Kategorie-Archiv:Interviews

Interviews mit verschiedenen Autoren und Zeichnern. Ich stelle Fragen zu ihren Werken und ihren Zukunftsplänen. Außerdem versuche ich sie als Mensch näher zu beleuchten.

[Interview] Martin Mächler – Illustrator der Eiselfenreihe

Spitze Ohren, kalter Schnee, alte Feindschaften – Josefine Gottwald schafft mit ihrer Reihe „Eiselfen“ in mittlerweile 5 Bänden eine magische Welt und wird dabei von verschiedenen Künstlern unterstützt. Einer von Ihnen ist Martin Mächler – verantwortlich für die wundervollen Illustrationen in jedem Band. Ich hatte die Ehre mit ihm ein Interview führen zu dürfen. Im Interview erfahrt ihr unter anderem einiges über seine Arbeitsweise, wie sich Autorin und Zeichner kennenlernten und wie die weitere Zusammenarbeit aussieht.

Illustration Fantasyroman Eiselfen als Beitrag für ein Interview

Interview: Hallo Martin, schön das du da bist. Magst du zu Beginn ein wenig über dich erzählen?

Hallo, Lisa. Vielen Dank. Kurz zu mir: Ich bin an der Ostseeküste groß geworden, lebe und arbeite in Rostock und bin neben meinem Job viel kreativ unterwegs.

Interview: Auf deiner Webseite zeigst du hauptsächlich großflächige Arbeiten. Siehst du darin deine wahre Berufung?

Ja und nein. Oder um es anders zu sagen: Ob es die wahre »Berufung« ist, weiß ich nicht. Jedenfalls mache ich es neben dem Schreiben und dem Illustrieren sehr gerne. Mal schauen, was daraus wird. Mein tägliches Brot verdiene ich mit Büroarbeit im öffentlichen Dienst. Aber ich kann mir sehr gut vorstellen, irgendwann als Autor/Maler/Illustrator hauptberuflich zu arbeiten. Das ist mein Ziel. Ob ich es verwirklichen kann, steht auf einem anderen Blatt, da wir Kreativen ja wissen, wie schwer es ist, davon zu leben.

Interview: Wie kam es zur Zusammenarbeit mit Josefine Gottwald?

Wir trafen uns das erste Mal in Graal-Müritz an der Ostsee auf einer ihrer Lesungen. Das muss 2004 oder 2005 gewesen sein. Wir fanden heraus, dass wir literarisch dicht beieinander waren, auf Fantasy standen. Wir waren regelmäßig in Kontakt und vor einigen Jahren sprach mich Josie wegen der Illustrationen an. Da habe ich »ja« gesagt.

Interview: Entscheidest du selbst welche Szenen illustriert werden?

Das passiert in enger Zusammenarbeit. Josie hat immer einen bestimmten Textabschnitt, in dem sie sich eine Illustration vorstellen kann. Aber ja, die ersten Vorschläge kommen in der Regel von mir.

Interview: Wie viel Zeit brauchst du für einzelne Illustrationen?

Einige Stunden. Das hängt auch vom Motiv ab und ob mehrere Überarbeitungen des ersten Entwurfes nötig sind. Oft geht es relativ zügig, manchmal brauchen wir etwas länger.

Interview: Was fällt dir beim Erstellen einer Illustration besonders schwer?

Das ist unterschiedlich. Beispielsweise sind Menschen und Gesichter immer eine gewisse Herausforderung, da ich kein geübter Comic- oderPortraitzeichner bin. Im aktuellen Band wollte ich das erste Mal von mir aus Menschen darstellen.

Illustration Fantasyroman Eiselfen als Beitrag für ein Interview

Interview: Was verbindest du persönlich mit ihrer Romanreihe?

Ein gutes Gefühl beim Lesen und die Freude an der Zusammenarbeit.

Interview: Ist es für dich die erste Zusammenarbeit mit einer Autorin?

Ja, ist es. Ich kann mir natürlich auch vorstellen, mit anderen Autoren zu arbeiten und meine Erfahrungen als Illustrator noch zu erweitern. Aber die Arbeit mit Josie wird immer etwas besonders bleiben.

Interview: Wirst du auch die restlichen Bände der Eiselfenreihe illustrieren?

Ja– wir haben dahingehend auch eine entsprechende Vereinbarung. Ich denke, dass bei solchen Dingen Kontinuität sehr wichtig ist.

Interview: Was findest du entspannender? Großflächige Leinwände oder „kleine“ Zeichnungen für Romane?

