Öl-Malereien oder Aquarelle dazu.

Ich wollte nie Lyrik veröffentlichen, sondern Romane. Dennoch war mein Debüt Abgeheftet, Band 1 der Poesie-Reihe, als Erstes fertig. Irgendwann hab ich einen Geistesblitz gehabt und sie gefragt, ob sie mir nicht einige ihrer Bilder für die Poesietexte zur Verfügung stellen würde. Weil es da doch irgendwie gut passt. Und da sie, wie ich, so viel im Fundus hat, konnte ich aus den Vollen schöpfen und aussuchen, was ich für passend hielt. So ist unser erstes Buch entstanden.

Seite 89 aus Abgelegt als Beitrag für ein Interview
@ Original Stefanie Steenken / Bearbeitung Lisa Erbe

Interview: Spannendende Story. Wonach wählst du die Bilder aus? Wie entscheidest du welche Malerei welches Gedicht unterstützt?

Intuitiv. Ausgewählt habe ich einfach alle Bilder, die mir gefielen, meine Favoriten. Dann hab ich alles einzeln ausgedruckt, ebenso die Gedichte. Bei manchen war sofort klar: Das gehört zusammen. Dann hab ich noch etwas auf die Reihenfolge geachtet, wie zum Beispiel nicht drei blaue Bilder hintereinander oder aber auch, an welchem Ort die Bilder entstanden. Zu vielen der Malereien habe ich einen persönlichen Bezug, weil es Erinnerungen dazu gibt. Eins ist von der Finca, wo wir uns kennenlernten. (S. 85) Da wählte ich dann natürlich einen Text, der auch dort gespielt hat.

Mir fällt noch eine Geschichte dazu ein. Letztes Jahr schrieb ich im Allgäu ein Gedicht über einen Regenbogen. Ich fragte Heike, ob sie nicht auch ein Bild mit Regenbogen habe. Sie verneinte. Aber wenn ich eine Vorlage hätte, malt sie mir eins. Und jetzt entsteht ein Bild, was genau nach dem Foto gemalt wird, wo auch der Text über die Begegnung entstand, über den Menschen, dem ich dort begegnet bin.

Damit wären wir auch schon fast am Ende unseres kleinen Interviews angelangt. Angenommen ich würde mich Gedichten widmen wollen, was kannst du mir als Anfänger empfehlen? Welche Tipps hast du?

Auf seinen Bauch zu hören. Sich nicht zu verstellen. Nie aufgeben!

Vielen Dank für deine Zeit, die bereit gestellten Bilder und die tollen Antworten. Übrigens, einen kleinen Einblick ins Buch findet ihr hier.

buchstabel gedichtband abgelegt

[Unpacking] Bloggerbox Abgelegt – Vom Verlassen, Verlieren & Verlieben

Abgelegt – vom Verlassen, Verlieren & Verlieben

*Werbung / Bloggerbox*

Autor: Stefanie Steenken
Webseiten: FB / Instagram / HP
Verlag: Selfpublisher
Seitenanzahl: 159
Print: 14,90 €

Eines der schönsten Gefühle ist, mit einem Lächeln einzuschlafen, weil man an heute denkt und sich auf morgen freut.

Stefanie Steenken hat ihre Leidenschaft im Schreiben gefunden. Trotz Zweifeln und Angst ist sie ihren Weg gegangen und hat ihrer Intuition vertraut. Ihre Gedichte lassen Einblick gewähren in Lebensabschnitte und Situationen, die wohl jeder von uns schon erlebt hat. Sie erzählt vom Verlassen, Verlieren und Verlieben. Und dass man die wertvollsten Dinge im Leben finden kann, auch wenn man gar nicht anch ihnen sucht.

Abgelegt ist ihr zweiter Gedichtband. Authentische und emotionale Zeilen motivieren, an sich selbst zu glauben und erinnern daran, dass wir alle anders und genau deswegen einzigartig sind.


(Inhaltsgabe entspricht dem Buchrücken. Rechte für den Text liegen bei der Autorin.)

Inhalt

Im Rahmen der Kampagne zu „Abgelegt – Vom Verlassen, Verlieren & Verlieben“ erhielt ich diese zauberhafte Bloggerbox. Zusammengestellt von Mainwunder, macht sie Bock darauf sich mit einem kühlen Drink und den Gedichten auf den Balkon zu verzieren, um dort die Gedanken schweifen zu lassen.

