Kategorie-Archiv:Vorstellung-Motivation-Interview (V-M-I)

[Warum und Wieso] Ein Blick hinter die Kulissen von „Mahsuri Band 1 +2“

Autorin: Amila Audry
Instagram / HP
ISBN Band 1: 978-3-755-71741-6
ISBN Band 2: 978-3-755-79886-6

Was hat dich zu der Geschichte inspiriert?

Ich habe mir schon immer gerne Geschichten ausgedacht. Als ich zehn Jahre alt war, hatte ich einen Traum, der mich nach dem Aufwachen nicht mehr loslassen wollte. Ständig habe ich überlegt, wie die Figuren in meinem Traum wohl in die Situation gekommen sein könnten und wo das Ganze wohl hinführen könnte. Irgendwann habe ich mir gedacht: Warum deine Gedanken nicht aufschreiben? Und das habe ich dann auch gemacht. Damals natürlich noch mit Stift und Papier auf der holprigen Fahrt im Schulbus.

Die Idee, luzides Träumen – also das bewusste Steuern der eigenen Träume – mit einzubinden, kam erst eine ganze Weile später, als ich einen Zeitungsartikel zu dem Thema las. Die Möglichkeit, im Traum selbst zu bestimmen, was man erleben möchte, passte so gut zu Jessicas Gabe, dass ich gar nicht anders konnte, als sie mit aufzugreifen.

Heute hat die Geschichte nur noch wenig mit meiner Idee von damals zu tun. Sie ist mit der Zeit einfach ständig gewachsen, hat sich gewandelt und neue Facetten offenbart. Doch den Grundstein bildet immer noch der Traum, der mich damals nicht mehr loslassen wollte.

Die Autorin von Mahsuri gibt Autogramme

Was hat dich motiviert sie zu schreiben?

Nachdem ich anfangs im Schulbus so fleißig an meiner Geschichte geschrieben hatte, kam irgendwann das Leben dazwischen. Ich habe nicht wirklich daran geglaubt, dass ich mal ein komplettes eigenes Buch schreiben würde, geschweige denn veröffentlichen. Und deshalb ließ ich mich leicht von anderen Sachen ablenken. Im Nachhinein war das vielleicht aber auch gar nicht so schlecht, denn dadurch konnte ich erst mal mehr Erfahrung sammeln und an meinem Schreibstil arbeiten. Wenn ich den Text von damals lese, muss ich schon manchmal über meine Wortwahl schmunzeln.

Warum habe ich mich dann aber wieder an den Schreibtisch gesetzt?

  1. Ich lasse Dinge nicht gern unbeendet zurück.
  2. Meine Familie kannte die ersten Kapitel meines ersten Entwurfes und hat immer mal wieder gefragt, wann ich die Geschichte denn endlich zu Ende schreiben würde.
  3. Auch wenn es immer eher ein Wunschtraum war, hat mich die Idee, mein eigenes Buch mal in einer Buchhandlung stehen zu sehen, zwischen all den wunderbaren Geschichten, die ich regelmäßig verschlang, nicht so richtig losgelassen.

Und so habe ich den Plot zehn Jahre später wieder aus der Schublade gekramt, ihn komplett überarbeitet und noch mal ganz von vorn angefangen zu schreiben.

Anfangs war Mahsuri übrigens als ein Einzelband geplant. Ich hatte sogar zwischenzeitlich Zweifel, ob ich überhaupt genug Seiten zusammenbekomme für einen „vollwertigen“ Roman. Und dann auf Seite 120 haben sich die Dinge plötzlich verselbstständigt. Am Ende musste ich die Geschichte sogar auf zwei Bücher aufteilen.

Mahsuri auf einem Tisch in der Buchhandlung

Auf was möchtest du damit aufmerksam machen?

Auf ihrer Reise muss Jessica viele schwierige Entscheidungen treffen. Mir ist wichtig zu zeigen, dass es nicht nur schwarz und weiß gibt, nicht nur richtig und falsch. Manchmal sind die Dinge viel komplizierter und egal welchen Weg wir gehen, schaden wir vielleicht jemandem, der uns am Herzen liegt, auch wenn wir das gar nicht wollen.

Abgesehen davon wollte ich einfach eine spannende Geschichte schreiben, die meinen LeserInnen ein paar schöne Stunden beschert und an die sie sich gerne erinnern.