Antwort: Schwierig. Malen und Zeichnen ist für mich beides: entspannend und anstrengend. Wahrscheinlich zeigt das die Passion, die dahinter steht. Es hängt sicherlich auch von der Tagesform ab, ob man sich quält oder es genießt.

Interview: Welche Pläne hast du für die Zukunft?

Möglichst viel Kreatives zu schaffen. Egal, ob schreiben, malen oder illustrieren. Der Weg ist das Ziel. Aber wie gesagt, schön wäre es, wenn dieser wichtige und erfüllende Teil noch mehr Platz in meinem Leben einnehmen könnte und irgendwann auch meine Ausgaben tragen kann.

Interview: Hast du noch ein paar Tipps für angehende Illustratoren?

Finde deinen Stil, mache auch nach Rückschlägen weiter und glaube an dich. Einige Erfolge kommen erst nach einigen Jahren harter Arbeit und Engagement. Dranbleiben – das Glück begünstigt den Mutigen!

Danke für deine Zeit und den Einblick in die Arbeit eines Illustrators. Damit hast du sicherlich einigen geholfen.

Gerne. Danke nochmal für das Gespräch.

Illustration Fantasyroman Eiselfen
Illustration Fantasyroman Eiselfen
Illustration Fantasyroman Eiselfen

[Interview] Künstlerin Annichen – Welten werden real

Einst suchte ich meinen Roman „Anders Gleich“ eine Coverzeichnerin bzw. einen Coverzeichner. Nicht, weil ich darauf keinen Bock hatte, sondern schlichtweg weil sich mein Talent für gezeichnete Bilder in Grenzen hält. Ergo musste jemand mit Talent her. Zu diesem Zweck veranstaltete ich über meine Facebookseite einen Wettbewerb.

Anninchen bewarb sich mit einem sehr beeindruckenden Beitrag. Am Ende konnte sie sich durch ihren einzigartigen Stil in Verbindung mit der zeichnerischen Umsetzung der Jungs durchsetzen. Sie wurde / ist meine Coverzeichnerin und fertigte zudem einige Skizzen für ein kommendes Video an. Auch sie stellte sich 2012 in einem Interview meinen Fragen.

Illustration Cil aus Anders Gleich als Beitrag für ein Interview
Illustration Draco aus Anders Gleich als Beitrag für ein Interview

Interview: Wer steckt hinter der Künstlerin Annichen? Stell dich doch mal vor.

Ich bin eigentlich eine sehr unscheinbare Person. Gehe nicht so gerne weg und bin auch gerne mal für mich. Ich arbeite im Büro, habe tagsüber viel zu tun. Zum Zeichnen bleiben meistens nur die Wochenenden bzw. Abende. Meine Leidenschaft gilt nicht nur dem Zeichnen, sondern auch Tieren und Pflanzen. Es ist immer wieder lustig, wenn mir meine Katze beim Zeichnen zuschaut und mir die Stifte klaut. Ich kann mich daran sehr erfreuen und das macht eigentlich mein Glück aus. Zeichnen und dabei meine Liebsten um mich herum haben!

Interview: Stichwort Beruf und damit nächste Frage: Wie sehen deine Pläne aus?

Meine Pläne … gute Frage. Ich möchte versuchen mich stetig weiter zu entwickeln. Zeichnerisch, persönlich und auch beruflich. Leider ist das nicht in allen Kategorien so einfach. Doch ich versuche immer mein Bestes zu geben. Stillstand ist Rückstand.

Stillstand ist Rückschritt meinte ich.

Interview: Was fasziniert dich so am Zeichnen?

Wenn ich zeichne, kann ich mich in eine komplett andere Welt zurückziehen. Ich kann sie durch das, was ich zeichne, greifbar machen …sie lebendig werden lassen. Alle meine Gefühle und Stimmungen fließen dann ist die Zeichnung ein. Stressabbau mal anders.

Interview: Kommt mir bekannt vor. Welche Technik verwendest du besonders gern?

Am allerliebsten arbeite ich mit Copics. Ich habe tausende Zeichenutensilien, aber es sind immer wieder Copics mit denen ich meinen Bildern leben einhauche!

Interview: Klingt schwer verliebt. Gibt es eine Technik, die du gern mal probieren würdest?

Ich bin für alles offen! Mit Feder und Tusche zeichnen würde mein Interesse wecken oder aber die nass in nass Technik beim Aquarell … Das würde mich schon sehr reizen. Airbrush habe ich probiert und möchte daran auch weiter feilen!