Im Paket selbst befand sich eine wunderschöne Karte samt persönlicher Widmung. Die Karte selbst stellt die Autorin vor. Auf der Rückseite befinden sich Infos zum Vorgängerband „Abgeheftet“, welcher sich den Themen Festhalten, Loslassen udn Ankommen widmet.

Das Highlight der Box ist jedoch für mich, neben dem Buch selbst, das beigelegte Notizbuch. Ich liebe Notizbücher und Blöcke, besonders Blöcke. Dementsprechend freue ich mich natürlich umso mehr zur Abwechslung ein richtiges Notizbuch in den Händen halten zu dürfen. Aufgrund der weißen Innenseiten stehen mir zusätzlich alle Türen offen.

Abgerundet wurden die Beigaben durch ein bißchen Schoki und einen farblich passenden Kugelschreiber. Letzteres geht immer, denn Kullis kann man nie genug haben.

Natürlich durfte das Buch selbst ebenfalls nicht fehlen. Mit Schwarz, Gelb und Weiß setzten sich die Farben der Bloggerbox fort. Das Cover selbst bzw. der gesamte Bucheinband wirken sehr grafisch, fast schon ein bißchen abstrakt. Ich finde jedoch genau das richtig, da es meiner Meinung nach gut umgesetzt wurde.

Fazit

Mainwunder beweist mit dieser wunderschönen Bloggerbox ein gutes Händchen für tolle Aktionen. Gedichtband, Notizbuch für eigene Versuche und ein passender Kulli – ein besseres Startpaket kann ich mir als künftige Dichterin nicht wünschen. Wer weiß welche Höhenflüge ich erleben werde.

[Unpacking] Bloggerbox Sophie & Cassian – Zaghaft

Sophie & Cassian – Zaghaft

*Werbung / Bloggerbox*

Autor: B.S.L.Peschka
Webseiten: FB / Instagram
Verlag: Selfpublisher
Seitenanzahl: 304
E-Book: 3,99 €
Print: 12,83 €

Sophie und der zwei Jahre ältere Cassian kennen sich seit ihrer Kindheit, haben sich dann aber aus den Augen verloren. Durch einige zufällige Begegnungen verändert sich die Lage und ihre Perspektiven verschieben sich. Sie entdecken neue Gefühle füreinander, verhalten sich aber noch zaghaft, ungläubig und unsicher.

Ein Missverständnis weckt Cassians Eifersucht und er bricht den Kontakt zu Sophie ab. Der zarte Anfang ihrer Beziehung scheint gescheitert zu sein.

Ein harmloser Abend endet für Sophie mit einem traumatischen Erlebnis, dem sie durch Hilfe von Freunden entkommen kann. Zufällig greifen Cassian und seine Eltern Sophie auf ihrer Flucht auf. Sie kümmern sich um sie und Cassian gelingt es, Sophie seelisch aufzufangen. In dieser schwierigen Zeit kommen die beiden endlich zusammen. Oder doch nicht?

(Auszug aus der Inhaltsangabe. Rechte für den Text liegen bei der Autorin.)

Inhalt

Im Rahmen der Kampagne zu „Sophie & Cassian – Zaghaft“ erhielt ich diese zauberhafte Bloggerbox. Zusammengestellt von Mainwunder, versprüht sie sowohl farblich als auch vom Inhalt den Zauber der ersten, großen Liebe. Und die kennen wir doch alle oder?

Im Paket selbst befand sich eine wunderschöne Karte samt persönlicher Widmung. Die Karte selbst zeigt das Buchcover und passt damit wunderbar. Außerdem kann man sie direkt als Lesezeichen nutzen.

Das Highlight der Box ist jedoch für mich, neben dem Buch, die beigelegte Pfingstrose samt Erde. Ja, ihr lest richtig, eine ECHTE Pfingstrose. Sicher, noch ist es nur eine Knospe mit Dreck, aber erstmal eingepflanzt und liebevoll versorgt, erblüht auch sie zu einer echten Schönheit. Da ich leider selbst weder Garten noch Balkon besitze, wird diese Pfingstrose in den Garten meiner Eltern einziehen und dort ihren Zauber verbreiten.

Abgerundet wurden die Beigaben durch die klassische Visitenkarte, ein paar Süßigkeiten und farblich passendes Stoffmaterial. Letzteres ist mittlerweile zwar im Müll gelandet, aber macht sich vorher super für Fotos.

Natürlich durfte das Buch selbst ebenfalls nicht fehlen. Eingepackt in wunderschönem Papier mit süßem Strumpfband, schlug mein Herz bereits schneller bevor ich das Buch an sich sah und wurde nach Entfernung des Papieres nicht enttäuscht. Was für ein wunderschönes Cover! Natürlich werde ich weder Papier noch Strumpfband wegwerfen. Dafür ist beides viel zu hübsch.

Fazit

Liebe ist nicht nur Thema des Buches selbst, sondern zusätzlich in jeder Faser der Box zu spüren. Ob Schokoherzen, Pfingstrose oder passende Printprodukte – hier wurde an alles gedacht. Selbst das zuckersüße Strumpfband und die weißen Papierschnipsel passen dazu.

[Rezension] Mika D. Mon – Following You (Bis du mir gehörst)

Werbung / Rezensionsexemplar

Following You – Bis du mir gehörst

Autor: Mika D. Mon
Webseiten: FB / Instagram
Verlag: Selfpublisher
Seitenanzahl: 263
ISBN: 978-3966985673
E-Book: 2,99 €
Print: 11,90 €

Viktoria, Tochter eines mächtigen Pharmakonzernchefs, lebt das Leben einer behüteten jungen Frau. Doch ist genau das erstrebenswert? Während Viktorias Vater an jeder Ecke einen Verschwörer sieht, möchte sie frei sein und rebelliert auf ihre Weise. Während eines Partyausfluges trifft Viktoria auf Seth, der Gefahr sowie Freiheit gleichermaßen ausstrahlt und ist sofort fasziniert. Doch, ist dieser groß gewachsene, tätowierte Kerl wirklich ihr Ticket aus dem Gefängnis? Oder bedeutet er ihren Untergang?

Uff, was für ein Abenteuer und was für eine Geschichte. Mein erster Ausflug ins Genre Dark Romance. Normalerweise lese ich Fantasy, aber bei diesem genialen Cover und dem ungewöhnlichen Klapptext konnte ich nicht anders. Ich mein, blaue Blumen, Dornenranken, goldene Schrift und schwarzer Hintergrund, besser geht es nicht oder? Doch, in dem all diese Elemente auf der Rückseite ebenfalls auftauchen. Zusätzlich ist der Klapptext durch die goldene Schriftfarbe superangenehm für die Augen.

Die Geschichte selbst wird abwechselnd aus der Sicht von Kiki, wie sich Viktoria selbst nennt, und Seth erzählt. Für mich ungewohnt, da ich eigentlich kein Fan der Ich-Perspektive bin. Hier jedoch wurden die Wechsel gut gesetzt und der Lesefluss wird nicht gestört. Einzig die Häufigkeit der Wechsel, zumindest im späteren Verlauf der Geschichte, ist mir etwas zu viel. Lieber weniger, aber dafür längere Abschnitte.

Am Anfang erfahre ich als Leser viel über Viktorias Leben, ihre Träume und Gedanken. Kiki besitzt, obwohl sie sich dem Willen ihres Vaters beugen muss, einen starken Willen und nimmt sich nichts mit ihren Altersgenossen. Gerade im späteren Verlauf der Geschichte wird klar wie stark sie ist und wie gut sie sich verteidigen kann. Kiki macht für mich eine großartige Entwicklung durch. Sie wächst mit ihren Aufgaben und erkennt das der von ihr so verhasste goldene Käfig nicht das ist was er zu sein scheint.

Die Ereignisse nehmen nach anfänglichen Schwierigkeiten schnell an Fahrt auf und überschlagen sich förmlich. Die eine oder andere Nebenfigur taucht auf und besonders Seth zeigt, dass auch Bösewichte Arschlöcher mit Extras sein können. Ich mein, welcher zwielichtige Typ nimmt sich bitte schön für Sex so viel Zeit und geht dabei auf die Bedürfnisse der Partnerin? Gerade das erste Mal wird sonst gern ja so behandelt, als gäbe es nie Probleme.