Beide Mahsuri Bände liegen auf einem Schreibtisch

[Kurzinterview] 3-Fragen Talk mit Anne-Friederike Heinrich

Ob persönliche Lieblingsausrede, Alliteration als bewusste Entscheidung oder Einfluss durch eigene Erlebnisse aus dem Mutteralltag – Anne-Friederike Heinrich, Autorin von „Allererstes ABC außergewöhnlicher Ausreden“ stellt sich in diesem Interview knallharte Fragen.

Vor einiger Zeit konnte ich außerdem Hinter die Kulissen des Buches blicken.

Interview: Im Buch beschäftigst du dich mit Ausreden in Reinform. Welche Ausrede hast du selbst schon mal benutzt und warum?

Ach, als Kind hatte ich für alles eine Ausrede – aber die Ausreden in meinem Buch sind ja neu. Die verwenden wir in unserer Familie erst, seit das Allererste ABC außergewöhnlicher Ausreden erschienen ist. Seitdem aber ziemlich regelmäßig. Vor allem Wasser-Zwerg Willibald, Lego-Zwerg Ludwig und Nörgel-Zwergin Nilla besuchen uns regelmäßig. Und Erbsen-Zwerg Edwin ist immer da, wenn es Erbsen gibt.

Eine Seite des Buches präsentiert Klorollenzwerg Konstantin für ein Interview

Interview: Die Reime im Ausreden-ABC erinnern mich ein wenig an Zungenbrecher. Zufall oder bewusste Formatentscheidung?

Die Texte sind in Alliterationen verfasst, die Zungenbrecher gewollt. Was ich zu jedem Zwerg erzählen wollte, stand schon lange fest. Wie ich es erzählen wollte, daran habe ich bis zur letzten Minute gefeilt.

Ich wollte zu jedem Buchstaben und jedem Zwerg einen kleinen Text schreiben, in dem fast alle Wörter mit dem Buchstaben anfangen, um den es gerade geht. Schließlich ist es ein ABC und der jeweilige Buchstabe sollte dem Leser möglichst oft gezeigt werden.

Zudem können Kinder sich Texte, die einen „Sound“ haben – also Reime oder eben alliterierende Texte – ziemlich gut merken. Und für die vor- oder mitlesenden Erwachsenen bietet die Lektüre ebenfalls einigen Spaß, vor allem wegen der Zungenbrecher.

Eine Seite des Buches präsentiert Legosteinzwerg Ludwig für ein Interview

Interview: Du bist selbst Mutter. Wie sehr beeinflusst das deine Bücher und anders rum?

Meine Söhne und ihre Altersgruppe inspirieren mich mit ihren Fragen und alltäglichen Sorgen, mit ihren Träumen und Ideen – und sind gleichzeitig meine Leserschaft. Oft geben Gespräche, Diskussionen oder Späße aus meinem Alltag mit meinen Buben den Anstoß für neue Buchideen. Also beeinflussen meine Kinder und überhaupt meine Erlebnisse mit Kindern mein Schreiben.

Meine Söhne wiederum nehmen meine Geschichten mit in ihren Alltag, sie zitieren ständig aus meinen Büchern. Und ich hoffe, dass auch viele andere meiner kleinen Leser etwas aus meinen Geschichten mitnehmen – die Feedbacks, die ich bekomme, deuten darauf hin.

Meine Bücher beeinflussen aber auch mein Muttersein: Seit ich Kinderbücher schreibe, höre ich Kindern bewusster zu, achte noch mehr darauf, was sie tun, wie sie handeln, was sie bewegt. Das hilft mir auch bei meinem „Erziehungsjob“, denn manchmal finde ich bei meiner Argumentation, warum meine Buben etwas Bestimmtes machen sollen, beispielsweise ihr Zimmer aufräumen, einen Dreh, der die beiden überraschenderweise überzeugt. Dadurch, dass ich ständig übe, zu denken wie ein Kind, komme ich recht gut an meine Kinder heran, auch wenn es mal unangenehm wird.

Leider sind wir damit auch schon am Ende angelegt. Mehr über Anne-Friederike Heinrich erfahrt ihr über Instagram bzw. ihre Homepage.

[Warum und Wieso] Ein Blick hinter die Kulissen von „Allererstes ABC außergewöhnlicher Ausreden“

Autorin: Anne-Friederike Heinrich
FB / Instagram / HP
ISBN: 978-3-753-42282-4

Ständiger Süßigkeitenmangel, kein Klopapier, Ohrenkriecher auf Oskar Obermeckers Opelsitz – Erwachsene machen Kinder gern für allen möglichen Mist verantwortlich. Dabei bist Du völlig unschuldig! Schließlich stecken hinter allerlei alltäglichen Ärgernissen 26 furchtbar freche Zwerge: Achim, Bernadette, Cornelia …

Lerne mit dem »Allerersten ABC außergewöhnlicher Ausreden« voller Alliterationen nicht nur die 26 Buchstaben unseres Alphabets, sondern auch die ausgefuchstesten Ausreden, die je eine Mama, ein Nachbar oder eine Lehrerin gehört hat.

Diesen Zwergen kann einfach niemand böse sein. Dein Glück!

Kind greift nach Obst und Becher fällt um

Im Alltag mit Kindern passieren dauernd kleine Pannen und größere Nervereien; außerdem fallen den lieben Kleinen ständig kleine bis mittelgroße Streiche ein. Da brauchen Mama und Papa, Lehrerin und Lehrer eine Menge Geduld, um nicht regelmäßig aus der Haut zu fahren. Am besten, man nimmt umstürzende Wasserbecher und Schmierereien am Esstisch, in der Klasse umherfliegende Taschen, auf Durchzug gestellte Ohren und die täglichen Trödeleien nicht persönlich und mit viel Humor.

Das kommt den Großen und den Kleinen zugute – ist aber leichter gesagt als getan. Das weiß ich aus Erfahrung, schließlich habe ich selbst zwei Racker daheim.

Bonbonpapier

Damit das Erinnern an einen entspannten Umgang miteinander leichter fällt, habe ich 26 freche Zwerge erfunden, denen man den Alltagsstress in die Schuhe schieben kann. Sie liefern die Erklärungen für so manchen Streich und helfen Groß und Klein dabei, über Alltagsquerelen zu lachen: Es war eben Wasser-Zwerg Willibald, der den Wasserbecher umgekippt hat. Kein Grund also, mit seinen Kindern zu schimpfen …

26 freche Zwerge sind in meinem Buch versammelt, für jeden Buchstaben des Alphabets einer. In kurzen, lustigen Texten voller Alliterationen geben sie uns Erklärungen dafür an die Hand, wer in unserem Alltag sein Unwesen treibt. Und ganz nebenbei lernen Schulanfänger auch noch das ABC.

[Kurzinterview] 3-Fragen Talk mit Eva-Maria Hofer

Die Autorin hält das Lilu und ihre zauberhafte Welt für ein Interview in die Kamera und sitzt dabei auf einer Couch

Ob Texterin und Illustratorin in einem, eigene Mutterschaft oder Themen für künftige Werke – Eva-Maria Hofer, Autorin von „Lilu und ihre zauberhafte Welt – Wie groß ist eigentlich die Sonne?“ stellt sich in diesem Interview knallharte Fragen.

Vor einiger Zeit konnte ich außerdem Hinter die Kulissen des Buches blicken.

Interview: Texte und Bilder in „Lilu – wie groß ist eigentlich die Sonne?“ stammen von dir selbst. Bewusste Entscheidung oder eher purer Zufall?

Tatsächlich war es ein langer Prozess bis zur Idee, das Buch selbst zu illustrieren. Zuerst habe ich die Geschichte von Lilu an verschiedene Kinderbuchverlage geschickt und ging davon aus, falls ein Verlag Interesse hätte, dass dieser auch die Illustration organisieren würde. Leider wurde das Buch nicht in ein Sortiment aufgenommen und ich stand dann vor der Entscheidung, die Illustration zu beauftragen oder selbst zu gestalten.

Zu diesem Zeitpunkt waren die Bilder zu Lilu, ihrer Mutter und Paho in meinem Kopf schon so konkret, dass nur noch ich selbst sie zu Papier bringen konnte. Das war eine große Herausforderung und es hat viel Spaß gemacht!

Autorin und Tochter blättern für ein Interview im Buch Lilu und ihre zauberhafte Welt

Interview: Du bist selbst Mutter. Wie sehr beeinflusst das deine Bücher und anders rum?

Du meinst im Alltag? Nun, ich versuche, die Tipps zu beherzigen, die auch Mückebär vorschlägt: Ich Meine Tochter ist einfach großartig und freut sich sehr darüber, dass ich mir die Geschichte von “Lilu und ihre zauberhafte Welt” habe einfallen lassen. Sie ist eine große Hilfe und jedes Mal mit dabei, wenn ich Ideen ausprobiere bzw. für das Buch bastle.

Schon im Vorfeld zur Buchidee war es mir immer wichtig, ihre Fragen zur Welt so umfassend wie von ihr nachgefragt, zu beantworten und die Antwort ansprechend zu gestalten. Diese für mich wunderschöne Tradition habe ich für mein Buch (hoffentlich bald meine Bücher) übernommen.