Interview: Wie hast du von der Suche nach einer Coverzeichnerin erfahren?

Bei Facebook über deinen Post … Ich habe erst gehadert, ob ich überhaupt gut genug bin und mich dann aber für die Herausforderung entschieden.

Interview: Gab es einen Vorentscheid? Wie hast du ihn erlebt?

Wir haben eine Charakterbeschreibung bekommen und mussten danach Skizzen der Figuren anfertigen. Gar nicht so einfach, wenn man nicht weiß wie genau im Einzelnen die Figuren aussehen sollen, und wie du es dir vorgestellt hast. Eine echte Herausforderung wie sich rausstellte … Bis zur Entscheidung war ich noch unsicher, ob meine Skizzen/Figuren gut ankommen oder nicht.

Interview: Gab es außer dem Job der Coverzeichnerin noch weitere Anreize? Wenn ja, welche und was bedeuten sie dir?

Es ist mein erster offizieller Auftrag und das ist mit ganz besonders viel wert. Mein Hauptaugenmerk lag aber darauf das Zeichnen von männlichen Figuren zu vertiefen. In dem Bereich einen Schritt voran zu kommen bedeutet mir mehr als alles andere.

Interview: Würdest du so eine Chance jederzeit wieder nutzen?

Hmm, ich glaube das hängt von der jetzigen Herausforderung ab, wenn ich positive Erfahrungen mache, steht dem wohl nichts im Weg.

Interview: Du hast es inzwischen geschafft und bist Coverzeichnerin für „Anders gleich“ geworden. Wie fühlt sich das für dich an?

Der erste Augenblick war überwältigend, ich war wirklich mehr als erfreut und brauchte ein bisschen um es wirklich zu verstehen. Jetzt folgen die Erwartungen an mich selbst. Ich möchte es so gut wie möglich machen! Das ist auch ein großer Druch.

Druck!

Interview: Denkst du, die Arbeit am Cover bringt dich weiter?

Definitiv ja! Das Zeichnen von männlichen Figuren wird dadurch geübt und es ist auch eine andere Sache nach Wünschen zu arbeiten, als nach seinen eigenen Vorstellungen!

Interview: Wie stellst du dir die Zusammenarbeit mit der Autorin vor? Freust du dich darauf?

Ich bin sehr gespannt wie es wird. Ich denke, wir werden gut zusammenarbeiten um das beste Ergebnis zu erzielen. Ich bin schon sehr aufgeregt!

Danke für das Interview. Magst du von dir aus noch etwas sagen?

Nein, ich denke ich hab alles gesagt.

[Interview] Künstlerin LeCoeurDuCiel – Das Herz des Himmels

Einst suchte ich meinen Roman „Anders Gleich“ eine Coverzeichnerin bzw. einen Coverzeichner. Nicht, weil ich darauf keinen Bock hatte, sondern schlichtweg weil sich mein Talent für gezeichnete Bilder in Grenzen hält. Ergo musste jemand mit Talent her. Zu diesem Zweck veranstaltete ich über meine Facebookseite einen Wettbewerb.

LeCoueurDuCiel bewarb sich mit einem wirklich wundervollem Beitrag. Sie zeichnete meine Jungs in verschiedenen Klamotten. Leider reichte es am Ende nicht für den Posten der Coverzeichnerin. Dennoch ist sie, allein um ihre Ideen und die Details der Zeichnungen zu würdigen, als Gastzeichnerin vertreten. Zusätzlich nutzte ich die Gelegenheit, um ein wenig mehr über sie als Person zu erfahren. Das Interview stammt von 2012.

Illustration Draco aus Anders Gleich als Beitrag für ein Interview
Illustration Cil aus Anders Gleich als Beitrag für ein Interview

Interview: Wer steckt hinter der Künstlerin LeCoeurDuCiel – Das Herz des Himmels? Stell dich doch mal vor.

Le Coeur Du Ciel bedeutet das Herz des Himmels. Dieser Name ist mir sehr wichtig, da er mir viel bedeutet. Ein Herz des Himmels ist für mich ein Engel mit reinem Herzen. Genauso möchte ich mich auch gerne sehen.

„Ein reines Herz, was gerne zeichnet und malt. Immer mit Leidenschaft und Liebe.“

Ich stehe sehr zu den Werken, die ich mache, denn sie sind immer mit Herz gezeichnet. Sonst bin ich ein quirliges Wesen, welches neben 12 h Arbeit am Tag (beim Bestatter) jeden Moment zum Zeichnen nutzt. Ich will noch richtig viel erreichen und dafür habe ich noch einiges zu zeichnen und zu erschaffen.

Ich mag es, wenn man sich in meinen Bildern verliert und verliebt. Sie sollen nicht nur schön aussehen, sondern ein gutes Gefühl vermitteln. Einige Werke lasse ich mir bezahlen, wegen Zeit und Material Aufwand, aber das schönste für mich ist, wenn sich jemand einfach über meine Sachen freut. Wie der Hydropi Catboy. ^^

Das ist das Schönste für mich. Und natürlich, wenn meine Bilder bestaunt werden. Ich möchte gerne, dass viele Menschen meinen Namen kennen. Ich bin im Moment bei dem Status, dass Bekannte sagen „Mach einfach, ich vertrau dir, dass es gut wird.“ und das ist einfach sensationell.

Und nicht gerade „unoft“ übertreffen die Ergebnisse deren Vorstellungen. Ein super Gefühl und deswegen mach ich auch immer weiter.

Interview: Stichwort Beruf: Wie sehen deine Pläne aus? Was stellst du dir für die Zukunft vor?

Ja, bin halt im Bestattungshaus angestellt. Der Beruf macht mir Freude. Und ich denke, dass es eine ganze Weile so bleiben wird. Hauptberuflich Künstler möchte ich nicht sein, da ich schon festes Geld zum Einplanen brauche, aber zeichnen wird in meinem Herzen immer wichtiger sein, als die Arbeit in meinem Kopf XD. Wenn sich mir nicht ein Job mit besserer Bezahlung bietet, bleibt das erst mal so. ^^

Interview: Was fasziniert dich so am Zeichnen?

So vieles …

Neue Sachen und Welten erschaffen ist großartig, aber auch schon Vorhandenes neu und persönlich darstellen. Anderen Menschen Freude oder andere Gefühle zu bereiten, kann auch erstaunen oder Wut sein. Ich finde es einfach gut, wenn Emotionen hervorgerufen werden.

Und für mich und meine Seele wichtig Anerkennung zu bekommen durch das, was man macht. Dass Leute staunen und sagen, dass es echt super aussieht. Zudem ist es der perfekte Ausgleich zu meinem stressigen Alltag.

Beim Zeichnen verliere ich mich total und vergesse die Zeit, kann stundenlang in den unmöglichsten Körperhaltungen sitzen und zeichnen. Und es macht vor allem ganz ganz viel Spaß.

Interview: Bevorzugst du eine bestimmte Technik?

Früher war es mit Abstand Bleistift arbeiten … heute ist das Arbeiten mit Copic Markern mit dazu gekommen.

Interview: Was würdest du gern mal probieren?

Richtige Aquarellfarben (bekomm ich zu Weihnachten), Airbrush da bin ich sehr gespannt drauf und Polys.

Interview: Viel Spaß dabei. Wie hast du von der Suche nach einer Coverzeichnerin erfahren?

Ja, über Facebook XD. Da war auf einmal ein Post, dass eine gesucht wird und Schwups war ich dabei.

Interview: Gab es einen Vorentscheid? Wie hast du ihn erlebt?

Ja, wir sollten Skizzen einreichen und hab mich wohl zu sehr an das Wort Skizze gehalten und hätte wohl mehr Arbeit rein stecken sollen, aber naja. Das Warten war grausam aber sonst okay. Würde gerne öfter so was machen und natürlich auch sehr gerne mal gewinnen. ^^

Interview: Gab es außer dem Job der Coverzeichnerin noch weitere Anreize? Wenn ja, welche und was bedeuten sie dir?

Ja, das man als Gastzeichner erwähnt wird war eine supergute Überraschung. Es hat nicht dazu beigetragen es locker zu sehen, sondern eher es muss schon gut werden, denn egal was wird man wird die Zeichnungen sehen. ^^

Und, dass der Künstlername erwähnt wird, ist super, gab ein gutes Gefühl. Denn wenn der Name irgendwo auftaucht, gibt das Werbung und Werbung ist sehr wichtig heut zutage.

Interview: Würdest du so eine Chance jederzeit wieder nutzen?

Oh ja, sehr sehr gerne wieder, würde so was ja gerne mal gewinnen. ^^ Aber auch, dass mein Name immer dabei ist, ist mir Lohn genug.

Danke für das Interview. Magst du von dir aus noch etwas sagen?

Würde gerne noch ein schönes Zitat von Caspar David Friedrich anbringen:

„Der Maler soll nicht bloß malen, was er vor sich sieht, sondern auch was er in sich sieht. Sieht er aber nichts in sich, so unterlasse er auch zu malen, was er vor sich sieht. Sonst werden seine Bilder den spanischen Wänden gleichen, hinter denen man nur Kranke und Tote erwartet.“

Denn so sehe ich es auch. Man muss eben mit Herz malen und genau das mache ich.

[Interview] Künstlerin EquinoxX – Zeichen als Sprachrohr

Einst suchte ich meinen Roman „Anders Gleich“ eine Coverzeichnerin bzw. einen Coverzeichner. Nicht, weil ich darauf keinen Bock hatte, sondern schlichtweg weil sich mein Talent für gezeichnete Bilder in Grenzen hält. Ergo musste jemand mit Talent her. Zu diesem Zweck veranstaltete ich über meine Facebookseite einen Wettbewerb.

EquinoxX bewarb sich mit einem wirklich wundervollem Beitrag. Leider reichte es am Ende nicht für den Posten der Coverzeichnerin. Dennoch ist sie, allein um ihre Ideen zu würdigen, als Gastzeichnerin vertreten. Zusätzlich nutzte ich die Gelegenheit, um ihr einige Fragen zu stellen. Das Interview stammt von 2012.

Illustration Cil und Draco aus Anders Gleich

Wer steckt hinter der Künstlerin EquinoxX? Stell dich doch mal vor.

Ich bin eine verrückte, bunte, gefühlszeichnende, kleine Künstlerin, die mit ihren Bildern andere glücklich machen will.
Durch das Zeichnen bin ich ausgeglichen und fühle mich wohl. Ich zeichne gerne – von Gekritzel bis zu großen Bildern

Was machst du beruflich? Wie sehen deine Pläne aus?

Ich studiere Chemie im 1. Mastersemester. Nach Beenden des Masters möchte ich meinen Doktortitel erlangen und dann in die Pharmaindustrie zum Arbeiten gehen. Am liebsten im Sektor Diabetes.

Wieso ausgerechnet dieser Berufsweg? Gibt’s dafür Gründe?

Chemie hab ich schon von Anfang an geliebt. Meine Hobbys wie schreiben und zeichnen kann ich in diesem Berufsfeld auch gut zur Geltung bringen, zum Beispiel beim Verfassen von Zusammenfassungen oder auch beim Designen von Messgeräten oder Ähnlichem.

Interessanter Hintergrund und toller Übergang zur nächsten Frage: Was fasziniert dich so am Zeichnen?

Dass ich während des Zeichnens in eine ganz andere Welt abdrifte. Ich kann mich entspannen, den Stress nehme ich nicht mehr wahr. Alles verlangsamt sich und ich kann einfach frei sein. Zeichnen und singen sind die einzigen „Sprachrohre“ die von der Seele direkt kommen.

Welche Technik verwendest du bei diesen Sprachrohren besonders gern?

Ich zeichne gerne mit Blei- und Buntstiften, da man hier genau wie bei Kohle viele verschiedene Bildtechniken einbringen kann. Es gibt Schraffuren, man kann mit Blendern arbeiten, mit verschiedenen Farbschichten. Es ist einfach sehr spannend, wie verschiedene Bilder rauskommen, wenn man einfach eine andere Schraffur verwendet. Auf dem Blatt kann man das einfach richtig fühlen, deshalb zeichne ich auch lieber traditionell.

Welche Technik würdest du denn gern mal ausprobieren?

Ich würde mich gerne mal an Airbrush versuchen, eine unglaublich interessante Technik Farbe an die Wand zu bringen. Momentan beginne ich gerade damit, etwas mit Acryl rumzuprobieren.

Viel Erfolg dabei. Wie hast du von der Suche nach einer Coverzeichnerin erfahren?

Über den Post bei Facebook. Ich schau mich immer, um was sich da so tummelt. Denn es ist einfach auch toll, mal andere Charaktere zu malen.

Gab es einen Vorentscheid? Wie hast du ihn erlebt?

Ja, es gab einen Vorentscheid. Ich dachte mir, dass bestimmt tolle Künstler teilnehmen werden, deshalb hab ich mir besonders viel Mühe gegeben. Außerdem hat es so viel Spaß gemacht die Figuren zu zeichnen. Egal wer gewinnt, ich denk jeder für sich ist gut.

