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[Probenähen] Nashorn – Schnittmuster und Anleitung Makerist

Vor einiger Zeit bot die Firma Makerist eine ihrer Nähanleitungen für einen begrenzten Zeitraum gratis an. Es handelt sich um ihr Produkt „Stofftier Nashorn“ mit Schnittmuster und bebilderten Arbeitsschritten. Aktuell könnt ihr die Anleitung für 7,50 € im Shop erwerben. Sie ist nur für den privaten Gebrauch bestimmt und in den Sprachen Deutsch sowie Englisch erhältlich. Ob die eine gewerbliche Nutzung möglich ist, ist mir aktuell nicht bekannt.

Für mich selbst wurde sie aus folgendem Grund interessant: arbeiten mit fremden Schnittmustern. Ok, ich gebe es zu, der kostenlose Punkt war und ist nicht unschuldig, aber nicht ausschlaggebend. Gerade für einen Menschen wie mich, der sonst nur mit eigenen Schnittmustern arbeitet, sind fremde Schnittmuster schwierig. Jedes Muster erfordert seine eigene Arbeitsweise und diese entspricht nicht immer der eignen.

Die Anleitung besteht aus einem Deckblatt mit Hinweisen zu den benötigten Materialien und Beispielbildern. Dem schließt sich die zweiseitige Anleitung an, gefolgt von 4 Seiten Schnittmuster. Ich werde nur auf die Anleitung und das Schnittmuster selbst eingehen.

Schnittmuster

Die einzelnen Teile des Musters sind gut beschriftet, klar gegliedert und platzsparend auf dem Papier platziert. Achtung: Teilweise müssen die Teile zusammengeklebt werden. Hier wäre in meinen Augen ein eindeutiger Hinweis sinnvoll. Sicher, die Anleitung ist für fortgeschrittene Nutzer konzipiert, aber je besser das Muster, umso zufriedener der Kunde. Nutzt ihr das Schnittmuster so wie in der Anleitung angegeben, wird das spätere Kuscheltier etwa 40 cm lang. Ihr könnt, mit den entsprechenden Einstellungen, die Größe jedoch beliebig verändern und anpassen.

Anleitung

Die Anleitung an sich ist für mich der Knackpunkt, denn selbst ich als fortgeschrittener Nutzer hatte meine Schwierigkeiten. Die Bilder innerhalb der Anleitung sind mit Zahlen beschriftet, welche sich vor dem Text wiederholt, um beides verbinden zu können. Auf diese Weise wird eine Struktur gewährleistet. Jedoch hatte ich genau mit dieser Struktur meine Probleme. Der Text ist zwar untereinander angeordnet, aber nicht immer so das sich zusammengehörende Worte und Bilder auf einer Ebene befinden. Teilweise muss der Text zum Bild erst gesucht werden! Das kostet Zeit und sorgt für unnötigen Frust. Ich persönlich habe mich am Ende nur nach den Bildern gerichtet und den Text komplett ignoriert. Ich erwartete von einer Anleitung, dass sich Text und Bild im Einklang befinden!

Ergebnis

Aufgrund der Anleitung zog sich die Fertigung des Plüschtieres in die Lange. Das endgültige Tierchen entsprach jedoch dem Beispielbild seitens der Firma. Für das Probenashorn habe ich die Materialhinweise missachtet und Fleece verwendet. Ebenso verzichtete ich auf Vlies fürs Innere der Ohren, da die Ohren auch so stehen. Statt der vorgeschlagenen Glasaugen, bestehen die Augen bei mir aus Fleece. Ich habe die Materialangaben als Hinweise betrachtet, da ihr in punkto Stoff und Deko freie Wahl habt. Allerdings, besonders im Fall von Stoffresten unbedingt die Maßangaben der Anleitung beachten. Auf diese Weise wisst ihr bereits vor Beginn, ob euer Stoff überhaupt reicht.

Fazit

Das Schnittmuster ist weitestgehend klar und deutlich aufgebaut. Die einzelnen Elemente nutzen die Papierfläche aus und können variabel vergrößert oder verkleinert werden. Der Nutzer bekommt Materialvorschläge inklusive Mengenangaben. Man kann diese Hinweise jedoch ignorieren und sich bei seiner Wahl lediglich an den Mengen orientieren. Ebenso kann die Deko des Plüschtieres erweitert werden.

Die Anleitung ist bebildert und mit Text versehen, jedoch nicht in klarer Anordnung. Teilweise gehört der jeweilige Arbeitsschritt nicht zum Bild. Beides wird durch Nummern verbunden. An sich eine gute Sache, jedoch bitte eindeutig und ohne Sucheffekt. Für mich damit nicht benutzerfreundlich.

Der Dateidownload selbst klappte ohne Probleme. Die gelieferte PDF-Datei kann jederzeit auf dem Laptop und dem Handy angezeigt werden. Alles in allem positive Gründe für einen Kauf, jedoch wiegt für mich der Punkt hinsichtlich chaotischer Anleitung zu schwer. Ich kann daher für mich persönlich keine Kaufempfehlung aussprechen. Wer jedoch kein Problem mit dieser Form der Anleitung hat, der sollte unbedingt zu schlagen. Ihr werdet euren Spaß haben.