Fazit

Mit „Following You – Bis du mir gehörst“ ist dem Autorenduo Mika D. Mon ein toller Auftakt gelungen. Der Grundstein für eine erfolgreiche Story ist gelegt und es bleibt abzuwarten wie sich die Beziehung von Kiki und Seth weiter entwickelt. Für Fans von Dark Romance definitiv ein Muss.

[Rezension] Ralf Günther – Eine Kiste voller Weihnachten

Werbung / Rezensionsexemplar

Das Buch Eine Kiste voller Weihnachten liegt für eine Rezension vor Plätzchen

Rezension „Eine Kiste voller Weihnachten„

Autor: Ralf Günther
Illustrationen: Andrea Offermann
Verlag: Rowohlt Verlag
ISBN: 978-3-463-40697-8
Preis: 18 €
Seiten: 124

Weihnachten – Zeit sich zu besinnen und zu reflektieren. Vinzent Storch, seines Zeichens Verkäufer der „Dresdner Pappen“, steht dem Weihnachtsfest kritisch gegenüber. Früher einst andersdenkend, ließ ihn die Zeit erkalten. Sein Interesse gilt einzig der eigenen Firma. Im Dezember 1890 findet er in seiner Werkstatt eine vergessene Kiste und beschließt entgegen aller Vernunft zu liefern.

Unterwegs schmuggelt sich unbemerkt die kleine Lisbeth auf seinen Pferdewagen. Woher kommt die Kleine? Und was macht sie bei diesem Wetter draußen? Als Vinzent Lisbeth bemerkt, schickt er sie fort. Die Kleine lässt sich davon jedoch nicht beeindrucken und springt erneut auf seinen Wagen. Wiederholt will Vincent sie verscheuchen, aber Lisbeth lässt das nicht zu. Sie besteht darauf zu bleiben und bietet im Gegenzug ihre Hilfe an. Widerwillig nimmt Vincent das Angebot an, nicht ahnend auf was er sich einlässt.

Im Laufe ihrer gemeinsamen Fahrt wird ihm schmerzlich bewusst wieso Weihnachten sein Herz verlassen hat. Lisbeth erinnert ihn mit ihren Fragen an seine eigene Vergangenheit. Manchmal ein wenig frech und mit Schalk im Nacken, aber stets geradeaus. Trotzdem verändert sich Vinzent Stück für Stück ohne sich dessen bewusst zu werden.

Der Autor beschreibt die Reise der Zwei auf schlichte, aber beeindruckende Weise. Die Kälte kriecht einem förmlich in die Knochen und das Schnauben von Trude dringt ans eigene Ohr. Einmal angefangen, lässt einen die Geschichte nicht so schnell los. Die Story in mehreren Abschnitten lesen? Nicht wirklich möglich. Mir persönlich hat sie den Friseurbesuch versüßt. Der Rest wurde direkt auf dem heimischen Sofa verschlungen und die Rezension sofort verfasst.

Neben liebenswerten Charakteren verwöhnt der Autor seine Leser mit kleinen Wissenshappen zu regionalen Traditionen und passt die Sprache der Zeit an. Weder stocksteif noch übertrieben höflich – einfach etwas gedämpfter und zurückhaltender. Generell scheint die Zeit im Buch still zustehen. Obwohl es sich bei der gefundenen Kiste um eine sehr wichtige Lieferung handelt und ein Abenteuer das nächste jagt, fühle ich mich als Leser nicht gehetzt.

Hardcover und roter „Lederstreifen“ samt goldener Schrift lassen „Eine Kiste voller Weihnachten“ sehr edel wirken. Perfekt für einen gemütlichen Leseabend vor dem Kamin oder in großer Runde vor der Bescherung. Abgerundet wird das Gesamtbild durch wundervolle Illustrationen. Egal ob als fantastisches Cover, ganzseitiges Illustration oder kleine Zwischenzeichnung – ich sehe Liebe in jedem Strich. Die sanfte Koloration samt Details lässt die ausgewählte Situation lebendig wirken.

Fazit

Trotz des höheren Preises gibt es von mir eine klare Leseempfehlung. Hardcover, roter Einband, Lesebändchen und Goldschrift mit passenden Illustrationen – bereits optisch Weihnachten pur. Dazu eine zuckersüße Geschichte, die daran erinnert die Weihnachtszeit zu genießen und sich nicht komplett im weltlichen Trubel zu verlieren. Wie würde deine Rezension ausfallen?