Ob Vorbilder für das Spensa, ihre Arbeit als Lektorin oder Infos zu künftigen Projekten – Ann-Kristin, Autorin von „Spensa“ stellt sich in diesem Interview knallharte Fragen.
Vor einiger Zeit konnte ich außerdem Hinter die Kulissen des Buches blicken.
Interview: Gibt es für die kleine Spensa ein reales Vorbild bzw. eine bekannte Sage? Wenn ja, welche und warum genau die?
Ich glaube, unbewusst ist Caspar, der Film aus den 80zigern, durch meinen Kopf geflattert und dann auch noch das kleine Gespenst von Ottfried Preusler.
Interview: Du hilfst als Geschichtenhebamme anderen Autoren. Was macht dir mehr Spaß, die Zusammenarbeit mit ihnen oder die Arbeit an deinen eigenen Büchern?
Beides. Ich liebe beides, weil Geschichten mein Leben sind. Ich bin selbst schwerhörig, höre heute mit einem Cochlear Implantat und Geschichten haben mir als Kind (und später auch als Erwachsener) das Leben gerettet. Sie haben mir Mut gemacht. Mich inspiriert. Mir die Welt gezeigt. Und ich bin zutiefst davon überzeugt, dass Geschichten die Welt verändern. Ich liebe die Geschichten der anderen und freue mich immer, wenn meine Autoren spüren: Jetzt ist die Geschichte rund. Jetzt hab ich meine Erzählstimme gefunden. Für mich ist das oft ein gutes Gegengewicht zu meinem eigenen Schreiben. Es befruchtet sich gegenseitig. Und ich weiß, wie es ist, auf der anderen Seite zu sitzen.
Interview: Laut Homepage bist du eher im Bereich Liebesromane unterwegs, aber würdest gern andere Bereiche probieren. Welche und was reizt dich an ihnen?
Andere Bereiche .. oh viele. Nächste Jahr kommt eine Krimikurzgeschichte in einer Anthologie, ein Kinderbuch in einem Verlag und momentan versuche ich den ersten Entwurf von Romantasy. Aber ich habe auch zwei historische Romane im Kopf – und die würde ich sehr gern einmal schreiben, denn die Geschichten sollten wieder erzählt werden.
Leider sind wir damit auch schon am Ende angelegt. Mehr über Ann-Kristin erfahrt ihr über Instagrambzw. ihren Lektoratsaccountund ihre Homepage.
Tom der norwegische Kater – Tom und der Weihnachtsmann –
Story: Tom der norwegische Kater – Tom und der Weihnachtsmann Autorin: Nicole Laube Verlag: Selbstverlag ISBN: 9781973225997 Preis: 5,34 € Seiten: 21
Toms Welt wird auf den Kopf gestellt. Sein Mensch bringt einen Tannenbaum nach Hause und draußen liegt Schnee. Minka, seine kleine Freundin, erzählt von Weihnachten und dem Weihnachtsmann. Doch wer ist das? Verwundert folgt Tom seiner kleinen Freundin, um dem Geheimnis auf die Spur zu kommen.
Mit „Tom und der Weihnachtsmann“ erreichte mich eine weitere Geschichte des frechen Katers aus dem hohen Norden. In seinen Büchern erlebt er verschiedene Abenteuer, diesmal steht die Weihnachtszeit bevor und Tom versteht seine Menschen nicht mehr. Warum schleppen die tote Bäume in die Wohnung? Wäre der Wald nicht viel besser geeignet? Wie gut, dass es Minka gibt, die ihm die ganze Sache erklären kann. Weihnachten? Weihnachtsmann? Komisch, was soll das sein? Tom kann mit den Begriffen nichts anfangen. Minka lässt sich jedoch nicht beirren und führt den norwegischen Kater in den Winterwald. Dort finden die beiden eine im wahrsten Sinne des Wortes strahlende Hütte und entdecken das Geheimnis ganz besonderer Tage.
Hach ja, Weihnachten ist und bleibt eben doch ein Wunder,
egal in welcher Form. Ich für meinen Teil kann mich dem Zauber nicht entziehen
und diesem Buch auch nicht. Es lässt sich überaus angenehm lesen, vertreibt
einem die Langeweile und lässt Träume wachsen. Einziger Wermutstropfen: die
Länge. Leider ist das Buch wirklich sehr schnell ausgelesen und der Traum
ausgeträumt. Ich persönlich würde mir bei künftigen Storys dieser Art mehr Inhalt
wünschen. Ich bin mir sicher, dass Tom noch jede Menge zu erzählen hat.
Allerdings, es ist jetzt keine Vollkatastrophe. Je länger ich darüber
nachdenke, umso besser finde ich die gewählte Seitenlänge. Auf diese Weise muss
ich als Leser nicht mitten im Text abbrechen und kann in einem Stück
durchackern.