[Sponsoring] Kissen und co – Preise für Events und Wettbewerbe

Mit diesem Beitrag möchte ich euch einen Querschnitt bisheriger Events präsentieren, denen ich Preise gesponsert habe. Dabei handelt es sich, bis auf eine Ausnahme, um Fremdevents. Ein Klick auf den Bild führt euch, insofern denn vorhanden, zur Seite des Veranstalters. Vielleicht entdeckt ihr ja für euch noch tolle Events und Vereine.

 

Hauptpreise Tombola eigene Events

Preise Cosplaywettbewerb Tomodachi

Cosplaywettbewerb Comicgarten Leipzig 2017

Cosplaywettbewerb Harajukuday

Cosplaywettbewerb JamBerlin Weihnachten 2016

 

[Probenähen] Oben? Unten? Rechts? Links? Nen Bogen nähen reicht doch völlig aus!

Mit „Lumpi“, so heißt der kleine Kerl, habe ich erstmal die Bühne der Probenäher betreten und möchte euch nun meine Erfahrungen mitteilen. Ich selbst nähe bereits seit Jahren und bin es gewohnt mit Stoffen zu arbeiten. Allerdings bin ich es nicht gewohnt nach Anleitung zu nähen. Der Titel bezieht sich dabei auf ein Erlebnis während der Nähzeit. An sich besteht zwischen Freinähen und Anleitungsnähen kein großer Unterschied. Bei beiden muss ich Schritt für Schritt arbeiten, um am Ende ein Ergebnis zu haben. Dennoch gibt es für mich persönlich sehr wohl Unterschiede.

Beim Freinähen handle ich instinktiv und nähe einfach, ohne aufs Papier zu gucken, damit auch jeder Schritt stimmt. Sicher, ich habe gerade bei Wunschplüschis immer die Vorlage vor der Nase, aber ansonsten bin ich mir selbst überlassen. Nicht selten muss ich während der Entstehung eines Werkes das Schnittmuster teilweise überarbeiten oder Schnitte einfügen, die so nicht geplant waren.

Anleitungsnähen hat den Vorteil, dass du wirklich Schritt für Schritt begleitet wirst. Du hast bereits vorab ein fertiges Schnittmuster und musst dir nicht selbst darüber den Kopf zerbrechen. Anhand von Bildern und Texten wird dir gezeigt, wie du was zu machen hast. Klar, es kann dennoch einiges schief gehen, aber bei guten Anleitungen sollte das nicht der Fall sein. Es ist quasi so, als würde eine ständige Begleiterin neben dir sitzen und deine Hand leiten.

Trotz der oben offensichtlich gezeigten Vorteile beider Varianten werde ich schätzungsweise dem Freinähen treu bleiben, da es mir wesentlich mehr liegt. Abgesehen davon sind Probenähanfragen dennoch gern gesehen. Es ist für mich eine nette Abwechslung und wird nicht mit weniger Respekt behandelt als andere Anfragen ebenfalls.

Nähanleitung „Lumpi“ von Kunst&garn hat mir persönlich gut gefallen und ist ansprechend gemacht. Fast jeder Schritt wurde einfach und verständlich erklärt. Zusätzliches Bildmaterial unterstreicht die einzelnen Schritte. Ich gebe zu, dass ich Stolperstellen hatte, aber diese werde ich dennoch hier nicht näher erläutern. Abgesehen davon jedoch zeigt mir die Anleitung, dass sie gut durchdacht ist und die Herstellung der Schnittmusterteile am PC sind problemlos andere Größen möglich. Ein Faktor, der nicht zu unterschätzen ist, denn gerade bei größeren Projekten können sich so Einzelteile sehr schnell verschieben. Die Anleitung ist für Nähmaschinen ausgelegt, aber selbst als Handnäher gibt es keine heftigen Probleme.

Ich habe durch „Lumpi“ eine neue Nähtechnik kennengelernt und bin dankbar dafür. Deren Einsatzgebiet an sich ist mir nicht fremd, aber meine bisher verwendete Technik ist da doch etwas umständlich. Die Erklärung zum „Matratzenstich“ stammt zwar nicht von der Lumpimama selbst, aber sie hat ein einfaches Video rausgesucht, welches vermutlich wirklich jeder kapiert.

Ich selbst habe 2 Exemplare von „Lumpi“ genäht und es faszinierende Weise geschafft beide unterschiedlich aussehen zu lassen. Beispielsweise sind ihren Schnauzen unterschiedlich geformt oder aber ihre Kopfhaltung nicht gleich. Ok, an der Kopfhaltung bin ich selbst schuld. Man sollte Köpfe eben doch eher gerade als schief draufpacken.

Positiv ist an der Stelle auch zu erwähnen, dass „Lumpi“ genug Freiheiten bietet, um das Plüschtier zu erweitern und auszubauen. Zudem lassen sich auf diese Weise prima Nähfehler kaschieren und die eigene Fantasie wird angeregt. Ich liebe Sachen, die mich fordern, aber mir gleichzeitig genug Freiraum lassen, um eigene Erfahrungen einzubringen.

Und damit ich euch nicht verschrecke, hier meine beiden Lumpis: