Elias, angehörig dem Stamme der Harpyien, ist noch ein junger Spund. Seine erste Nacht steht bevor. Erstmals darf er Dreamcandy sammeln, eine seltsame Substans, die das Überleben der Harpyien sichert und über die Träume schlafender Wesen gesammelt wird. Er stellt sich dabei jedoch ein wenig dümmlich an und sein erster Ausflug endet anders als gedacht.
Zur Story selbst kann ich aktuell noch nicht viel sagen, da es sich bei diesem Manga um einen von mehreren Bänden handelt. Die Geschichte der Figuren und ihrer Welt entwickelt sich erst noch. Ich habe meine Beschreibung aus diesem Grund ein wenig allgemein gehalten. Vielleicht kann ich zu einem späteren Zeitpunkt mehr sagen. (Ich hoffe es zumindest.) Abgesehen davon passiert im ersten Band nicht übermäßig viel. Es handelt sich hier um eine Kurzgeschichte von vielen Weiteren.
Hauptfiguren sind Elias, die Harpyie und eine Chimäre namens Cherom. Elias möchte bei seinem ersten Ausflug besagter Chimäre in die Träume schauen und ihm über diese seine Beute abluchsen. Elias wirkt sehr naiv, teilweise sogar ein wenig überheblich und vorlaut. Er lässt sich außerdem leicht provozieren und durchdenkt seine Handlungen dementsprechend nicht komplett. Er sieht das Ziel zwar vor seinen Augen, aber berücksichtigt nicht die äußeren Begebenheiten oder sinnvolle Hintertüren und Ersatzoptionen im Falle eines Misserfolges. Dadurch entgehen ihm im Rahmen seines Ausfluges für den Leser sichtbar kommende Gefahren.
Selbst als er die Gefahr bemerkt, wehrt er sich nicht dagegen und gibt sich dieser hin. Die Chimäre ernährt sich von Energie, welche auf verschiedenste Weise eingenommen werden. In dem Falle giert es ihm nach sexueller Energie, die er sich uneingeschränkt nimmt. Schade, dass Elias sich so benimmt, als wäre es normal. Er wehrt sich nicht gegen den Akt und verschwindet am nächsten Morgen, als sei nichts gewesen. Ich würde mir in dem Punkt für kommende Bände mehr Sensibilität wünschen. Mir ist bewusst, dass angesichts der Länge der Story dafür keine Zeit ist, aber dieses typische „Ich weiß zwar nicht was der andere mit mir macht, aber egal, lass uns vögeln.“ gibt es zu genüge. Gleiches gilt für „Oh, ein Eindringling, aber ein Hübscher. Legen wir es flach.“-Typen. Für die Zeichnerin und den Verlag wäre es meiner Meinung die Möglichkeit sich in dem Punkt abzuheben.
Der Manga ist
in schwarz-weiß gehalten. Die Künstlerin arbeitet mit Schatten in Form
verschiedener Grautöne bzw. schwarzer Flächen und Lichtpunkten. Rasterfolie
kommt, sofern ich das richtig erkenne, ebenfalls zum Einsatz. Sämtliche der
zuvor aufgezählten Elemente werden gut und im gesunden Maß eingesetzt. Ich
fühle mich von keinem Teil erschlagen oder unterfordert. Ich hoffe sehr, dass
sich das in den weiteren Werken fortsetzt. Ebenso darf sich der in meinen Augen
eher wenig detailreiche, aber dafür flüssig wirkende Stil mit seinen Ecken und
Kanten wiederholen.
Die Länge der
Kurzgeschichte ist angesichts der Heftdicke völlig ok und sollte nicht
großartig mehr werden. Durch das Format, irgendwas zwischen A6 und A5, lässt
sich der Kurzmanga kurz transportieren und nimmt nicht viel Platz weg. Ich
würde jedoch, da in dem Format und von dem Verlag weitere Werke kommen, eine
entsprechende Hülle empfehlen. Auf Dauer würde der Manga ohne doch leiden.
Auf großartige Bewerbung weiterer Werke der Autorin bzw. des Verlages wird
verzichtet. Positiv, da es dafür das Internet gibt und ich mich ungern erst
durch überflüssige Seiten fühlen möchte.
Fazit
Eine Kurzgeschichte für zwischendurch, die einem durchaus für kurze Zeit die Welt vergessen lässt. Der Zeichenstil, die Nutzung von Licht sowie Schatten und die eher detailreduzierte Ausführung passen zur Künstlerin, bieten jedoch einiges an Entwicklungspotenzial nach oben. Ebenso sehe ich Potenzial bei dem Verhältnis zwischen „Sex? Noch nie gehabt, aber was soll’s, ich lass mich flachlegen“ und „Eindringling? Super, endlich wieder was zum Vögeln.“ Es wird hier für meinen Geschmack zu schnell und zu gegeben hingenommen. Ich kann in diesem Fall keine hundertprozentige Kaufempfehlung aussprechen.
Hach ja, warum einfach, wenn es auch kompliziert geht? Was soll’s, gelegentlich bevorzuge ich solch komplexe Nähprojekte wie Ysera. Sie fordern mich heraus, da ich dabei neue Techniken anwenden muss und soviel mehr zu bedenken ist. Nur ein falscher Schritt kann hier das Ende bedeuten. Ysera selbst ist ein von der Künstlerin Dual Senity entwickelter Drache.
Eine junge Frau, mitten im Leben, mitten in der Ausbildung, von Freunden umgeben – plötzlich ist nichts mehr wie es war. Ein eigentlich ganz normaler Freitag wird zum alles entscheidenden Wendepunkt und Tränen zur Hauptnahrung.
So stand ich vor 10 Jahren da. Vor 10 Jahren änderte sich alles und die Wand bricht endgültig zusammen. Inzwischen sind 10 Jahre vergangen, ich sitze an meinem Schreibtisch und überlege wie ich euch mitteilen kann was ich sagen will. Es fällt mir nicht leicht, da es eine für mich sehr persönliche Zeitspanne betrifft.
Depression – die „Volkskrankheit“ schlechthin. Sie stand über allem und ließ mich zu einem seelischen Frack werden.
Ein kontrolliertes Alltagsleben / Leben allgemein? Spaß an der Freude? Eine flüssig laufende Ausbildung?
Nichts mehr davon konnte ich mein eigen nennen. Nichts funktionierte mehr so wie es soll.
Es kam Freitag, jener Freitag, der so viel änderte. Es kam der große Knall, der alles explodieren ließ. Der Besuch beim normalen Hausarzt mit Überweisung zur Psychiatrie. Der Besuch der Psychiatrie mit Einweisungsbestätigung für die nächste Woche. Der Montag mit Einzug in die Psychiatrie.
Aus heutiger Sicht das Beste, was mir zu diesem Zeitpunkt passieren konnte, damals das Schreckgespenst schlechthin. Ich in einer Psychiatrie? Jener Ort, von dem man bisher nur gehört hatte. Wo man glaubte, nur Verrückte kämen dahin. Jene Einrichtung, von der ich glaubte, nie dort zu landen. Gab es doch keinen Grund auch nur einen Gedanken daran zu verschwenden.
Doch, nun war ich dort. Zusammen mit anderen kranken Seelen, die alle ihre eigenen Probleme hatten. Eingedeckt mit einem Therapieplan, diversen Gesprächen und Medikamenten. Medikamente, die ich zuvor nicht nehmen musste. Medikamente, die mir helfen sollten nachts schlafen zu können, um tagsüber fit zu sein. Medikamente, die meine Albträume bekämpfen sollten.
Schneller als gedacht, gewöhnte ich mich an mein Leben in der Psychiatrie und die Tatsache dort wieder weg zu müssen machte mir Angst. Hier war ich geschützt. Hier hatte ich Menschen, die mich verstanden. Hier wusste man was mir fehlte und keiner betrachte mich mit dem gewissen Blick. Dem Blick, dass Depression doch harmlos sei. Wie so ziemlich alles was man einem Menschen nicht direkt ansieht.
Nein, ist sie nicht. Depression ist nicht harmlos. Depression ist eine ernst zu nehmende Krankheit und nicht zu unterschätzen. Sicher, man sieht sie den Erkrankten nicht immer an, aber sie ist da. Oftmals schleichend und hinterrücks. Irgendwann ist er dann da, der große Hammer, der dich erkennen lässt, dass etwas falsch läuft. Der Moment, in dem du dich der Welt offenbarst und diesen Blick bekommst.
Ich hatte ein zu Hause gefunden und musste doch lernen mich nicht zu sehr in dieses zu flüchten. Ich musste lernen meine Probleme zu erkennen. Ich musste lernen was mich beschäftigte und wieso die Dinge so liefen wie sie liefen. Ich musste mich dem stellen, egal wie wenig ich es wollte und wie sehr es mir wehtat. Ich bekam eine leise Ahnung davon wie früh sich Depressionen und selbstverletzendes Verhalten in mein Leben schlichen ohne zu merken, dass es genau das war.
Im Rahmen dieses Prozesses stand nicht nur die Diagnose Depression, sondern auch eine instabile Persönlichkeitsstörung. Letztere verstehe ich persönlich bis heute nicht. Weil ich mich nicht so fühlte? Weil ich mit Typus Borderline nichts anfangen konnte? Weil ich es nicht wahrhaben wollte? Vermutlich eine Mischung aus allem.
Irgendwann jedoch kam der Tag der Entlassung und ich wurde in den Alltag geworfen, jedoch nicht in seine klassische Variante. Fast schon nahtlos ging es zur Intensivtherapie in die Tagesklinik. Ganze 3 Monate jeden Tag verschiedene Therapien, Ausflüge, Aufgaben im Team und tief gehende Beschäftigung mit der eigenen Person. Therapie in der Gruppe oder Einzeln, diverse Spielchen und so vieles mehr. Immer mit einer hinterfragenden Stimme, Analyse und Reflexion. Als wäre all das nicht genug, zog meine WG in der Zeit um. Ich wurde mitten in meiner Findungsphase und halber Entwurzelung, endgültig entwurzelt.
Neue Wohnung, neue Umgebung – aber zumindest ein eigenes Zimmer. Eine kleine private Ecke nur für mich. Es war nicht einfach, aber aus heutiger Sicht die beste Entscheidung. Alte Wohnung – altes Leben. Ein Leben, das ich nicht mehr wollte. Leute, die ich nach Möglichkeit nicht mehr sehen wollte.
Die Tagesklinik ermöglichte es mir zu erkennen, wie sehr sich die Vergangenheit in meinen Kopf gefressen hatte und wie sehr sie mich hemmte. Wie sehr sie mich daran hinderte zu verarbeiten. Ich lernte Entspannungstherapien kennen. Erfuhr, wie ich das Erlebte reflektieren kann, um daraus zu lernen. Ich lernte erste Anzeichen eines Schubes zu erkennen. Ich lernte, was ich dagegen tun kann und was ich tun kann, wenn ich nicht frühzeitig die Bremse zog. Ich lernte, was es heißt Menschen hinter sich zu lassen, ohne sie für immer aus dem Leben zu streichen. Ich lernte, was für Lehren ich aus der Lebensgeschichte von Mitpatienten für mich ziehen kann.
Doch auch meine Zeit dort ging vorbei und wieder einmal mehr wurde ich in den scheinbar normalen Alltag geworfen. Scheinbar normal? Ja, scheinbar, denn ein Problem hatte sich nicht erledigt: die Ausbildung. Ich war offiziell noch immer in dem Betrieb angestellt. Gedanklich sorgte die Mobberin noch immer für Heulkrämpfe. Noch immer stand ich vor einem Monster. Daran sollte sich erst mal nichts ändern, da sich die Fronten verhärten.
Derweil ging es für mich auf die Suche nach einem passenden Psychiater und einem entsprechenden Psychologen. Jeder, der schon einmal einen Facharzt brauchte, weiß was das bedeutet. Ich gebe offen zu, dass ich nicht bei meinem ersten Psychiater blieb. Gerade bei solchen Ärzten ist es wichtig auf sich selbst zu hören. Ihr spürt, dass ihr mit dem Arzt nicht klarkommt? Ihr fühlt euch nicht wohl? Dann wechselt! Je nachdem an welchem Punkt eures Weges ihr gerade seid, im schlimmsten Fall landet ihr wieder am Anfang.
Abgesehen davon kann nur der Psychiater Medikamente ausstellen. Für den seelischen Part ist der Psychologe zuständig und der gräbt noch mal so richtig schön tief. Er hinterfragt genau die noch offenen Probleme und fordert zum Nachdenken auf. Dabei kann es durchaus vorkommen, dass deine Meinung sich nicht immer mit dem des Psychologen deckt. Das ist aber kein Grund zu verzweifeln, im Gegenteil. Stelle dich der Ablehnung. Hinterfrage warum es so ist und was du daraus lernen kannst. Erkläre dem Arzt wieso du es anders siehst und was es für dich bedeutet. Ein Psychologe kann dich zwar durchaus durchschauen, aber er ist nicht du.
Allerdings musste ich mich während der Psychotherapie erneut meinen Lebensumständen stellen. Da hatte ich nun ein eigenes Zimmer und doch fühlte es sich nicht richtig an. Die interne Situation kollidierte immer mehr mit der Therapie. Wie sollte ich mich auf sie konzentrieren können, wenn man zwischen zwei Stühlen hängt? Wenn die eigenen Mitbewohner ein Paar sind und du nicht mehr kannst? Es half nur eins: wieder umziehen. Gefühlt kaum, dass die Koffer ausgepackt waren, erneut packen.
