War ich bisher Fans aus dem Anime- und Mangabereich gewohnt oder aber kleine Gruppen, so bot der Workshop während der diesjährigen Bimaco eine neue Zielgruppe: kleine Mädchen und ihre Eltern. Denn genau diese hatte ich diesmal fast durchgehend vor mir sitzen. Wobei die Eltern nur zum Teil dabei waren. Die meisten von ihnen kamen zwischendrin lediglich immer wieder mal schauen.
Trotz des jungen Alters meiner Schüler verhielt ich mich ihnen gegenüber nicht anders. Ich stellte mich ihnen wie gewohnt vor und führte sie durch die einzelnen Schritte der Herstellung. Allerdings dauerte diesmal die Betrachtung der Belegexemplare deutlich länger. Ebenso wurden diesmal vermehrt Fragen gestellt. Die kleinen Mädels waren echt sehr wissbegierig und unsicher. Immer wieder ging ich darauf ein, dass es nicht auf Perfektion ankommt.
Wie die bisherigen Workshops, zielte auch dieser darauf ab zu zeigen wie ein Onigiri genäht wird und was dafür alles nötig ist. Die Teilnehmer durften sich auch diesmal frei entfalten. Am Ende sollte ihr persönliches Onigiri entstehen. Ich halte nichts davon stur irgendwas vorzugeben und die Schüler dann ihrem Schicksal zu überlassen. Zumal gerade diesmal sehr viele vorher noch nie etwas oder nur sehr wenig mit Nadeln und Stoffen zu tun hatten.
Ich hielt es für wichtiger ihnen die Angst zu nehmen und denke nach wie vor so. Ich möchte, dass sich meine Schüler bei mir wohlfühlen und mich jederzeit fragen können. Sie sollen den Kurs nicht mit dem Gefühl verlassen nichts zu können. Abgesehen davon ist es erstaunlich, auf welche Ideen andere Menschen kommen. Bei einigen Ergebnissen am Ende wäre nicht mal ich darauf gekommen das Reisbällchen so zu gestalten.
Auf jeden Fall hat es mir persönlich sehr viel Spaß gemacht Kinder zu unterrichten und ihnen etwas beizubringen. Der Unterschied zu Gleichaltrigen ist zwar zu spüren, aber nimmt der Kurs erst mal seinen Lauf unterscheiden sich beide kaum. Ich könnte mir durchaus vorstellen bei Gelegenheit wieder vor Kindern zu stehen.
Die für den Workshop zur Verfügung gestellte Räumlichkeit war hell und freundlich. Durch die ausreichend vorhandenen Fenster konnte zudem jederzeit frische Luft zugeführt werden. Die einzelnen Tische standen zusammen und so fand alles an einem einzigen Punkt statt. In meinen Augen seitens der Con eine gute Entscheidung.
Allerdings könnte die Kommunikation mit der Con / den jeweiligen Ansprechpartnern deutlich besser werden. Vor der Con hätte ich mir da gern eine oder andere Reaktion mehr gewünscht. Ebenso standen die Zeiten leider erst sehr spät fest. Für mich ein wenig ungünstig, da ich an weiteren Programmpunkten beteiligt war. Diese verschoben sich außerdem zum Teil ordentlich. Bitte da im nächsten Jahr nachbessern.
Natürlich gibt’s für euch auch dieses Mal eine Zusammenfassung der entstandenen Werke und sogar Fotos vom Workshop selbst. Diese wurden mir von tangentus.de zur Verfügung gestellt. Viel Spaß beim Betrachten der kleinen Meisterwerke.
Apecrime? Ehrlich gesagt weiß ich immer noch nicht wirklich was diese Menschlein machen. Ja, ihr habt richtig gehört, hinter Apecrime steckt ein bekanntes, deutsches Musik und Comedy-Trio. Ihr Sprungbrett war und ist Youtube. Mehr Infos zu den Jungs findet ihr über Wikipedia oder über ihren Youtubekanal. Die neue Mama des Kissens und des Kuscheltieres war zum Zeitpunkt der Herstellung selbst Fan. Viel Spaß mit beiden Werken. Ich hatte beim Nähen meine helle Freude daran.
Der Comicgarten fand am 07.09.2013 zum vierten Mal in Leipzig statt. Lange Zeit war es unklar, ob ich überhaupt daran teilnehmen werde. Am Ende entschied ich mich jedoch für eine Teilnahme inklusive eigenem Verkaufsstand. Da ich mich jedoch recht spät entschied, blieb nicht mehr wirklich viel Zeit für die Herstellung möglicher Produkte. Das Thema als solches, Onigiris sollten es werden, stand schnell, aber selbst bei 6 Stück pro Modell wollten erst mal genäht werden. Kurz um: Mir standen lange Tage bevor. Also Ärmel hochgekrempelt, Modelle entworfen und diese umgesetzt. An Emotionen mangelte es mir dabei nicht. Einzig der Faktor Zeit wurde zum echten Killer. Da ich jedoch nicht nur Anhänger aus Stoff anbieten wollte, kam ich auf die Idee Sticker ebenfalls mit aufzunehmen. Schnell Stickerpapier im Internet bestellt und schon konnte es losgehen. Die Schwierigkeit bestand hier beim Ausschneiden, genauer gesagt im Bereich der Menge. Obwohl die Formen nicht kompliziert waren, so reichte die Anzahl der Sticker deutlich aus. Am Ende taten mir die Fehler ordentlich weh und ich schwor mir, dass ich nie wieder so spät anfangen werde. Es ist echt niemanden zu empfehlen, euer Gesundheit zuliebe und natürlich zuliebe eurer Nerven. Trotz aller Vorabprobleme war am Ende alles pünktlich fertig und ich konnte meine Reise antreten. Dank Jan war es mir sogar möglich mit einem Kollegen zu fahren und eine stressfreie Anreise zu erleben. Einzig das rauchende Auto unterwegs irritierte. Was wohl daraus geworden ist? Wie dem auch sei, am Ende kamen wir ohne Probleme am Zielort, der Gaststätte Siegismund, an. Nach einer sehr kurzen Verschnaufpause suchte ich auch schon Anja auf, eine der Verantwortlichen für den Comicgarten selbst. Sie half mir rasch und zeigte mir meinen Platz. Erfreulicherweise durften wir Zeichner uns unter einem Zelt breitmachen. Angesichts der aufsteigenden Hitze im Laufe des Tages eine sehr gute Sache. In Ruhe packte ich alles aus und schmückte meinen Stand. Da ich mir jedoch vorab keinen Plan gemacht hatte, wie er aussehen sollte und auch nicht wusste, wie groß mein Platz ist, gestaltete sich das als etwas schwierig. Am Ende fand ich jedoch zu einem für mich stimmigen Weg und wartete aufgeregt der Dinge, die da kommen sollten.
Ich hatte mir natürlich bereits vorher Gedanken gemacht, ob die Leute überhaupt Interesse an meinen Sachen haben würden, ob ich nicht zu viel mithabe und wie es am Ende ausgeht. Im Nachhinein muss ich sagen, dass es für meinen ersten Verkaufsstand gut gelaufen ist, die Kunden freundlich waren und ich viele Gespräche führen konnte. Dabei besuchten meinen Stand nicht nur Cosplayer, sondern auch Comicnerds. Für mich eine sehr wichtige Erfahrung, denn Cosplayer kann jeder begeistern, Comicnerds Menschen jedoch nicht. Auch wenn nicht jeder etwas kaufte, manche fragten einfach nur interessiert nach. Ich hatte schließlich zusätzlich ein kleines Heftlein für Wunschplüschtiere angefertigt und darüber Auskunft gegeben. Ich weiß zwar nicht, ob ich den Comicgarten nächstes Jahr wieder besuche, aber ich weiß jetzt zumindest, was ich mengentechnisch dabei haben kann und wie ich mich präsentieren kann. Wenn ja, werde ich mir allerdings eine vernünftige Standbeschäftigung mitnehmen. Leider hatte ich diesmal nichts zum Nähen dabei, sodass ich doch stellenweise meinem Gefühl nach eher dümmlich durch die Gegend sah. Allerdings dürfte diese Probleme und andere ähnlicher Art jeder Anfänger kennen.
Übrigens habe ich bei der Stempelkartenaktion mitgemacht. Das heißt, es wurde vorab eine Stempelkarte mit den teilnehmenden Künstlern gestaltet. (Zumindest denen die sich meldeten.) Die Besucher konnten sich diese abholen und mussten nun von Stand zu Stand laufen, um sich die entsprechenden Stempel zu holen. Auf diese Weise sollten die Besucher zu Ständen gelockt werden, die sie sonst vielleicht übersehen würden. Ich selbst hatte zwar den Eindruck, dass einige nur wegen des Stempels kamen, aber zumindest war so selten nie etwas los. War die Stempelkarte voll, so musste diese wieder abgegeben werden. Am Ende wurden aus allen Stempelkarten, deren Besitzer anwesend waren, unterschiedliche Preise verlost. Ich durfte meinen Beitrag sogar persönlich übergeben.
Zusätzlich wirkte ich während der Modenschau von Atelier T and Tm it. Die Mädels präsentierten ihre selbstdesignten T-Shirts. Ich selbst lief bereits zum zweiten Mal für die Mädels und hatte dabei meinen Spaß. Hauptberuflich möchte ich aber niemals Model sein, denn dieses Dauergegrinse während des Laufes geht mir doch ausgesprochen auf den Keks. Zumal man die eigene, dabei eventuell entstehende Genervtheit, möglichst nicht nach außen tragen sollte. Die T-Shirts selbst sind jedoch sehr schön und die Models unterstützten sich gegenseitig. Ich durfte sogar kurzfristig andere Shirts zeigen als geplant und sogar zu zweit mit jemandem laufen. Bei einem ersten Einsatz für das Atelier bin ich ja allein gelaufen. Einen wirklich großen Unterschied gab es für mich jedoch nicht. Man musste einzig darauf achten, dass man sich beim Laufwechsel über die Füße lief. Keine Ahnung, ob ich noch mal für die Mädels laufen werde, aber ich sage sicherlich nicht Nein, wenn es dazu kommen sollte. Ansonsten bleibe ich dabei: Solche Aktionen sind nett, aber an sich nicht meine Welt. Am Ende des Tages konnte ich eine gefüllte Kasse wieder mitnehmen. Zwar blieb ebenfalls einiges an Ware übrig, aber das ist ok. Zudem hatte ich eh damit gerechnet, dass ich nicht alles loswerde. Insgesamt ist die Beute trotzdessen gut gewesen. Auf jeden Fall freut es mich, dass meine Produkte ankamen. Leider bedeutete das Ende des Tages auch unsere Heimfahrt. Also Stand abbauen, alles einpacken und ab ins Auto.
Die Rückfahrt sollte es jedoch in sich haben. Kurz vor Berlin war eine Autofahrerin der Meinung ohne zu blinken von einer Ausfahrt auf die Spur selbst zu fahren. Ich sah nur noch etwas Rotes neben mir und im selben Moment wich unser Fahrer Jan mehr oder weniger bremsend aus. Zeitgleich rutschte das Auto neben uns gefährlich nah Richtung Leitplanke. Doch statt anzuhalten, fuhr die junge Frau in dem roten Auto einfach weiter. Man bedenke: Sie wäre mir in die Seite gefahren, Jan hätte das Auto neben uns voll geknutscht und dieses widerrum die Leitplanke. Da wir jedoch nicht so unvernünftig waren und gesunden Menschenverstand besitzen, fuhr man gemeinschaftlich auf den nächsten Parkplatz. Bei allen lagen die Nerven mehr oder weniger blank und der Schock machte sich bemerkbar. Erst jetzt sickerte so richtig, durch was eben geschehen war. Nach einer Weile ging es wieder weiter Richtung Berlin. Das Auto meines Fahrers machte da bereits Zicken und später erfuhr ich, dass gar nichts mehr ging. Sprich, dank der netten Dame war die Elektronik anscheinend völlig futsch. Ich weiß selbst nicht, was inzwischen aus der Anzeige geworden ist, aber bin meinen Schutzengeln sehr dankbar. Ich möchte gar nicht genauer darüber nachdenken was uns hätte passieren können und was das widerrum für Folgen nach sich gezogen hätte. Ein einschneidendes Erlebnis. Aber he, jetzt kann ich Beinahunfall von meiner Liste streichen. Wie dem auch sei, der Comicgarten 2013 war und ist eine interessante Erfahrung für mich gewesen. Ich durfte erleben, wie sich eine Veranstaltung aus der Sicht eines Verkäufers mit sich bringt, was es bedeutet dafür die nötigen Vorbereitungen zu treffen und wie Kunden reagieren können.
Eigentlich
wollte ich nach dem Großprojekt von 2016 hinsichtlich Adventskalender keinen
Test mehr in der Richtung machen. Die Betonung liegt auf eigentlich, denn es
kommt oft anders als gedacht. Auch 2017 wurde dank eines Geschenks zum
Kalenderjahr mit Frozen. Diesmal jedoch, und zumindest dieses Versprechen mir
gegenüber sollte bleiben, nur mit Gesamtfazit und nicht über jeden Tag. Leider
kann ich euch kein Foto des Kalenders selbst zeigen, da ich Tröttelchen genau
das dank meiner eigenen Aufregung vergessen habe. Gesehen hatte ich den
Kalender bei Kik für glaube 13 €. Dieser Preis und die Tatsache das Schmuck und
Co enthalten sein sollten, hielt mich vom Selbstkauf ab. Ok, weniger der Preis
als vielmehr der zu erwartende Inhalt. Versteht mich nicht falsch, aber
Kalender in der Form sind im Schnitt für wesentlich jüngere Mädchen ausgelegt.
Der
Inhalt selbst entsprach am Ende dem, was ich erwartet hatte, jedoch weniger auf
kleine Mädchen ausgelegt, als befürchtet. Der Kalender offenbarte unter anderem
diverse Spangen, Zopfgummis, Schmuck, Buttons, Anhänger, einen kleinen Kamm und
einen Spiegel. In den kommenden Abschnitten werde ich ein wenig näher auf die
einzelnen Abteilungen eingehen.
Schmuck
Im Bereich Schmuck gab es folgende Produkte: 1 Kette, 2 Stoffarmbänder, 1 festes Armband, 1 lockeres Armband und 2 Ringe. Alle zusammen jetzt nicht die Topqualität, aber an sich ok und gut gemacht. Einzig das Armband mit dem Stern als Stein wirkt eher lieblos, da sich durch den Stern sehr schnell ein Abdruck auf der Haut bildet und der Aufkleber im Stern nicht gut hält. Nachträgliches Kleben ist aufgrund der Größe des Sternes ebenfalls schwierig. Die beiden Stoffarmbänder empfinde ich als sehr angenehm. Sie sind dehnbar, hinterlassen keine Abdrücke und können problemlos selbst beim Duschen getragen werden. Sie lassen sich am ehesten mit Festivalbändern vergleichen. Die Ringe passen mir zwar durchaus, aber nur gerade so, da sie vermutlich eher für kleinere Finger gemacht sind. Ich werde sie daher abgeben. An sich sind beide Exemplare aber stabil und dürften einiges aushalten. Zur Kette und dem festen Armband habe ich nichts weiter zu sagen, da hier für mich so weit alles stimmt. Einzig beim Armband sind schmale Handgelenke von Vorteil, da es nicht nachgibt.
Anhänger
und Buttons
Die
Anhänger lassen sich problemlos an Tasche, Rucksack und co anbringen. Ihr Ring
ist zudem dehnbar und nicht star. Bei beiden Anhängern wurde auf eine jeweils
unterschiedliche Hauptfarbe geachtet. Zeichenstil ist für mich so weit ok.
Nicht ok finde ich diesen beim Button mit Anna. Sorry, aber was sollte / soll
das? Ich erkenne Anna, keine Frage, aber nicht meine Anna. Ebenso finde ich den
Bildausschnitt ungünstig gewählt. Der Button ist im aktuellen Fall nicht groß.
Ich persönlich hätte einen Bildschnitt ähnlich dem von Elsa gewählt.
Haarspangen
Hier
wiederholt sich der merkwürdige Annastile des Buttons. Faszinierenderweise
stört es mich hier weitaus weniger. Wieso kann ich nicht genau sagen. Generell
schwankt der Zeichenstil hier und ist bei keinem der Spangenmodelle gleich. Ich
persönlich mag Mischungen in der Form. Bilder sind vielfältig, warum also nicht
ebenso Fanartikel dazu? Die Spangen selbst sind qualitativ ok. Ich befürchte
einzig beim mittleren Model einen sehr schnellen Verschleiß aufgrund des
Materials. Besonders toll ist für mich das obere Modell. Die Oberfläche fühlt
sich bei ihnen sehr oft an, fast so wie bei einem 3D-Sticker. Unter dieser
Schicht steckt allerdings eine ganz normale Spange hihi.