Autorin steht für ein Interview hinter einem selbstgebasteltem Sonnensystem

Interview: Laut Webseite ist „Lilu und ihrer zauberhafte Welt“ als Reihe angelegt. Welche Themen erwarten interessierte Leser in Zukunft und wann ist mit Nachschub zu rechnen?

Ich bin aktuell dabei, für mein zweites Buch zu recherchieren. Das ist etwas anspruchsvoller, als ich davor gedacht hatte, weil Lilu in dieser Geschichte die Sonne genauer unter die Lupe nehmen will. Somit setze ich mich zurzeit mit den Themen “Kernfusion” und “Quantenphysik” auseinander, damit Lilus Mutter ihrer Tochter auch etwas zu bieten hat. Ich hoffe auf eine Veröffentlichung 2022. Mal sehen, ob mein Zeitplan hält.

Leider sind wir damit auch schon am Ende angelegt. Mehr über Eva-Maria Hofer erfahrt ihr über Instagram oder Facebook bzw. ihre Homepage.

[Warum und Wieso] Ein Blick hinter die Kulissen von „Lilu und ihre zauberhafte Welt“

Buch mit Sonnenstein

Autorin: Eva-Maria Hofer
FB / Instagram / HP
Geeignet für: ab 5 Jahre
ISBN: 9783991257455

Lilu und ihre Mutter entdecken unsere zauberhafte Sonne und das Sonnensystem.

Sie basteln die Sonne sowie die Planeten und Lilu findet heraus, wie klein die Planeten sind und wie riesengroß die Sonne. Die neugierige Lilu ist damit noch nicht zufriedengestellt. Die beiden Forscherinnen begeben sich auf einen spannenden Spaziergang durch das Sonnensystem, um zu erfahren, wie weit die Planeten von unserer Sonne entfernt sind.

In dieser Geschichte werden die riesigen Ausmaße des Sonnensystems kindgerecht erfahrbar gemacht.

Autorin und Tochter blättern im Buch

Was hat dich zu der Geschichte inspiriert?

Lustigerweise kam meine Inspiration zu “Lilu und ihre zauberhafte Welt”, als ich mich für einen Lehrgang im Bereich Kinderbuchliteratur interessiert habe und mir noch dachte: “Na, mir fällt doch niemals im Leben eine Geschichte für ein Kinderbuch ein!”. Genau in diesem Moment traf mich die Idee zu „Lilu und ihre zauberhafte Welt“ wie ein kreativer Blitz! Sie ließ mich nicht mehr los und (zumindest) das erste Abenteuer von Lilu und ihrer Mutter musste einfach niedergeschrieben werden.

Autorin steht hinter einem selbstgebasteltem Sonnensystem

Was hat dich motiviert sie zu schreiben?

Meine Grundhaltung ist, dass jeder Mensch auch richtig komplizierte Dinge verstehen kann, solange man es ihm*ihr verständlich erklärt. Oft sehe ich Erwachsene, die Kinder nicht als voll nehmen und auf die vielen “Warum-Fragen” solche Antworten geben wie “Dafür bist zu noch zu klein!” oder “Das verstehst du sowieso noch nicht!”. Es kommt natürlich auf das Alter der Kinder und das betroffene Thema an, aber in vielen Fällen verstehen sie weit mehr, als die Erwachsenen ihnen zutrauen.

Im Großteil der Sachbücher für Kinder werden naturwissenschaftliche Themen zwar kreativ und kindgerecht behandelt, aber nur eher oberflächlich. Das finde ich schade! Ich liebe es, mich in meiner Freizeit mit naturwissenschaftlichen Themen auseinanderzusetzen und mit “Lilu und ihre zauberhafte Welt” stelle ich mich der Herausforderung, diese tiefer gehend als üblich kindgerecht aufzuarbeiten.

Autorin und Tochter bauen die Sonne nach

Auf was möchtest du damit aufmerksam machen?

Ich will zeigen, wie unfassbar faszinierend und schön unsere Welt ist und wie man mithilfe der Naturwissenschaften den Fragen, die Kinder zu unserer und damit auch ihrer Welt haben, kreativ und spannend auf den Grund gehen kann. Außerdem macht es mir Spaß, kindgerechte Wissenschaftskommunikation anzubieten.

[Kurzinterview] 3-Fragen Talk mit Anne-Friederike Heinrich

Ob Selfpublishing als bewusste Entscheidung, eigene Handlungen für ein besseres Klima oder außergewöhnliche Lesungen – Anne-Friederike Heinrich, Autorin von „Mückebär“ stellt sich in diesem Interview knallharte Fragen.