Es ging für mich in meine eigene Wohnung, eine Wohnung, die nur mir gehören sollte. Nicht die erste eigene Wohnung, aber dennoch mein erster Ruheort nach all der Zeit. Die Therapie konnte wieder ihre volle Wirkung entfalten. Ich konnte mich um die Beendigung meiner Ausbildung mit allen Konsequenzen kümmern. Ich konnte mich fragen wie es weiter gehen sollte. Wie sollte mein Leben jetzt aussehen?
Für immer Medikamte? Für immer auf Therapie? Für immer gehemmt und trotz des langen Weges nicht ich?
Inzwischen haben wir das Jahr 2018 und 10 Jahre Therapie hinter uns. Was hat sich seit dem getan?
– Die Psychotherapie wurde erfolgreich abgeschlossen und musste nicht verlängert werden. – Ich wurde im Laufe des Weges auf ein anderes Medikament umgestellt und konnte auch das mit Hilfe des Arztes komplett aus meinem Leben streichen. – Die Ausbildung wurde gekündigt und das Erlebte verarbeitet. – Ich habe zwei für mich prägende, zerbrochene Beziehungen verarbeitet. – Meine Zeit beim Psychiater ist abgeschlossen. – Ich habe gelernt, dass Depressionen zu mir gehören und weiß wann sich ein Schub ankündigt / wie ich dem entgehen kann. – Ich habe ein gesundes Verhältnis zu meiner Seele und meiner Vergangenheit entwickelt. – Ich weiß welche Themen nicht meins sind und grundlegend auf taube Ohren stoßen. – Ich habe gelernt Abstand zu halten und im Zweifelsfall die Keule zu schwingen. – Ich habe mich mit meinen Eltern ausgesprochen. Beide akzeptieren meine Vorliebe für Frauen. – Ich habe einen neuen Job gefunden und bin damit mehr als glücklich. – Ich muss mich nicht mehr mit dem Jobcenter beschäftigen. – Ich bin dabei mir meine eigene Firma aufzubauen und lerne dafür ständig etwas Neues. – Ich bin viel auf verschiedenen Events unterwegs und verkaufe mein Produkte direkt. – Ich gebe verschiedene Nähkurse. – Ich habe tolle Kunden, die mir ständig neue Ideen liefern.
Ich könnte die Liste endlos fortführen. Ebenso könnte ich meinen Weg bisher noch ausführlicher beschreiben, aber dann wäre es wirklich ein Roman. Nicht, dass Romane etwas Schlechtes wären, aber einfach nein. Vieles bleibt daher ungenannt bzw. gibt nur einen groben Zeitverlauf wieder, aber das ist ok so. Ich sehe keinen Anlass dafür wirklich alles zu erwähnen. Manches bleibt geheim oder aber kann im persönlichen Gespräch erfragt werden.
Wieso ich den Bericht überhaupt verfasst habe, wenn er doch nicht alles sagt?
Um euch zu zeigen, dass es jeder schaffen kann, egal wie weit der Weg ist. Es gibt keinen Grund sich für eine Depression und alles was dazugehört zu schämen. Es ist völlig in Ordnung in die Psychiatrie zu gehen und danach weitere Therapien zu nutzen. Es ist keine Schande Medikamente nehmen zu müssen. Es ist ok, wenn du dir für dich Zeit nimmst und deiner Krankheit den Raum einräumst, den sie in diesem Moment braucht.
Wichtig dabei: Sich daran zu erinnern, wo man zu Beginn des Weges stand, wo man jetzt steht und wo man nie wieder hin möchte. Halte dir immer wieder vor Augen welches ICH zwar ein Teil von dir ist, aber nicht dein Lebensinhalt.
Ich für meinen Teil möchte nicht mehr ins Jahr 2010 zurück. Ich möchte nicht mehr an der Kante stehen, kurz davor zu springen. Ich möchte nicht mehr fressen und mich verstecken.
Es war und ist für mich eine Warnung.
Hört auf so eine Warnung und nutzt sie als Neuanfang.
Stellt euch dem Teufel und werdet wieder ihr selbst.
Neben bestehenden Serienfiguren, nähe ich fast noch lieber eine Charaktere künftiger und vergangener Plüschtiermamas und Papas. In dem Fall geht es um Miara, die der lieben Sasii gehört. Sie hat das kleine Mädel erfunden.
Entweder man mag Ponys oder man mag sie nicht. In dem Falle mochte bzw. mag die künftige Mama diese speziellen Ponys sehr und orderte deswegen gleich ganze 3 Pferdchen. Die Ponys selbst ließen sich recht einfach nähen. Ich hatte ein Schnittmuster über DeviantArt gefunden, aber musste es anpassen. Besonders der Mähnenbereich stellte sich als Herausforderung dar.