Wie immer möchte ich mich meine Rezension nutzen, um die optische Aufmachung des Buches zu bewerten. Im Gegensatz zu meinem ersten Roman des kleinen Katers werden diesmal für das Cover nur 2 Schriftgrößen verwendet. In meinen Augen absolut ausreichend. Die weiße Schrift auf dem Cover und der Rückseite ist ebenfalls wieder mit Schlagschatten versehen. Jedoch, durch die Hintergrundfarbe Rot erachte ich im vorliegenden Fall die gewählte Kombination als angenehm. Einzig beim Klapptext könnte es im Laufe der Zeit irritieren. Buchtitel und Coverbild kleben erneut am Rand. Hier würde ich wiederholt mehr Abstand bevorzugen. Notfalls dazu Texte und Bilder verkleinern. Solange beides hinterher nicht nur noch via Lupe zu finden ist, spricht für mich nichts dagegen.
Fazit
Obwohl die Geschichte recht kurz gehalten ist und in wenigen Seiten ausgelesen, kommt hier jeder Fan süßer Weihnachtsgeschichten auf seine Kosten. Tom lernt den Weihnachtsmann kennen und verfällt dem süßen Zauber. Flott erzählt kann sich der Leser für einen kurzen Moment dem Alltag entziehen. Wer niedliche Tiergeschichten mag, sollte hier unbedingt reinlesen.
Olaf ist eine kleine Fichte, die beim Förster wohnt und unbedingt ein großer Weihnachtsbaum werden möchte. Jedoch ist Olaf nicht wie die anderen Bäume, er ist und bleibt klein. Lotta, die Katze des Försters, hilft ihm jedoch und gemeinsam unternehmen die beiden einiges damit der Traum wahr wird.
(Inhaltsgabe entspricht dem Buchrücken. Rechte für den Text liegen bei der Autorin / Zeichnerin.)
Ich gebe zu, der Name des Buches ist nicht unschuldig daran, dass ich es mir überhaupt gekauft habe. Wieso? Nun, viele kennen Olaf aus Frozen. Jenen verrückten Schneemann, der liebenswerter nicht sein könnte. An genau diesen süßen Kerl dachte ich. Zweiter Grund für mich zu zuschlagen: Widererkennung. Ich habe bereits letztes Jahr ein anderes Buch mit ähnlicher Hintergrundgeschichte rezensiert. Nachzulesen hier. Ich wollte wissen wie sehr sich die Werke ähneln und ob Olaf sich klar abgrenzen kann.
Nun, hinsichtlich der Grundgeschichte gibt es schlichtweg
keinen Unterschied. Ein Tannenbaum, ein großer Traum, Probleme auf dem Weg zum
Ziel – zumindest für mich nichts Neues mehr. In dem Punkt unterscheiden sie
sich nicht, aber dafür der Rest umso mehr.
Format ist A4 und
das Papier stabil. Die Seiten werden mittels Heftklammern zusammengehalten. Das
Buch selbst wird in einer schützenden Folie geliefert. Extras gibt es keine,
ebenso wenig großartiges Zusatzblaba. Lediglich Autorin und Zeichnerin stellen
sich kurz vor und am Ende wird auf die Verlagssuche (existiert aktuell nur als
Musterexemplar) bzw. die Social Media Accounts aufmerksam gemacht. In meinen
Augen absolut ausreichend, denn wer mehr wissen möchte, nervt sowie Tante
Google mit seinen Fragen.
Die Textmenge ist auf allen Seiten überschaubar, da die
Illustrationen entweder über die gesamte Seite reichen oder aber zumindest
einen Großteil der Seite einnehmen. Als Leser wird mein Hauptaugenmerk somit
auf die vielen Details der einzelnen Zeichnungen gelenkt. Versteckte Tierchen,
Gegenstände, die Umgebung – es gibt so vieles zu betrachten. (Und nicht alles
wird im dazugehörigen Text erwähnt.) Gerade für Kinder stelle ich es mir
spannend vor, da die Worte so gänzlich anders wirken können.
Die Schrift selbst ist nicht, wie man es bei einer
Kindergeschichte erwarten würde, glatt und ohne Kanten. Nein, sie erinnert ein bisschen
an die alten Tage, als vieles noch nicht machbar existierte. Jedoch nicht
uralt, eben in meinen Augen gerade richtig. Selbiges gilt für die Schriftgröße
an sich. Angenehm selbst bei Kerzenschein und stets gleich. Einzig die Namen
der beiden Hauptfiguren werden gern mal größer dargestellt. Nettes Extra, aber
nicht zwingend nötig, da die Story auch ohne wirkt. Gilt ebenso für die auf
diese Weise ausgezeichneten Textzeilen bzw. Geräusche. Wobei hier natürlich die
Vorstellungskraft gesondert beflügelt wird.
Ein paar abschließende Worte zu den Illustrationen. Ich
liebe sie. Ich liebe ihren Stil. Ich liebe die Details. Ich liebe die
Emotionen. Ich mag es einfach. Aber jetzt mal im Ernst, ich liebe es, wenn die
Zeichner hinter ihren Werken stehen und nicht nur irgendwas hinschmieren. Da
wird der Text dazu fast zu Nebensache. Besonders toll, keine platte Coloration,
sondern mit Licht sowie Schatten und vom Stil wie Aquarell. Heutzutage durchaus
digital problemlos machbar, jedoch gefällt mir die Vorstellung des traditionellen
Weges mit anschließender Nachbearbeitung wesentlich besser.
Fazit
100 % – mehr Leseempfehlung geht meinerseits nicht. Weihnachten wird hierlebendig und lädt zu einer kurzen Pause im hektischen Alltag ein. Zudem werdenhier Aspekte wie gegenseitige Unterstützung und Glaube an sich selbst sowieandere behandelt. Neben der Kraft sein Ziel nicht aus den Augen zu verlieren,nicht nur während der Weihnachtszeit starke Charakterzüge. Die Schrift ist angenehm groß und mit kleinen Kanten versehen. Die Textmengeist auf allen Seiten eher kleingehalten oder gestreckt. Die Illustrationenbenötigen sehr viel Raum, bieten viele Details und wurden zuckersüß umgesetzt.Quasi Liebe in jedem Strich.
Anya ist ein junges Mädchen, geht noch zur Schule und wirkt gern verpeilt. Eines Morgens verschläft sie einmal mehr und schafft es gerade noch so zum Unterricht. Dummerweise entwischt ihr dabei der am Tag zuvor gefundene Bär und die Prüfung wird zur Qual. Natürlich sucht Anya kurz nach der Prüfung weiter ihrem Bären und wird dabei gestört. Ein junger Mann sucht den Bären. Die Verfolgungsjagd führt an einen überraschenden Ort und der junge Mann ist nicht das, was er auf dem ersten Blick zu sein scheint.
(Inhaltsgabe entspricht dem Buchrücken. Rechte für den Text liegen bei der Autorin / Autorin.)
Die Story ist frisch,
fröhlich und leicht. Hier kann ich mich als Leser zurücklehnen und die Zeit
einfach genießen. Meine eigene Schulzeit ist zwar bereits einige Zeit her, aber
die Story ist so aufgebaut, dass ich mich problemlos wieder in diese Zeit
versetzen kann. Man wird quasi selbst zu einem Teil von Anyas Klasse. OK, der
Großteil der Handlung spielt nicht in der Schule, aber trotzdem fühle ich mich
hier deutlich wohler als in meiner eigenen Schule. Wobei, vielleicht ist es
weniger Anyas Schule als ihr Charakter? Auf jeden Fall fühle ich mich so oder
so sehr wohl.
Der Storyverlauf ist
schnell und der Leser wird von einer Situation in die nächste geworfen. Nie
bleibt man als Leser länger an einer Stelle stecken und weiß am Ende trotzdem,
was vorher war. Ich durfte bereits erleben, dass Storys auf Basis eines solchen
Prinzips völlig an Sinn verlieren, aber hier tritt genau dieser Fall nicht ein.
Ich bin immer am Ball und muss keine Angst davor haben immer und wieder neu
lesen zu müssen. Mich persönlich begeistert dabei besonders das gelungene
Zusammenspiel zwischen Textmenge und Situationskomik. Panel und Sprechblasen
sind so angeordnet, dass genügend Freiraum für die Zeichnungen selbst bleibt.
Obwohl „Bärenkind“
eindeutig typische Mangamerkmale zeigt, so ist dennoch Yukosans eigener Style
erkennbar. Trotz großer Augen und kleiner Chibieinlagen dringt sie einfach
durch. Ok, ich lese / sehe nicht zum ersten Mal was von ihr, aber selbst wenn
dem so wäre würde mir der Unterschied auffallen. Ihre Zeichnungen sind für mich
einfach menschlicher und erreichen mich emotional schlicht weg eher. Ich fühle
mich mit ihnen verbunden.
Das Cover dieses
Dojinshis ist komplett farbig. Die Rückseite zeigt liebevoll wie Anya und der
Bär zueinanderfanden. Im Heft selbst gibt es 3 komplett farbige
Einzelillustrationen und das Cover noch mal extra ohne Schriftzüge. (Ich selbst
habe in meinem Heft zusätzlich noch eine Zeichnung und ein Autogramm von ihr.)
Die Story selbst ist schwarz / weiß. Yukosan arbeitet mit unterschiedlichen
Strukturen. Licht und Schatten werden hier zwar gar nicht benutz, aber im
vorliegenden Fall muss das auch nicht sein. Dieser Dojinshi kommt auch ohne
aus.
Fazit
Zusammenfassend kann
ich hier nur sagen: Ein zwar extrem kurzweiliger Dojinshi, aber von der Story
her so süß das ich ihn dennoch liebe. Er ist für mich einfach eine tolle
Abwechslung und wer eine Pause braucht, muss hier unbedingt reinschauen.