Gab es außer dem Job der Coverzeichnerin noch weitere Anreize? Wenn ja, welche und was bedeuten sie dir?

Ich will Aufgaben für mich finden, die mich pushen, an denen ich wachsen kann. Und das ist der Anreiz mich an immer Neuem zu versuchen. Nur mit neuen Anreizen kann man wachsen …

Würdest du so eine Chance jederzeit wieder nutzen?

Auf jeden Fall!

Lisa Erbe: Danke für das Interview. Magst du von dir aus noch etwas sagen?

Danke an alle, die an mich glauben, die mir Kritik gegeben haben und sie so formuliert haben, dass ich etwas Positives daraus gewinnen konnte. Danke alle, die mir von Anfang an treu waren und danke an alle, die meine Bilder ansehen! Und spezielles Danke an Rubin (Zeichnerin auf Facebook), denn ohne sie hätte ich keine Zeichnerseite.

[Interview] Tesla – Dreamcandy Band 2 – Yaoi mal anders

Es ist wieder Interviewzeit ihr Lieben. Ich hatte die Ehre die Künstlerin Tesla anlässlich ihres neuen Werkes „Dreamcandy Band 2“ fragen zu dürfen. Liebhaber von Yaoimangas dürften auf ihre Kosten. Ich persönlich vertrete ja die Meinung, dass Yaoi immer geht. Ok, so gut wie immer. Ich wünsche euch viel Spaß mit dem Interview und euren Köpfen viel Freude beim Verarbeiten der neuen Infos.

Cover Dreamcandy Band 2

Fangen wir doch heute mal ganz klassisch an. Wer bist du? Was macht dich als Person aus?

Ich bin Tesla, Illustratorin und Mangazeichnerin seit mittlerweile 10 Jahren in selbstständiger Arbeit.

Deine Zeichnungen sind ja doch sehr intensiv. Zeichnest du eigentlich nur schwule Jungs oder auch andere Sachen?

Ich zeichne im Moment tatsächlich in der Hauptsache schwule Jungs, aber nicht ausschließlich. Ich bin im Bereich Fantasy und mystischer Realismus genauso zu Hause.

Worin liegt für dich der Reiz sich mit Liebe zwischen Männern zu beschäftigen?

Ufff, das ist eine Frage, die immer wieder kommt und die ich irgendwie immer wieder anders beantworte. Um ehrlich zu sein: keine Ahnung. Ich denke, es ist der Reiz des Unbekannten. Ich denke, jede Frau denkt hin und wieder darüber nach, wie es sich im Körper eines Mannes anfühlt. Als Mann gesehen zu werden, die Ausstrahlung eines Mannes zu erleben. Wenn Frauen schreien sind sie ja gleich hysterisch, wenn Männer schreien sind sie dominant.

Das ist eine interessante Wirkung und ich weiß von meinem Freund das auch Männer gelegentlich darüber nachdenken wie es wohl im Körper einer Frau ist. Letztendlich denke ich ist es auch ein hoch psychologisches Thema, wenn ich mich mit dem Thema Sex auseinandersetze. Denn, was kann eine Frau da schon wissen? Wie wissen wie sich Sex mit einem Mann anfühlt als Frau? Für zwei Männer hat man nur als Referenz Pornos und wie nahe die an der Realität dran sind wissen wir ja alle.*lach*

Du hast vor kurzem von Dreamcandy Band 2 veröffentlicht. Band 1 erschien bei einem Verlag. Wie kommt es zu dem Wechsel?

Das war leider eine traurige Sache. Der Verlag musste aufgeben. Der Buchmarkt ist knallhart und als neues Unternehmen hat man es schwer. Dieser Verlag hat es leider nicht geschafft und ich stand wieder allein da. Ich hätte wirklich gerne auch die restlichen Bände über den Verlag vertrieben, aber wieder einen Neuen zu suchen hat mir in dem Moment zu viel Zeit und Kraft gefressen, weswegen ich einfach gesagt haben ich mach alleine weiter. Ich habe alle Rechte zurück, das heißt, dass ich auch Band 1 über mich wieder verlege.

Was findest du persönlich schöner, Veröffentlichung unter einem Verlag oder Selbstpublishing?

