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[Interview] 3-Fragen Talk mit Ann-Kristin Winterberg

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Ob Vorbilder für das Spensa, ihre Arbeit als Lektorin oder Infos zu künftigen Projekten – Ann-Kristin, Autorin von „Spensa“ stellt sich in diesem Kurzinterview knallharte Fragen. Vor einiger Zeit konnte ich außerdem hinter die Kulissen des Buches blicken.

Gibt es für die kleine Spensa ein reales Vorbild bzw. eine bekannte Sage? Wenn ja, welche und warum genau die?

Ich glaube, unbewusst ist Caspar, der Film aus den 80zigern, durch meinen Kopf geflattert und dann auch noch das kleine Gespenst von Ottfried Preusler.

Du hilfst als Geschichtenhebamme anderen Autoren. Was macht dir mehr Spaß, die Zusammenarbeit mit ihnen oder die Arbeit an deinen eigenen Büchern?

Beides. Ich liebe beides, weil Geschichten mein Leben sind. Ich bin selbst schwerhörig, höre heute mit einem Cochlear Implantat und Geschichten haben mir als Kind (und später auch als Erwachsener) das Leben gerettet. Sie haben mir Mut gemacht. Mich inspiriert. Mir die Welt gezeigt. Und ich bin zutiefst davon überzeugt, dass Geschichten die Welt verändern. Ich liebe die Geschichten der anderen und freue mich immer, wenn meine Autoren spüren: Jetzt ist die Geschichte rund. Jetzt hab ich meine Erzählstimme gefunden. Für mich ist das oft ein gutes Gegengewicht zu meinem eigenen Schreiben. Es befruchtet sich gegenseitig. Und ich weiß, wie es ist, auf der anderen Seite zu sitzen.

Laut Homepage bist du eher im Bereich Liebesromane unterwegs, aber würdest gern andere Bereiche probieren. Welche und was reizt dich an ihnen?

Andere Bereiche .. oh viele. Nächste Jahr kommt eine Krimikurzgeschichte in einer Anthologie, ein Kinderbuch in einem Verlag und momentan versuche ich den ersten Entwurf von Romantasy. Aber ich habe auch zwei historische Romane im Kopf – und die würde ich sehr gern einmal schreiben, denn die Geschichten sollten wieder erzählt werden.

Leider sind wir damit auch schon am Ende angelegt. Mehr über Ann-Kristin erfahrt ihr über Instagram bzw. ihren Lektoratsaccount und ihre Homepage.

[Warum und Wieso] Ein Blick hinter die Kulissen von „Spensa“

Cover zu Spensa

Autorin: Ann-Kristin Winterberg
FB / Instagram / HP
Illustration: Elena Buono
FB / Instagram / HP
Cover: Gabi Schmid
FB / Instagram / HP
Geeignet für: ab 5 Jahre
ISBN: 978-3-752851-69-4

Hurra, Spensa, das Schmutzfingergespenst macht die Gespensterprüfung und erlebt dabei ziemlich viel. Mit großem Einfallsreichtum sorgt sie für Überraschungen und findet immer eine Lösung. Am Ende hat Spensa auch etwas Wichtiges dazugelernt – warum sie schwarze Hände hat und wie man Freunde findet. Mit ihr wird es nie langweilig.

Ich glaube, es fing alles mit einem Namen an. Ich wollte eine Kinderbuchgeschichte schreiben. Der Name war sehr schnell klar. Spensa hört sich wie ein Gespenstermädchen an. Sicher erinnert sich der ein oder andere noch an Caspar, das Gespenst, das Freunde suchte … und ein wenig ist Spensa so ja auch, aber doch auch anders. Denn sie sucht Freunde, dann hat sie die Prüfung vermasselt und hat eigentlich nicht Lust, jemanden Angst zu machen. Und dann sind da die schwarzen Hände …

Motiviert ganz sicher, dass ich Kinder zum Lachen bringen wollte. Und mir wichtig war zu sagen: Du bist wunderbar und kostbar, so wie du bist. Du bist ein Geschenk für diese Welt. Denn ich glaube, dass viel zu viel kleine und große Menschen glauben, dass sie nicht gut sind, wie sie sind. Und dann hat mich unglaublich motiviert, dass ich so ganz anders schreiben konnte als in den Erwachsenenbücher. Ich konnte aus der lautmalerischen Kiste schöpfen, Bilder und witzige Situationen schaffen. Das hat mir sehr gefallen.

Ich will Mut machen. Der kleine Leser soll danach das Buch zuklappen und denken: Ich bin echt gut, ganz okay, so wie ich bin, auch wenn ich anders bin.

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@Elena Buono