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[Rezension] Der kleine Tigerhase sieht die Welt mit anderen Augen

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Kuscheltiere lesen das Buch der Kleine Tigerhase sieht die Welt mit anderen Augen

Der kleine Tigerhase sieht die Welt mit anderen Augen

Autorin: Stefanie Steenken
Webseiten: Instagram / HP / FB
Format: A5, Hardcover
Preis 12,90 €
ISBN: 978-3-96966-821-4

Der kleine Tigerhase mault über Langeweile, seine Pausenbrote und mag sein Zimmer nicht aufräumen. Als im Haus gegenüber neue Nachbarn einziehen, lernt er Benno kennen. Benno ist blind.

Durch diese Freundschaft gelangt der kleine Tigerhase zu neuen Ansichten und merkt, dass er eigentlich alles hat, was er braucht.

Eine Geschichte über Dankbarkeit und dass man mit dem Herzen stets am Besten sieht.

(Inhaltsgabe entspricht dem Buchrücken. Rechte für den Text liegen bei der Autorin.)

Wer kennt sie nicht? Die grüne Langeweile. Irgendwie ist nichts richtig und jeder Vorschlag für die Katz. Willkommen zu einem neuen Abenteuer des kleinen Tigerhasen.

Nebenan ziehen neue Nachbarn ein und mit ihnen der kleine Benno. Doch halt, etwas ist anders.: Benno ist blind. Ich als Sehende kann mir nur schwer vorstellen, wie es ist, so leben zu müssen. Dem kleinen Tigerhasen geht es ähnlich, aber Benno macht das nichts aus.

Generell zeigen Autorin und Illustration sehr viel Fingerspitzengefühl. Blind sein wird mit Vor- und Nachteilen gezeigt, ohne es ins Lächerliche zu ziehen. Viel mehr spielen beide, so scheint es mir, bewusst mit Gedanken, in denen ich mich sehr gut wiedererkenne.

Insgesamt wirkt besonders Tigerhase auf mich greifbarer und klarer. Band 1 ließ mich verwirrt zurück, da eine wichtige Tatsache als Fakt hingestellt wurde ohne genauer auf die Hintergründe einzugehen. Diesmal bleiben keine Fragezeichen zurück und der Einstieg fällt leichter. Einzig das Ende ist etwas kurz gehalten. Jedoch sehe ich das nicht zwingend als negativen Aspekt, mehr als persönliche Irritation.

Als wunderschön betrachte ich zudem die Zeichnungen im Buch. Erneut schwingt Isabelle die Feder und bleibt ihrem Stil treu. Auf zauberhafte Weise unterstützen sie als kleine Illustrationen oder ganzseitige Bilder die Geschichte. Die Texte sind darauf aufbauend gut verteilt, wirken jedoch in Hinblick auf ihre Größe je nach Illustration verloren. Ein Test mit einer größeren Variante wäre sicherlich interessant.

Band 2 vom kleinen Tigerhasen ist ein wunderschönes Kinderbuch, welches sich dem Thema Blind sein auf kindliche Weise nähert. Vor- und Nachteile werden näher beleuchtet und die Texte von zauberhaften Illustrationen begleitet. Kritikpunkte sind kaum vorhanden und wenn dann Meckern auf hohem Niveau.

[Rezension] Der kleine Tigerhase – Stefanie Steenken / Isabella Flore

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Cover des Kindesbuches der kleine Tigerhase

Der kleine Tigerhase

Autorin: Stefanie Steeken (HP / FB / Instagram)
Illustratorin: Isabella Flore (FB / Instagram)
Titel: Der kleine Tigerhase (Instagram)
Verlag: Selfpublisher
Seitenanzahl: 263
ISBN: 978-3-96966-707-1 Preis: 12,90 €

Der kleine Tigerhase wäre gern wie seine Freunde. Als Hase hat man nun mal keine Streifen! Seine Familie unternimmt zahlreiche Versuche, um aus dem kleinen Tigerhasen einen normalen Hasen zu machen. Aber nichts hilft. Er bleibt gestreift. Eines Tages erzählt ihm seine kleine Schwester eine Geschichte. Dadurch merkt er auf einmal, dass es gar nicht so schlimm ist, ein wenig anders zu sein.

(Inhaltsgabe entspricht dem Buchrücken. Rechte für den Text liegen bei der Autorin / Illustratorin.)

Simple Streifen sorgen für reichlich Verwirrung und Selbstzweifel. Der kleine Tigerhase, bisher zufrieden mit seinem Leben, schämt sich von heute auf morgen für seine Streifen. Warum? Gute Frage, im Buch wird dazu kein Wort verloren. Augenscheinlich haben weder Freunde noch Mitschüler ein Problem mit ihm, ebenso wenig die eigene Familie. Sie hinterfragen nicht mal was den kleinen Hasen dazu veranlasst, sondern gehen direkt in die Planung über. Ich hätte es jedoch begrüßt zu wissen wieso. Persönliches Erlebnis? Etwas was er gesehen hat?

Ungeachtet dessen ist Familie Hase zuckersüß und zeigt, dass bedingungsloser Zusammenhalt der Klebstoff jeder Gemeinschaft ist. Egal ob Kostüm oder Farbe – nichts wird unversucht gelassen. Selbst die Geburtstagsparty wird zu einer Lektion. Plötzlich trägt jeder Streifen und der kleine Tigerhase ist nichts Besonderes mehr. Er ist nicht mehr einzigartig, nicht mehr der Einzige.

Abgerundet wird die Reise durch eine Geschichte bzw. Vergleiche, welche ihm die Schwester am gleichen Abend erzählt. Die Antworten des kleinen Hasen – beeindruckend und aus dem Bauch heraus. Er merkt, dass gleiches Aussehen nicht alles ist. Zeigt mir als Leser mit einfachen Mitteln, dass „Blindheit“ jeden treffen kann. Ich weiß, es ist schwer und ich schaff es auch nicht immer, aber anders sein bedeutet eben nicht automatisch blöd.

Am Ende dieser kurzen Mutmach-Geschichte ist der kleine Tigerhase wie verwandelt und er steht dazu als einziger in der Familie Streifen zu haben. Richtig so. Gut gemacht kleiner Hase. Lektion gelernt.

Loben möchte ich an der Stelle außerdem die süßen Illustrationen, die mich vom Stil her sehr stark an meine eigenen Kinderbücher erinnern. Ich mag die Liebe, die in ihnen steckt und wie sie verteilt wurden. Unterschiedlich aufwendig und teilweise ein bisschen so, als hätten Kinder sie gezeichnet, aber trotzdem genau richtig. Ich hoffe sehr, dass der Stil bei künftigen Büchern beibehalten wird.

Fazit

Kurz und knackig beschreibt das Kinderbuch „Der kleine Tigerhase“ das Gefühl anders zu sein und nicht dazu zu gehören. Anfangs noch verunsichert, erkennt der kleine Hase durch verschiedene Erlebnisse das seine Streifen der absolute Renner sind und er nicht weniger Hase als der Rest. Leider wird nicht auf den Auslöser der Zweifel eingegangen. Freunde, Schule und Familie stehen hinter ihm und machen keinen Unterschied.

Ungeachtet dessen unterstützen die liebevollen Illustrationen den Inhalt und erinnern mich vom Stil her an meine eigene Kindheit. Das Buch ist angenehm dünn und durch das genutzte Hardcover stabil.

Insgesamt eine tolle Kindergeschichte, die sich für Kinder und Erwachsene gleichermaßen eignet als Diskussionsgrundlage dienen kann.