Es hat alles seine Vor- und Nachteile. Wer mich kennt wird jetzt lachen, aber ich bin eigentlich ein sehr schüchterner Mensch. Das heißt nicht, dass ich nicht gerne auf Menschen zu gehe, aber es fällt mir sehr schwer meine Arbeit (mein Baby)  Kritik ausgesetzt zu sehen, weswegen ich mich immer nur sehr zögerlich und ungerne bei Verlagen bewerbe. Ich habe da leider schon ein paar sehr unschöne Erfahrungen gemacht mit Menschen die denken sie könnten die kreative Arbeit anderer runter machen, obwohl sie selber keinen Stift halten können.

Außerdem wollen Verlage immer sehr viel an deiner Geschichte mitentscheiden. Das ist bis zu einem gewissen Punkt aus sinnvoll, da Verlage sich ja um die Platzierung am Markt kümmern müssen. Aber wenn man eine Geschichte so weit verbiegt und zerpflückt, dass vom Ursprung nicht mehr viel vorhanden ist, behalte ich lieber die Arbeit bei mir.

Bleibt es bei 2 Bänden oder kommen die Leser von Dreamcandy in den Genuss weiterer Bände?

Geplant sind 6 Bände bis Ende 2020. Ich arbeite also im Moment grade auf Hochtouren an Band 3.Dieser soll spätestens zur Dokomi nächstes Jahr fertig sein. 

Wenn du an neuen Geschichten arbeitest, wie viel Zeit brauchst du im Schnitt für eine Seite? Fällt es dir in dem Zusammenhang leicht dich an selbstgesetzte Deadlines zu halten?

Ohne meine Deadlines wäre ich aufgeschmissen. Ich brauche wirklich den Druck, auch meiner Leser, die Fragen wann es so weit ist. Weil ich ohne einfach nur vor mich hinzeichnen und die etwas abschließen würde. Wieviel Zeit ich für eine Seite brauche kann ich pauschal nicht sagen. Es kommt ja auch immer darauf an was auf dieser Seite alles so drauf ist. Besser einzuschätzen sind Bände. Ich schaffe 50-80 Seiten in ca. einem halben Jahr. Weswegen ich mit Ende 2020 so zuversichtlich bin.

Was ist für dich persönlich der schwierigste Part während der Arbeit an einem konkreten Projekt?

Gute Frage … da muss ich kurz nachdenken. Ich denke das Durchhalten. Wenn ich mit der Geschichte einmal durchweg fertig bin mit Planung, Skizzen usw., dann kenn ich die Geschichte und dann verliert sie für mich ein bisschen den Reiz. Dann immer weiter zumachen ist zugegeben schwierig. Aber zum Glück habe ich sehr neugierige Leser die mich immer triezen und wollen das ich weiter machen.

Hand aufs Herz, arbeitest du lieber mit ausreichend Zeit vor dir oder mit Druck im Nacken?

Wie schon zuvor gesagt kann ich ohne Zeitdruck nicht arbeiten. Ich schiebe Sachen vor mir hier und hab 1000 andere Ideen. Deswegen brauch ich feste Zeiten. Auch wenn mich meine Masseurin deswegen hasst und mein Guter mich zeitweise nur noch mit dem Rechner verschmolzen sieht muss das einfach sein.

Was würdest du gern mal umsetzen? Welche Projekte reizen dich?

Ich setzte so nach und nach alles um was mich reizt. Ich setzte mir selbst keine Tabus. Was ich zeichnen will, wird auch gezeichnet. Und irgendwann werde ich mich auch an eine Steampunkversion meines Namensgebers setzen. Nikola Tesla ist für mich noch der Heilige Gral, die unumsetzbare Geschichte … aber nur im Moment. Ich bin fest davon überzeugt, dass ich irgendwann gut genug sein werde. 

Vielen Dank für deine Antworten. Eine Frage habe ich aber noch. Welchen Rat möchtest du Künstlern geben? Was kannst du ihnen empfehlen?

Reden ist leicht – machen ist schwer. Seid keine Laberköppe, macht einfach!

[Interview] Eva Günther – Mein Plan, Mein Script, Mein Buch

Interviewzeit ihr Lieben, doch diesmal nicht zu einem Roman, sondern zu einem Ratgeber für Autoren. Ja, es gibt diese und davon nicht gerade wenige. Den hier kann ich jedoch wirklich empfehlen. Eva Günther vermittelt in diesem Buch viele Tipps auf dem Weg zum Autoren / zur Autorin. Sie berät euch unter anderem zu den Punkten: Verhalten gegenüber einem Verlag, das eigene Schreiben verbessern und wie man negativen Erfahrungen aus dem Weg gehen kann. Garniert wird das Ganze mit Tricks und Geheimnissen aus der Verlagswelt.

Cover Mein Plan Mein Skript Mein Buch
Cover Mein Plan Mein Skript Mein Buch von Eva Günther

Wie sind Sie eigentlich dazu gekommen, einen Ratgeber für Autoren zu schreiben?

Ich schreibe selbst seit vielen Jahren Romane, dadurch hatte ich immer wieder Kontakt mit jungen Autoren. Ich saß gerade an einer wissenschaftlichen Arbeit, für die ich viele Erstautoren interviewt habe, als die Anfrage vom Verlag für den Ratgeber kam. Immer wieder stellte ich fest, wie lang und steinig der Weg zum Autor auch für andere war. Daher wollte ich Neulingen gerne helfen und es ihnen etwas leichter machen.

Was war Ihnen dabei besonders wichtig?

Der Verlag erklärte mir, dass er keine Schwarz-Weiß-Malerei betreiben wollte. Ich sollte zeigen, dass viele Wege zum Ziel führen können, damit konnte ich mich gut anfreunden. Aber vor allem die Grundlagen beim Manuskriptangebot sollten erklärt werden, da viele potentielle Autoren noch nicht viel darüber wissen, wie sie Verlagen die Arbeit vereinfachen können. Ein Schwerpunkt, den ich unbedingt selbst einbringen wollte, liegt auf den Schreibtipps im ersten Teil des Buches.

Das Buch hat nur knapp 50 Seiten – ist es in dem Rahmen überhaupt möglich, eine umfangreiche Hilfestellung zu geben?

In der Hinsicht war ich leider vom Verlag etwas eingeschränkt. Es sollte ein Taschenratgeber im Broschürenformat werden, sodass man ihn immer dabei haben kann. Natürlich muss man da einige Abstriche machen. Der Teil zum Verlagsanschreiben wurde denke ich hinreichend abgehandelt, aber zur Stilkunde könnte ich wahrscheinlich noch Bände füllen! (lacht)

Bemerken Sie selbst, wie Ihr Ratgeber jungen Autoren hilft?

Hin und wieder erreichen mich Meinungen und Rezensionen von Autoren, die aus dem Buch gelernt haben. Eigentlich fast jeder Jungautor hat sich zum einen oder anderen Aspekt erst wenige Gedanken gemacht.

Wem würden Sie den Ratgeber besonders empfehlen?

Natürlich kann man von 50 Seiten kein umfassendes Handbuch erwarten, es ist eher das kompakte Grundlagenwissen. Ich würde den Ratgeber als Einstiegsliteratur empfehlen, wenn man noch nichts veröffentlicht hat.

Was ist ihrer Meinung nach Voraussetzung, wenn man selbst einen Ratgeber schreiben will?

Auf jeden Fall sollte man über die nötige Erfahrung verfügen, also auch etwas zu sagen haben, das anderen helfen kann. Wenn es dabei um ein gut frequentiertes Gebiet geht, umso besser! Es sollte aber auch kein Thema sein, dem man schon an jeder Ecke begegnet. Dann kann man die Idee mit einem gut gegliederten Inhaltsverzeichnis zum Beispiel einem Fachverlag anbieten. Genau wie es im Ratgeber steht, sollte man aber auch hier auf Konzept und Zielgruppe achten. Dann wird man auch ernst genommen und bekommt vielleicht einen Vertrag.

Lisa Erbe: Würden Sie sagen, ein Ratgeber ist schwerer zu bewerben?

Ich denke, beides hat seine Nischen: Belletristik und Sachbuch. Ein etablierter Verlag mit gutem Vertrieb sollte dem Autor die Arbeit abnehmen. Natürlich lassen sich mit den meisten Sachbüchern schwerer Lesungen veranstalten, es sei denn, man schreibt auf humoristische Art. (lacht) Aber natürlich gibt es für die Ratgeber Publikum – man muss es nur erreichen!

„Mein Plan, mein Skript, mein Buch“ war Ihr erster Ratgeber. Sind denn für die Zukunft noch mehr geplant?

Im Moment konzentriere ich mich mehr auf die Prosa. Aber da ich auch einen wissenschaftlichen Hintergrund habe, würde ich es per se nicht ausschließen. Lassen wir uns überraschen!

Vielen Dank! Ich wünsche auch weiterhin viel Erfolg!

Dankeschön, das kann ich zurückgeben!