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[Rezension] Der kleine Tigerhase – Stefanie Steenken / Isabella Flore

Werbung / Rezensionsexemplar

Cover des Kindesbuches der kleine Tigerhase

Der kleine Tigerhase

Autorin: Stefanie Steeken (HP / FB / Instagram)
Illustratorin: Isabella Flore (FB / Instagram)
Titel: Der kleine Tigerhase (Instagram)
Verlag: Selfpublisher
Seitenanzahl: 263
ISBN: 978-3-96966-707-1 Preis: 12,90 €

Der kleine Tigerhase wäre gern wie seine Freunde. Als Hase hat man nun mal keine Streifen! Seine Familie unternimmt zahlreiche Versuche, um aus dem kleinen Tigerhasen einen normalen Hasen zu machen. Aber nichts hilft. Er bleibt gestreift. Eines Tages erzählt ihm seine kleine Schwester eine Geschichte. Dadurch merkt er auf einmal, dass es gar nicht so schlimm ist, ein wenig anders zu sein.

(Inhaltsgabe entspricht dem Buchrücken. Rechte für den Text liegen bei der Autorin / Illustratorin.)

Simple Streifen sorgen für reichlich Verwirrung und Selbstzweifel. Der kleine Tigerhase, bisher zufrieden mit seinem Leben, schämt sich von heute auf morgen für seine Streifen. Warum? Gute Frage, im Buch wird dazu kein Wort verloren. Augenscheinlich haben weder Freunde noch Mitschüler ein Problem mit ihm, ebenso wenig die eigene Familie. Sie hinterfragen nicht mal was den kleinen Hasen dazu veranlasst, sondern gehen direkt in die Planung über. Ich hätte es jedoch begrüßt zu wissen wieso. Persönliches Erlebnis? Etwas was er gesehen hat?

Ungeachtet dessen ist Familie Hase zuckersüß und zeigt, dass bedingungsloser Zusammenhalt der Klebstoff jeder Gemeinschaft ist. Egal ob Kostüm oder Farbe – nichts wird unversucht gelassen. Selbst die Geburtstagsparty wird zu einer Lektion. Plötzlich trägt jeder Streifen und der kleine Tigerhase ist nichts Besonderes mehr. Er ist nicht mehr einzigartig, nicht mehr der Einzige.

Abgerundet wird die Reise durch eine Geschichte bzw. Vergleiche, welche ihm die Schwester am gleichen Abend erzählt. Die Antworten des kleinen Hasen – beeindruckend und aus dem Bauch heraus. Er merkt, dass gleiches Aussehen nicht alles ist. Zeigt mir als Leser mit einfachen Mitteln, dass „Blindheit“ jeden treffen kann. Ich weiß, es ist schwer und ich schaff es auch nicht immer, aber anders sein bedeutet eben nicht automatisch blöd.

Am Ende dieser kurzen Mutmach-Geschichte ist der kleine Tigerhase wie verwandelt und er steht dazu als einziger in der Familie Streifen zu haben. Richtig so. Gut gemacht kleiner Hase. Lektion gelernt.

Loben möchte ich an der Stelle außerdem die süßen Illustrationen, die mich vom Stil her sehr stark an meine eigenen Kinderbücher erinnern. Ich mag die Liebe, die in ihnen steckt und wie sie verteilt wurden. Unterschiedlich aufwendig und teilweise ein bisschen so, als hätten Kinder sie gezeichnet, aber trotzdem genau richtig. Ich hoffe sehr, dass der Stil bei künftigen Büchern beibehalten wird.

Fazit

Kurz und knackig beschreibt das Kinderbuch „Der kleine Tigerhase“ das Gefühl anders zu sein und nicht dazu zu gehören. Anfangs noch verunsichert, erkennt der kleine Hase durch verschiedene Erlebnisse das seine Streifen der absolute Renner sind und er nicht weniger Hase als der Rest. Leider wird nicht auf den Auslöser der Zweifel eingegangen. Freunde, Schule und Familie stehen hinter ihm und machen keinen Unterschied.

Ungeachtet dessen unterstützen die liebevollen Illustrationen den Inhalt und erinnern mich vom Stil her an meine eigene Kindheit. Das Buch ist angenehm dünn und durch das genutzte Hardcover stabil.

Insgesamt eine tolle Kindergeschichte, die sich für Kinder und Erwachsene gleichermaßen eignet als Diskussionsgrundlage dienen kann.

[Vorstellung] Das unsterbliche Nashorn – Dorothea Flechsig

Cover des Buches Das unsterbliche Nashorn von Dorothea Flechsig.

Das unsterbliche Nashorn

* Werbung / Rezensionsexemplar *

Autorin: Dorothea Flechsig
Webseiten: FB / Instagram / HP
Verlag: Glückschuh Verlag
Empfohlenes Alter: ab 14 Jahre
ISBN: 978-3-943030-78-5
Seitenanzahl: 144
Preis 12,95

Der verwaiste Junge Florian wächst bei Elvira Schirra, einer älteren liebevollen Dame, in der Großstadt auf. Er geht nicht zur Schule und in keinen Sportverein. Niemand soll von ihm erfahren. Er besitzt weder eine Geburtsurkunde noch einen Pass, auch keine Krankenversicherungskarte, nicht mal einen Nachnamen.

Als Elvira stirbt, schlägt sich der 12-jährige Florian allein durch. Das bleibt nicht lange unbemerkt. Schließlich kommt er aufs Land in eine richtige Familie. Er geht zur Schule und findet Freunde. Bei einem ungewöhnlichen Meteorschauer passiert etwas Unglaubliches. Seitdem bewahren Florin und seine Freunde ein großes Geheimnis.

(Inhaltsgabe entspricht dem Buchrücken. Rechte für den Text liegen bei der Autorin.)

Außenseite des Buches Das unsterbliche Nashorn von Dorothea Flechsig.

Das Cover

Das Cover zeigt ein freundlich lächelndes Nashorn mit gütigen Augen sowie weitere Hintergrundelemente und die üblichen Angaben. Das Nashorn wurde mit unterschiedlichen, dicken sowie teilweise unterbrochenen Konturen ausgestattet. Zudem wirken die verwendeten Farben, je nach Lichteinfall und Haltung, metalisch und glänzend. Für mich überaus reizvoll und das erste Buch dieser Art in meiner Sendung. Dieser Spiegeleffekt wird ebenso für den Buchtitel und teilweise die Rückseite verwendet. Ich habe das dringende Bedürfnis immer wieder darüber zu streichen.

Die Rückseite

Klar, einfach und dennoch wunderschön. Der Hintergrund der Vorderseite setzt sich nahtlos fort. Der Klapptext, weiße Schrift auf dunkelblauem Hintergrund, ist gut lesbar und die genutzte Lesegröße angenehm. Ich vermisse einzig die übliche Preisangabe.

Innenseite des Buches Das unsterbliche Nashorn von Dorothea Flechsig.

Format

Umgesetzt als Hardcover passt „Das unsterbliche Nashorn“ mit seiner Größe von 15 x 21,5 cm in jedes Bücherregal. Durch die Hardcovervariante macht es zudem einen edlen und hochwertigen Eindruck. Grund genug sich besonders gut darum zu kümmern. Die Seiten lassen sich gut umblättern und sind weder zu schwer noch zu leicht.

Lesbarkeit

Die genutzte Schriftgröße ist genau richtig. In Verbindung mit den genutzten Absätzen und Unterteilungen lassen sich die einzelnen Seiten sehr gut lesen. Man merkt nicht mal wie schnell die Zeit dabei vergeht. Außerdem wird auf Auszeichnungen oder Schnörkeleien verzichtet, um den Blick auf das Wesentliche zu lenken. Lediglich die Kapitelüberschriften sind etwas anders.

Illustration des Buches Das unsterbliche Nashorn von Dorothea Flechsig.

Illustrationen

Im gesamten Buch unterbrechen diverse Zeichnungen den Text, jedoch immer so das es nicht stört. Im Gegenteil, sie unterstützen ihn und lassen einzelne Ereignisse dadurch noch greifbarer werden. Die eigene Fantasie wird weiter angeregt ohne ein genaues Abbild vorzuschreiben.

Fazit

Traumhaftes Cover, Hardcover, guter Lesefluss – all das und mehr zeigt mir, dass der Autorin und dem Verlag viel an seinen Lesern liegt. Ausgeschrieben für Kinder ab 14 Jahren hat man sicher auch als Erwachsener seinen Spaß. Ich habe bereits reingelassen und freue mich sehr auf die spätere Rezension sowie das Interview mit der Autorin. Von mir gibt es bereits jetzt eine klare Kaufempfehlung.

[Rezension] Kerstin Floh – Die Geschichte vom kleinen Tannenbaum

Inhalt

Ein kleiner Tannenbaum möchte unbedingt den Wunsch seiner Mama erfüllen. Sie hofft, dass eines ihrer Kinder ein Weihnachtsbaum wird. Im Laufe seines Lebens versucht er zu erfahren was das bedeutet und strengt sich mächtig an. Zusammen mit seinem Glauben an sich selbst und einem kleinen Engelchen, erscheint der Traum greifbarer denn je. Ob seine Erwartungen übertroffen werden?

Meinung

Mein erster Blick fällt auf die ungewöhnlich große Schrift, welche dadurch besonders gut für Anfänger geeignet ist. Ich konnte die Worte ohne Probleme erfassen und bin mir sicher, dass es auch Kindern gelingen wird. Zusätzlich sind die Seiten nicht vollgeklatscht. Bevor zu viel Text auf einer Seite landet, wird der eher auf die nächste Seite verschoben. Es müssen weniger Infos auf einmal verarbeitet werden und es bleibt so mehr Zeit das zu festigen, was gerade gelesen wurde.

Mein nächster Blick fällt auf die wirklich zuckersüßen kleinen und großen Illustrationen, die sich über das gesamte Buch verteilen. Sie sind in den Text eingebunden, um diesen zu unterstützen oder stehen für sich selbst. Die Zeichnungen wirken nicht aufgesetzt, im Gegenteil, ich sehe sie als liebevolle Tuschearbeiten an. Besonders beeindruckend finde ich das bei den großflächigen Illustrationen. Sie verzichten verstärkt auf Schnickschnack und versprühen doch den Weihnachtszauber. Einzig die Weihnachtsbäumchen neben den Seitenzahlen sind für meinen Geschmack zu viel. Ich hätte diese persönlich nicht gesetzt, da die Zahlen für sich stehen.

Ebenso mag ich die lockere und flüssige Erzählweise der Geschichte. Sie ist einfach und klar. Komplizierte Worte wirst du hier nicht finden. Ebenso wenig gibt es hier Situationen die auf, übertreiben wir mal, Seite 50 immer noch nicht abgeschlossen sind. Übrigens, die Geschichte beinhaltet zusätzlich eine kleine Baumkunde bzw. Hinweise zum Zyklus eines Tannenbaumes. Allerdings, nicht belehrend und anprangernd, sondern eher versteckt und kindgerecht. Das Buch arbeitet viel mit der Fantasy seines Lesers, sodass sich dieser alles gut vorstellen kann. Ich persönlich fand mich bei den beschriebenen gen Ende Traditionen zu 100  % wieder. Beispiele: Geschenke liegen unter dem Baum oder aber die Schmückung des Baumes am Weihnachtstag selbst.

Über das Ende des Buches möchte ich an der Stelle eher wenig verraten. Sagen wir es so, der Weihnachtsabend endet in einem Lichtermeer. Der zuckersüße Weihnachtstraum kommt mehr als durch. Ich bin mir sicher, dass dadurch eine ideale Traumgrundlage geschaffen wird.

Fazit

Von mir gibt es für dieses Buch eine klare Leseempfehlung, besonders jetzt zur Weihnachtszeit. Es ist eine tolle Ruheoase in der stressigen Vorweihnachtszeit und mehr als 1x lesbar. Die Schrift ist groß und sehr gut für Anfänger geeignet. Die Textmenge wurde gut verteilt und unterstützt den Lesefluss. Die Illustrationen wurden mit viel Liebe gefertigt und unterstützen den Text.

Daten

Story: Die Geschichte vom kleinen Weihnachtsbaum (Wie durch Vertrauen Herzenswünsche in Erfüllung gehen können)
Autorin: Kerstin Floh
Illustrationen: Jubel Jutta
Verlag: Floh-Verlag
ISBN: 978-3-00-051269-8
Preis: 12,95 €
Seiten: 48