Spiegel
und Kamm
Ja,
Spiegel … Selten so gelacht. Er sieht wie Spiegel aus, allerdings hat der
Spiegel selbst noch nichts davon gehört was ein Spiegel so macht. (Oder ich bin
zu blöd dafür.) Kurz um: Er funktioniert nicht. Ich kann den Spiegel zwar
betrachten, drehen und wenden, aber sehe mich nicht selbst. Ich fürchte, da hat
irgendwer bei der Produktion geschlampt. Nicht schön, wenn ich bedenke für welche
Altersklasse solche Kalender gemacht sind. Die Türchen eines Adventskalenders
sind nicht nur Türchen. Sie sind für mich ein Stück Kindheit, eine besondere
Freude in einer besonderen Zeit. Ich persönlich möchte da nicht morgens so was
Tolles aus meinem Kalender holen, um dann festzustellen, dass es eigentlich
völliger Schrott ist.
Zopfgummis
Allesamt
super süß und toll gemacht. Ich habe hier nichts, aber auch absolut gar nichts
zu meckern. Ich selbst kann sie aufgrund meiner Haarlänge zwar leider nicht
nutzen, aber hätte ich die Haare dafür, würde ich sie nutzen. Ich mein, es
wurden verschiedene Modelle ausgewählt und selbst wenn es sich um gleiche
Modelle handelt, zumindest unterschiedliche Grundfarben. In meinen Augen genau
richtig. Es muss nicht jeden Tag etwas komplett Neues sein, aber so eine kleine
Änderung macht viel aus.
Aufmachung
an sich
Wie
immer mit Plastikfläche, in deren Einbuchtungen die einzelnen Inhalte lagen und
darüber der Pappmantel. Allerdings liegt genau da der Knackpunkt, eigentlich
sogar zwei.
Knackpunkt
1: Klebestreifen über den Sachen
Es
ist ok, wenn Produkte so am Platz gehalten werden, damit sie nicht
versehentlich einem anderen Tag Hallo sagen. Nicht ok ist hingegen, wenn sie so
ungünstig angebracht sind, dass man sich beim Rausnehmen halbwegs die Finger
bricht und / oder erst mal die Schutzschicht über dem Produkt, beispielsweise
Button, zerstört. Für gewöhnlich sind die empfindlichen Papierbilder auf
Buttons nicht umsonst zusätzlich mit Folie geschützt. Ich für meinen Teil
würde, wenn ich mir vorstelle, als kleines Mädchen den gleichen Kalender zu besitzen,
nicht glücklich darüber sein, wenn meine tolle Überraschung kaputt geht oder
ich erst ewig rütteln müsste bis sich was tut.
Knackpunkt
2: Verbindung Pappmantel im Verhältnis zu Plastik
Ich
liebe es, wenn sich Hersteller nicht entscheiden können und es dem neuen
Besitzer überlassen was ihm lieber wäre. Dieser Kalender kannte nur 3 Sachen:
bombenfest an den falschen Stellen, bombenfest an den richtigen Stellen oder
gleich mal den halben Kalender aufrupfen. Es wäre doch viel praktischer die
Pappe durchgehend fest auf den Plastikpart zu kleben. Ich sehe folgende
Vorteile: Festes Grundgerüst auf ganzer Linie, der Kalender geht daraus
resultierend insgesamt nicht so leicht kaputt und Klebestreifen über dem Inhalt
wären nicht länger erforderlich. Hätte die Pappe durchgehend fest auf dem
Plastikpart geklebt, hätte der Inhalt gar nicht erst rutschen können. Nebenbei
bemerkt wäre so oder so nicht gegangen, da es dafür zu fest im Plastikpart saß.
Ja, mir ist bewusst, dass es sich bei solchen Kalendern um Massenware handelt,
aber Massenware ist nicht gleich Massenware.
Fazit
Süße Aufmachung, breite Produktvielfalt – an sich alles was ein Kalender benötigt. Es war nichts drin, was ich nicht selbst gebrauchen kann oder nicht weiter geben kann. Einzig der enthaltene Spiegel stellte sich als völliger Fehlschuss heraus. Der Zeichenstil schwankt je nach Produkt. Insgesamt gesehen stört mich das nicht. Gut, merkwürdig bleibt es so oder so, aber es passt, wenn man bedenkt, dass es sich hier nicht um Einzelprodukte handelt. Einzig wirklich negativer Punkt war und ist für mich die Verbindung zwischen der Plastikfläche mit den Artikeln und der Pappummantelung. Dort besteht in meinen Augen dringender Handlungsbedarf.