Vor einiger Zeit konnte ich außerdem Hinter die Kulissen des Buches blicken.

Interview: Du hast dich mit BOD gegen einen klassischen Verlag entschieden. War Selfpublishing für dich so viel reizvoller? welche und warum genau die?

Nun, eigentlich habe ich mich vor allem dafür entschieden, dass ich jetzt endlich mein erstes Kinderbuch publizieren will – und dass »Mückebär« dieses erste Kinderbuch sein soll.

Vorher hatte auch ich Manuskripte bei Verlagen eingereicht – und tatsächlich wäre mein ursprünglich erstes Buch, ein Hausbuch mit Kindergedichten, fast bei einem kleiner Schweizer Verlag erschienen. Der hatte es sich dann aber plötzlich anders überlegt und mich damit in ein tiefes Loch gestürzt. Schließlich wollte ich aber nicht länger warten und habe mich fürs Selfpublishing entschieden.

Heute weiß ich, dass das einer der besten Schritte war, die ich je gemacht habe. Ich habe inzwischen nicht nur zwei Kinderbücher veröffentlicht, ich habe auch einen riesigen Spaß daran, von vorne bis hinten für meine Bücher verantwortlich zu sein, von der Idee über die ersten Sätze, die Auswahl der Illustratorin oder des Illustrators, Buchsatz, Korrektorat, Coverdesign bis zur Druckabnahme. Und ich habe als Selfpublisherin eine Unmenge gelernt.

Andererseits muss das Marketingmonster dauernd gefüttert werden – das wäre vielleicht etwas einfacher, wenn ich bei einem Verlag unter Vertrag wäre. Sicher würde ich auch durch die Zusammenarbeit mit einem Verlag noch viel lernen. Ich wäre also für ein hybrides Modell durchaus offen. Aber Selfpublisherin werde ich bleiben.

verschiedene Tipps zum Klimaschutz für ein Interview

Interview: Im Buch finden interessierte Leser wertvolle Tipps zum Klimaschutz. Wie kämpfst du für unser Klima?

Du meinst im Alltag? Nun, ich versuche, die Tipps zu beherzigen, die auch Mückebär vorschlägt: Ich vermeide Plastik so gut es geht, insbesondere beim Einkaufen. Ich spare Wasser und Strom. Ich kaufe regional ein und es gibt, glaube ich, keine andere Mama in ganz Zürich, die eine einzige Hose so oft an den Knien wieder zusammenflickt, bevor sie sie endlich wegwirft. Für mich kaufe ich erst neue Kleider, wenn die alten auseinanderfallen.

Dann bemühe ich mich, den Fleischkonsum in unserer Familie zu drosseln. Das ist kein einfaches Unterfangen, denn wir essen alle gerne Fleisch. Und ich gehe zu Fuß, wenn es die Distanz erlaubt. Vor allem aber versuche ich meinen Söhnen das Bewusstsein dafür zu vermitteln, dass all diese kleinen Schritte etwas bringen – wenn ein jeder von uns sie macht.

Interview: Du bietest außergewöhnliche Lesungen an. Wie genau läuft das ab? Was können Leser bei und mit dir basteln?

So außergewöhnlich sind meine Lesungen eigentlich nicht. Ich lese erst aus »Mückebär« oder dem »Allerersten ABC außergewöhnlicher Ausreden« vor und bastele danach mit meinen kleinen Zuhörerinnen und Zuhörern noch etwas zum Thema des Buches.

Bei »Mückebär« ist es aktuell ein Mückebär aus einem Handabdruck, beim Ausreden-Abc sind es Türschilder mit dem jeweiligen Lieblingsbuchstaben des Kindes.

Ich mache das, weil ich denke, dass das, was ich vorgelesen und erzählt habe, besser im Gedächtnis bleibt, wenn die Hände danach noch etwas zum Thema gestalten – und das ist ganz unabhängig davon, ob es um Fakten zum Klimawandel geht oder um die Buchstaben unseres ABC.

Das Basteln hat noch einen weiteren tollen Effekt: Die wenigsten Kinder aus meiner Zielgruppe sagen etwas, wenn ich wissen will, ob sie noch Fragen haben. Wenn ich dann aber auf ihre Augenhöhe gehe – meist auf den Fußboden – und anfange, mit ihnen zu werkeln, entwickeln sich ganz natürlich Gespräche, entstehen Fragen und eine gewisse Verbundenheit. Ich genieße diese Momente sehr.

Leider sind wir damit auch schon am Ende angelegt. Mehr über Anne-Friederike Heinrich erfahrt ihr über Instagram bzw. ihre Homepage.