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[Kurzinterview] 3-Fragen Talk Vanessa Funk

Ob Vorliebe für das Genre Fantasy, eigener Merch oder Selfpublishing als bewusste Entscheidung – Vanessa Funk, Autorin der Ahawa Lamia Reihe, stellt sich in diesem Interview knallharten Fragen.

Interview: Mit „Ahawa Lamia“ bist du im Bereich Fantasy unterwegs. Was fasziniert dich an diesem Genre? Welche Pläne hast du für die Zukunft?

Ich lese dieses Genre schon seit meiner Jugend am liebsten und daher kann ich in diesem Bereich auch am besten schreiben. Zudem habe ich eine sehr große Fantasie, sodass es mir sehr leicht fällt, neue Welten zu erschaffen oder Fähigkeiten entstehen zulassen, die es so nicht gibt. Außerdem ist es das beste Genre, um aus der Wirklichkeit zu fliehen und dass kann in der heutigen Zeit jeder mal gebrauchen.

Interview: Wie cool, bei dir gibt’s schicken Merchandise. Was genau erwartet mich? Welche Werte stehen hinter deinen Produkten?

Meine sehr gute Freundin, die ebenfalls Buchhändlerin ist, und ich haben uns zusammen getan, um meine eigene Marke zu erschaffen. Hierzu gibt es auch ein eigenes Logo, dass sich auf jedem Merchandise befindet.

Mir war es wichtig, dass sich die Leser auch außerhalb der Bücher mit Ahawa Lamia identifizieren können. Zudem bietet es sich beim Genre Fantasy sehr gut an. Ich liebe meine Produkte und finde es sehr cool, dass ich dies alles ohne einen Verlag geschafft habe.

Aktuell haben wir bereits sehr viele tolle Sachen im Angebot. Das wichtigste sind die Armbänder. Zu jedem Element/Blutlinie gibt es ein eigenes. Durch einen Test auf meiner Webseite kann man erfahren, zu welcher Linie man gehört und kann das dann auch ganz offen zeigen. Oder man wählt einfach die Farbe, die man mag. Es gibt auch zwei Sonderstücke. Eins für die Königsfamilie und eine für die Ahawa Lamia (Königin) selbst. Diese kann man aber nicht immer kaufen, sondern nur zu besonderen Aktionen gewinnen oder zu bestimmten Zeiten erwerben. Dann haben wir noch Lesezeichen, Schlüsselanhänger, Stifteboxen und Magnete. Das Sortiment wird aber immer größer, da ich eine sehr kreative Partnerin an meiner Seite habe.

Hinter den Produkten stehen die Werte: Freundschaft, Mut und Durchhaltevermögen. Genauso Talent und der Wunsch, dass handgemachte Produkte wieder mehr geschätzt werden.

Die Autorin Vanessa Funk hält ihr Buch für ein Interview hoch

Interview: Selfpublishing – herausfordernd und beflügelnd zugleich. Wieso dieser Weg und welche Erfahrungen hast du gemacht?

Ich habe mich sehr bewusst für diesen Weg entschieden. Als gelernte Buchhändlerin kenne ich die Branche und Verlagsverträge sehr genau. Auch hatte ich einige Angebote von Verlagen, aber mir war es wichtig, dass ich die Entscheidungen für meine Bücher selber treffen kann. Im SP liegt das letzte Wort immer bei mir, sei es das Cover, der Text oder der Veröffentlichungstermin. Gerade in der letzten Zeit habe ich auch das Gefühl, dass bei Verlagen nur noch Trend-Themen genommen werden und die Qualität der Geschichte eher hinten ansteht. Es geht meist darum, womit kann ich das meiste Geld machen. Natürlich möchte auch ich Geld damit verdienen, aber ich will auch etwas veröffentlichen, hinter dem ich zu 100% stehe.

Die Herausforderungen beim SP sind besonders die Kosten. Die trage ich alle selbst und das ist nicht gerade wenig. Aber mir ist es wichtig, eine professionelle Arbeit zu machen und daher gebe ich das Geld für Cover, Lektorat und Korrektorat gerne aus. Auch der Verdienst unterscheidet sich nicht groß, da die wenigsten Autoren bei einem Verlag mehr als 1 Euro für ein verkauftes Print bekommen, es sei denn, sie heißen Kerstin Gier oder Sebastian Fitzek.

Meiner Erfahrungen sind bisher eigentlich sehr positiv. Ich liebe den Austausch mit den Bloggern und Lesern und ich bin ein absoluter Fan meiner Lektorin. Das Marketing bringt mich hier und da an meiner Grenzen, aber das wäre bei einem Verlag nicht anders, da man auch hier aktiv mitmachen muss. Besonders schlimm finde ich die Vorwürfe, dass man als SPler entweder unprofessionell ist, was in meinem Fall definitiv nicht der Fall ist, sonst hätte ich nicht solche hohen Kosten, oder dass man alles mit einer KI gemacht hat.

In meinen Büchern ist nicht ein einziges Wort von der KI – es ist alles von mir und wird höchstens von meiner Lektorin angepasst oder verbessert. Auch mein Cover kommt von einem Menschen und das wird mir immer wichtig sein.

Natürlich verwende ich für den Content hier und da ein KI generiertes Bild, dies ist aus Zeit und Kosten leider nicht anders möglich. Es ist sehr schade, dass man sich, obwohl man so viel Zeit, Geld, Tränen und Mühe in diese Bücher steckt, bei denen man nicht wirklich was verdient, immer wieder rechtfertigen muss. Ich bin für jede Kritik offen und nehme auch immer Vorschläge an, aber nicht von Menschen, die weder mich noch meine Bücher kennen. Dafür habe ich mir zu viel Arbeit gemacht, denn in erster Linie arbeite ich für meine Leser.

Leider sind wir damit am Ende des Interviews angelangt. Mehr über Vanessa Funk erfahrt ihr über Instagram bzw. ihre Homepage.