Mit „Lumpi“, so heißt der kleine Kerl, habe ich erstmal die Bühne der Probenäher betreten und möchte euch nun meine Erfahrungen mitteilen. Ich selbst nähe bereits seit Jahren und bin es gewohnt mit Stoffen zu arbeiten. Allerdings bin ich es nicht gewohnt nach Anleitung zu nähen. Der Titel bezieht sich dabei auf ein Erlebnis während der Nähzeit. An sich besteht zwischen Freinähen und Anleitungsnähen kein großer Unterschied. Bei beiden muss ich Schritt für Schritt arbeiten, um am Ende ein Ergebnis zu haben. Dennoch gibt es für mich persönlich sehr wohl Unterschiede.
Beim Freinähen handle ich instinktiv und nähe einfach, ohne aufs Papier zu gucken, damit auch jeder Schritt stimmt. Sicher, ich habe gerade bei Wunschplüschis immer die Vorlage vor der Nase, aber ansonsten bin ich mir selbst überlassen. Nicht selten muss ich während der Entstehung eines Werkes das Schnittmuster teilweise überarbeiten oder Schnitte einfügen, die so nicht geplant waren.
Anleitungsnähen hat den Vorteil, dass du wirklich Schritt für Schritt begleitet wirst. Du hast bereits vorab ein fertiges Schnittmuster und musst dir nicht selbst darüber den Kopf zerbrechen. Anhand von Bildern und Texten wird dir gezeigt, wie du was zu machen hast. Klar, es kann dennoch einiges schief gehen, aber bei guten Anleitungen sollte das nicht der Fall sein. Es ist quasi so, als würde eine ständige Begleiterin neben dir sitzen und deine Hand leiten.
Trotz der oben offensichtlich gezeigten Vorteile beider Varianten werde ich schätzungsweise dem Freinähen treu bleiben, da es mir wesentlich mehr liegt. Abgesehen davon sind Probenähanfragen dennoch gern gesehen. Es ist für mich eine nette Abwechslung und wird nicht mit weniger Respekt behandelt als andere Anfragen ebenfalls.
Nähanleitung „Lumpi“ von Kunst&garn hat mir persönlich gut gefallen und ist ansprechend gemacht. Fast jeder Schritt wurde einfach und verständlich erklärt. Zusätzliches Bildmaterial unterstreicht die einzelnen Schritte. Ich gebe zu, dass ich Stolperstellen hatte, aber diese werde ich dennoch hier nicht näher erläutern. Abgesehen davon jedoch zeigt mir die Anleitung, dass sie gut durchdacht ist und die Herstellung der Schnittmusterteile am PC sind problemlos andere Größen möglich. Ein Faktor, der nicht zu unterschätzen ist, denn gerade bei größeren Projekten können sich so Einzelteile sehr schnell verschieben. Die Anleitung ist für Nähmaschinen ausgelegt, aber selbst als Handnäher gibt es keine heftigen Probleme.
Ich habe durch „Lumpi“ eine neue Nähtechnik kennengelernt und bin dankbar dafür. Deren Einsatzgebiet an sich ist mir nicht fremd, aber meine bisher verwendete Technik ist da doch etwas umständlich. Die Erklärung zum „Matratzenstich“ stammt zwar nicht von der Lumpimama selbst, aber sie hat ein einfaches Video rausgesucht, welches vermutlich wirklich jeder kapiert.
Ich selbst habe 2 Exemplare von „Lumpi“ genäht und es faszinierende Weise geschafft beide unterschiedlich aussehen zu lassen. Beispielsweise sind ihren Schnauzen unterschiedlich geformt oder aber ihre Kopfhaltung nicht gleich. Ok, an der Kopfhaltung bin ich selbst schuld. Man sollte Köpfe eben doch eher gerade als schief draufpacken.
Positiv ist an der Stelle auch zu erwähnen, dass „Lumpi“ genug Freiheiten bietet, um das Plüschtier zu erweitern und auszubauen. Zudem lassen sich auf diese Weise prima Nähfehler kaschieren und die eigene Fantasie wird angeregt. Ich liebe Sachen, die mich fordern, aber mir gleichzeitig genug Freiraum lassen, um eigene Erfahrungen einzubringen.
Und damit ich euch nicht verschrecke, hier meine beiden Lumpis: